Kommentar seiner Heiligkeit dem 14. Dalai Lama nach der Wahl der 11. VolksvertreterInnen des tibetischen Exilparlamentes
Veränderungen nehmen auch im tibetischen System der Politik Einzug. Es ist bedauerlich, dass dies im Exil
stattfindet, doch es wird uns nicht daran hindern das Wesen der Demokratie zu erlernen. Ich habe lange auf den Zeitpunkt gewartet ein
politisches System einzuführen, welches sich mit unserer Tradition und den Anforderungen der modernen Welt vereinbaren lässt.
Seit wir im Exil sind haben wir versucht ein Parlament (Chithu) aufzubauen. Die gewählte Versammlung von Vertretern stellt den Schlüsselfaktor dar,
um ein solches System zu entwickeln. Wir durchlaufen Veränderungen, welche den Demokratisierungsprozess vorantreiben und unsere Administration im Exil stärken. Ich hoffe,
dass diese Veränderungen dem tibetischen Volk es erlauben werden, eine klare Bestimmung über die Zukunft unseres Landes zu haben.
In dieser Angelegenheit bin ich sehr stolz, dass letzten Monat die Tibeter im Exil zum elften Mal
zur Wahl der neuen VolksvertreterInnen gegangen sind.
Aufgrund des Spezialkongresses, welcher im letzten Mai durchgeführt wurde, sind die Mitglieder des Kashag’s, die exekutive
Führung unserer Administration direkt durch das tibetische Volk gewählt worden und sind nicht mehr länger durch mich zu bestimmen.
Dieser Demokratisierungsprozess erreicht alle Tibeter auf der ganzen Welt. Ich glaube das die zukünftige Generation von
Tibetern diese Veränderungen zu einer der wichtigsten Erfolge unserer Erfahrungen im Exil betrachten wird.
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