german.china.org.ch,
04.02.2010
China behält seine Haltung der Bereitschaft zu
Gesprächen mit dem Dalai Lama bei, solange dieser
nicht versucht, die Unabhängigkeit für Tibet zu
erlangen. Die neuesten Gespräche zwischen Beamten
der Zentralregierung und privaten Repräsentanten des
Dalai Lama blieben jedoch weitgehend ohne
Fortschritte.
China behält seine Haltung der Bereitschaft zu
Gesprächen mit dem Dalai Lama bei, solange er nicht
versucht, die Unabhängigkeit für Tibet zu erlangen.
Dies erklärte Zhu Weiqun, stellvertretender Leiter
der Vereinten Arbeitsfront der KPC, bei einer
Medienkonferenz am Dienstag nach den neuesten
Gesprächen zwischen Beamten der Zentralregierung und
privaten Repräsentanten des Dalai Lama. Lodi Gyari
und Kelsang Gyaltsen, private Gesandte des Dalai
Lama, verließen Beijing am Montag nach den ersten
Gesprächen zwischen den beiden Seiten nach 15
Monaten, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua.
Zhu erklärte, das "wie immer" die Zentralregierung
Ansichten in ihren neuesten Gesprächen mit der Dalai
Lama-Seite "scharf getrennt" habe, womit er
andeutete, dass keine substantiellen Fortschritte
seit dem letzten Treffen gemacht wurden. Während der
Gespräche hätten sich die privaten Repräsentanten
des Dalai Lamas geweigert, "ein einziges Wort" über
das Memorandum für Alle Tibeter zum Genuss Wahrer
Autonomie verlauten zu lassen, und auch seien sie zu
keinerlei Zugeständnissen bereit gewesen, so Zhu.
Das Treffen sei aber nicht völlig fruchtlos gewesen,
da die Zentralregierung Reisen für die Gesandten für
einen Besuch der zentralchinesischen Provinz Hunan
arrangiert habe, damit diese ein besseres
Verständnis für die Politik der ethnischen Autonomie
des Landes bekommen konnten. Zhu wiederholte, dass
die Verbesserung der Beziehungen mit dem Dalai Lama
eine interne Angelegenheit Chinas sei.
Angesichts des möglichen Treffens zwischen
US-Präsident Barack Obama und dem Dalai Lama drückte
Zhu starken Widerspruch aus mit den Worten, ein
solches Treffen würde "ernstlich die politische
Grundlage der chinesisch-amerikanischen Beziehungen
untergraben." Zhu fuhr fort, das diplomatische
Verhältnis zwischen China und den USA sei eines der
wichtigsten für beide Seiten. Zur Bekämpfung der
derzeitigen Wirtschaftskrise sei die Entwicklung und
Stärkung der Beziehungen unerlässlich. Details über
die Konsequenzen, falls Obama den Dalai Lama
empfange, wurden nicht bekannt gegeben.
Bei den neuesten Gesprächen handelte es sich um die
zehnten einer Reihe von Treffen zwischen den beiden
Seiten seit 2002. Wang Dehua, Direktor des Instituts
für Zentralasienwissenschaften am Shanghaier
Internationalen Studienzentrum für Südasien,
erklärte am Dienstag gegenüber Global Times, dass
die wiederholten Treffen mit der Dalai Lama-Seite
die Aufrichtigkeit der Zentralregierung bei der
Behandlung der Angelegenheit demonstriere. Man habe
jedoch nicht ausschließen können, dass die Dalai
Lama-Seite die Gespräche dazu benutzt, die
Zentralregierung für deren Ergebnislosigkeit
verantwortlich zu machen, um mehr Sympathie und
Unterstützung von der internationalen Gemeinschaft
zu gewinnen." |