Gier macht Menschen krank

morgenpost.de, 01.07.2009

Den Dalai Lama treibt längst mehr um als die tibetische Frage und den Kampf gegen Gewalt und Wut. Seit Jahren befasst er sich intensiv mit der globalen Wirtschaft und die Frage, wie der Wohlstand gerechter verteilt werden kann. Kurz vor seiner Deutschlandreise warnt der Dalai Lama im Interview mit der Berliner Morgenpost nicht nur vor Gier, sondern auch vor zu viel Staatsgläubigkeit.                                                                                              Interview...

Ehemaliger politischer Gefangener aus Tibet berichtet

china-observer.de, 30.06.2009

China News, Pressemitteilungen und Nachrichten: Ehemaliger politischer Gefangener aus Tibet berichtetTsering Dhondup und sein Freund wurden 1995 verhaftet, als sie auf dem zentralen Platz Lhasas „Free Tibet“ riefen.

Vor einem gespannten Publikum, das sich im Saal von Gu-chu-sum, der Vereinigung ehemaliger politischer Gefangener in McLeod Ganj, Dharamsala, versammelte, ließ sich ein schmächtiger, lebhafter Tibeter Ende 30 auf einem Plastikstuhl nieder: Als Tsering Dhondup anfing, die Geschichte seiner Zeit im Gefängnis zu erzählen, verstummten die Anwesenden und lauschten aufmerksam.

Nur ab und zu stellten sie die eine oder andere Frage.

Tsering Dhondup und sein Freund wurden 1995 verhaftet, als sie auf dem zentralen Platz Lhasas „Free Tibet“ riefen. Er war damals 22 Jahre alt und Mönch in einem buddhistischen Kloster. „Es war kein spontaner, sondern ein wohl durchdachter Protest. Wir waren alle entsetzt darüber, daß so viele Tibeter umgebracht und die die buddhistischen Klöster zerstört werden“, sagte er. „Die Mönche hatten sich zuvor abgesprochen - natürlich nicht öffentlich“. Nach einem 15 Tage währenden Verfahren wurde Tsering Dhondup zu fünf Jahren Haft verurteilt. Das war keine Überraschung für ihn - er wußte, was auf ihn zukommen würde, als er sich zum Protestieren entschloß.           mehr...

Drei Jahre Haft für tibetischen Guide wegen Emails und SMS

china-observer.de, 27.06.2009

 

China News, Pressemitteilungen und Nachrichten: Drei Jahre Haft fuer tibetischen Guide wegen Emails und SMSEs ist höchst zweifelhaft, ob die Anklage „Aufhetzung zum Separatismus“ überhaupt anwendbar ist. Die in San Franciscoansässige Dui-Hua-Stiftung, eine gemeinnützige Organisation, die sich der Verbesserung der Menschenrechte weltweit verschrieben hat, erfuhr von einem bislang nicht bekannten Fall eines Tibeters in der TAP Dechen, Provinz Yunnan, der nach den Unruhen vom 14.

März in Lhasa wegen „Aufhetzung zum Separatismus“ zu drei Jahren Haft verurteilt wurde. Dui Hua gelangte in den Besitz der Anklageschrift und des Urteils, die auf ihrer Website in englischer Sprache wiedergegeben sind.

Die Anklage gegen den 32jährigen Gonpo Tsering, einen bekannten Expeditionsführer, der ausländische Berühmtheiten begleitet hat und an dramatischen Bergrettungsaktionen beteiligt war, lautete auf angebliche „Aufhetzung zum Separatismus“, weil er drei Tage lang eine Reihe von E-Mails und anderen Textnachrichten an Bekannte außerhalb Chinas geschickt hatte.                                                                                               mehr...

Insektenplage auf dem tibetischen Plateau

china-observer.de, 27.06.2009

 

China News, Pressemitteilungen und Nachrichten: Insektenplage auf dem tibetischen PlateauLetzten Samstag gaben die Behörden bekannt, daß die Region unter der schlimmsten Dürre seit 30 Jahren leide. Wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Montag, den 22. Juni, berichtete, wurde ein ca. 200 ha großes Gebiet in der TAR infolge der anhaltenden Trockenheit von einer Heuschreckenplage heimgesucht.

Wie Xinhua mitteilte, wurden nach Informationen des Nationalen Chinesischen Meteorologischen Instituts die am schlimmsten betroffenen Areale von 500 Heuschrecken pro qm befallen. In den letzten Jahren konnte diesen Insektenplagen durch Versprühen von Pestiziden in den Wäldern und im Grasland des in Qinghai gelegenen Bereichs des tibetischen Plateaus Einhalt geboten werden, heißt es in dem Artikel.

Wie weiter berichtet wurde, traten schon früh in diesem Jahr die ersten Anzeichen von Dürre auf, so daß auf einer Ackerfläche von 16.666 Setzlingen 30% davon zugrunde gingen. In dem Artikel wurde auch die Zeitung Tibet Daily zitiert, der zufolge 26.667 ha in der südosttibetischen Präfektur Shannan (tib. Lhoka) von der Dürre betroffen seien. Letzten Samstag gaben die Behörden bekannt, daß die Region unter der schlimmsten Dürre seit 30 Jahren leide.

Der Dalai Lama analysiert die Finanzkrise

tagesanzeiger.ch, 26.06.2009

 

Weiss, wies gehen sollte: Dalai Lama.

Diese könne nur mit einem veränderten Denken überwunden werden, das das «Wir» in den Mittelpunkt stelle, sagte das geistliche Oberhaupt des tibetischen Volkes dem «Manager Magazin». Die Marktwirtschaft werde sich durch die Krise ändern: «Die Realität wird eine neue Realität schaffen."

 

Er sehe «die übertriebene Gier, die Spekulation und die mangelnde Transparenz des Systems» als elementare Gründe für die globale Krise, sagte der Friedensnobelpreisträger demnach. Die Probleme zeigten, dass die Fixierung auf materielle Werte den Geist und das Denken einenge. Zwar sei das marktwirtschaftliche Modell dynamischer als eine Planwirtschaft, doch müssten Enthusiasmus und globale Verantwortung die Triebfedern der Ökonomie sein.

 

Die entscheidende Frage sei, wie das Geld verteilt werde, sagte der Dalai Lama: Für die Befriedigung der Gier einiger weniger Menschen oder für ein besseres Leben armer Menschen, die Bildung der Kinder und das Gesundheitssystem. «Dafür benötigen wir Geld, aber nicht für ein luxuriöses Leben.» Wichtig sei, dass sich das bisherige Denken in der Ökonomie, aber auch in den zwischenstaatlichen Beziehungen ändere. So unterscheide man immer noch in «wir» und «sie», kritisierte der Dalai Lama. In der Krise versage diese Sicht aber: «Wir sind alle betroffen, die ganze Welt."

Tibeter in Chamdo durch Polizeischüsse und Mißhandlungen verletzt

PR-inside.com, 24.06.2009

 

Tibeter in Chamdo durch Polizeischüsse und Mißhandlungen verletztBei einer Polizeiaktion Ende letzten Monats gegen den anhaltenden Landwirtschafts-Boykott im Bezirk Chamdo im Osten der Autonomen Region Tibet (TAR) wurde ein Tibeter angeschossen und drei weitere wurden schwer verletzt. Ein Mann namens Tsering wurde von einer Kugel getroffen, die Tibeter Paga und Lhadar wurden erst von chinesischen Polizisten mit Knüppeln verprügelt und dann weggeschafft. Auf einen weiteren Tibeter mit Namen Samga wurde mit Gewehrkolben eingeschlagen.                                 mehr...
Tibetan NGOs raise awareness on Kalon Tripa's election in 2011

Sunday, 21 June 2009, 2:35 p.m.
Dharamshala: The upcoming election of Kalon Tripa in 2011 will test the progress made by the Tibetan people in strengthening the democratic process introduced by His Holiness the Dalai Lama since coming into exile, speaker of the Tibetan Parliament-in-Exile told hundreds of Tibetans during a panel discussion on Saturday.

The other panelist was Kalon Tripa Prof Samdhong Rinpoche.

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Weitere Festnahmen und explosive Lage in Osttibet

china-observer.de, 21.06.2009

China News, Pressemitteilungen und Nachrichten: Weitere Festnahmen und explosive Lage in OsttibetTibetische Quellen berichten über die Eskalation der Spannungen im Osten Tibets. Einem chinesischen Polizeisprecher zufolge wurden bei einer Razzia fünf Personen festgenommen und zu Haftstrafen verurteilt.

„Die Tibeter sind dieser Tage sehr dreist und aggressiv. Wir hatten keine andere Wahl als einschneidende Maßnahmen gegen die Demonstranten zu ergreifen“, sagte ein Polizeisprecher der Präfektur Chamdo in einem Telefon-Gespräch. „Wir mußten hart gegen die tibetischen Demonstranten im Bezirk Jomda (chin. Jiangda) vorgehen.“

Weiter sagte der Mann, der nicht genannt werden wollte, diese Woche seien fünf Tibeter zu 2-2 ½ Jahren schwerer Zwangsarbeit verurteilt worden, weil sie einen Dorfvorsteher verprügelt hätten. „Viele Tibeter haben örtliche Behördenvertreter körperlich angegriffen, aber diese fünf sind die schlimmsten Übeltäter.“

Auch Tibeter, die ursprünglich aus der Gegend von Jomda stammen, jetzt aber in Dharamsala leben, berichteten über steigende Spannungen und Zusammenstösse in ihrer Heimat. Sie berufen sich auf Kontakte mit Einwohnern von Jomda.                                                                                                                                                     mehr...

Mißhandlungen der Polizei machen Tibeter zum Krüppel

china-observer.de, 18.06.2009

China News, Pressemitteilungen und Nachrichten: Misshandlungen der Polizei machen Tibeter zum KrueppelTibeter von paramilitärischen Kräften grausam verprügelt und in Lagerraum eingesperrt. Seitdem es im März 2008 zu den landesweiten friedlichen Proteste in Tibet kam, haben die Sicherheitskräfte von Public Security Bureau und der People’s Armed Police willkürlich und routinemäßig auch Personen verhaftet, die absolut nichts mit den Demonstrationen zu tun hatten. Am 8. Juni bekamen wir aus zuverlässiger Quelle folgende Information: Ein junger Mann namens Phuntsok, 21, aus der Gemeinde Tashi Gang im Kreis Meldrogunkar (chin. Mazhugongka) im Bezirk Lhasa wurde am 14. März 2008 in seinem Haus in Karma Kunsang im Osten von Lhasa völlig grundlos verhaftet.

„Nach seiner Festnahme wurde er von den paramilitärischen Kräften grausam verprügelt und zusammen mit anderen, ebenfalls unschuldigen Tibetern in einem Lagerraum beim Bahnhof von Lhasa eingesperrt. Erst nach 20 Tagen wurde er wieder freigelassen. Wie die Quelle weiter angab, erhielt er nach seiner Heimkehr die bestmögliche medizinische Versorgung, dennoch verbesserte sich sein Zustand kaum. „Gegenwärtig geht es ihm sehr schlecht. Wegen der Rückenverletzung, die ihm die Militärpolizisten beigebracht haben, kann er sich nur noch mühsam mit Krücken fortbewegen und nicht mehr gerade stehen.

„Phuntsok ist verheiratet und hat ein einjähriges Kind. Früher hat er den Lebensunterhalt für seine Familie als Rikschafahrer verdient.“ Phuntsok ist einer von vielen Tibetern, die von der Bewaffneten Polizei verhaftet wurden und wegen angeblicher Teilnahme an Demonstrationen Folter und schwere Mißhandlungen erdulden mußten, obwohl sie an den Protesten vom März letzten Jahres gar nicht beteiligt waren.

Selbstmordrate unter tibetischen Mönchen steigt

china-observer.de, 17.06.2009

 

China News, Pressemitteilungen und Nachrichten: Selbstmordrate unter tibetischen Moenchen steigtSechzehn der siebzehn seit März 2008 dokumentierten Selbsttötungen und zwei versuchte Selbstmorde wurden von Mönchen und Nonnen begangen. Bericht an den UN-Sonderberichterstatter für Religionsfreiheit über die Gründe für die Zunahme der Selbstmorde von tibetischen Mönchen und Nonnen seit dem 10. März 2008. Weltweit feiern die tibetischen Buddhisten im Juni den heiligen Monat Saka Dawa.

Sonntag, der 7. Juni 2009, ein Vollmondtag, gilt als wichtigster Tag des heiligen Monats, weil nach buddhistischem Glauben an diesem Tag der Geburt, der Erleuchtung und des Paranirvana (Eingang ins Nirvana) von Buddha Shakyamuni gedacht wird. Während die tibetischen Buddhisten überall auf der Welt - gleichgültig ob sie Laien oder Mönche und Nonnen sind - den Tag mit verschiedenen religiösen Aktivitäten und Ritualen verbringen, sehen sich die Gläubigen im chinesisch besetzten Tibet massiven religiösen Repressionen seitens des Staates und seiner Vertreter ausgesetzt. Es wurden bereits Verordnungen herausgegeben, die Regierungsbediensteten und Studenten diesen Monat den Besuch von Tempeln untersagen. Sicherheitskräfte und Geheimdienste wurden personell verstärkt und über das Stadtgebiet von Lhasa verteilt, um im heiligen Monat die „Stabilität“ aufrechtzuerhalten.                                   mehr...

Sechs Festnahmen in Lhasa, als sich tibetische Buddhisten zum Fest Saka Dawa versammelten

RFA, 10.06.2009

Saga DawaDie chinesischen Behörden in der tibetischen Hauptstadt Lhasa nahmen diese Woche sechs Tibeter fest, nachdem über 100 Personen zur Begehung des Saka Dawa Festes zusammengekommen waren. Der Polizei erklärten sie, sie täten dies in Ausübung ihres Rechts, den tibetischen Buddhismus zu praktizieren.

Die Behörden hatten schon im Vorfeld zu diesem heiligen buddhistischen Fest die Restriktionen für die religiöse Betätigung der Tibeter verschärft. Strenge Anweisungen ergingen an Studenten und Regierungsangestellte, während der Festtage unter keinen Umständen Tempel aufzusuchen. mehr..

Chinas Errungenschaften kommen nur den Chinesen in Tibet zugute

china-observer.de, 12.06.2009

 

China News, Pressemitteilungen und Nachrichten: Chinas Errungenschaften kommen nur den Chinesen in Tibet zuguteEs ist wichtig, die Verbindung zu den Menschen in Tibet aufrechtzuerhalten, ungeachtet der Tatsache, daß China unzweifelhaft ein mächtiges Land ist. Jampa Tashi ist ein ehemaliger politischer Gefangener. Er saß 12 Jahre im Gefängnis und ist Mitglied des in Dharamsala ansässigen Verbandes ehemaliger politischer Gefangener Gu-chu-sum.

„Ich stamme aus der tibetischen Region Kham, war Bauer und hatte keinen Zugang zu irgendeiner Form der Schulbildung. Das hat mich motiviert, mich politisch zu betätigen. Vor meinem diesbezüglichen Engagement hatte ich keine Ahnung, wie die Welt außerhalb von Tibet aussieht. Ich kümmerte mich nur um Kühe und Schafe. 1986 oder 1987, als ich 17 Jahre alt war, trat ich in ein Kloster in Osttibet ein. Dort erhielt ich Unterricht in tibetischer und buddhistischer Philosophie. Die chinesische Regierung hatte die Klosteranlage zerstört, deshalb lebten alle 25 Mönche in kleinen Behausungen. Neue Mönche durften nicht aufgenommen werden. Wir versuchten, das Kloster wieder instand zu setzen. Die chinesische Regierung sagte, wir hätten zwar das Recht auf Meinungsfreiheit, aber wir durften unsere Religion nicht ausüben, indem wir etwa zu Seiner Heiligkeit dem Dalai Lama beteten.                mehr...

Saka Dawa - Zeremonie im Kloster Rikon

tibetswiss.com, 09.06.2009

 

Die Tibeter Gemeinschaft Schweiz und Liechtenstein organisierte am 07.06.2009 im Kloster Rikon eine grossangelegte Zeremonieveranstaltung zum Saka Dawa (Buddhistischer Feiertag, Erinnerung an Buddhas Geburtstag, Erleuchtungstag und Todestag). Die Mönchsgemeinschaft Kloster Rikon, die Tsitschu Tsokpha und viele Tibeterinnen und Tibeter nahmen an dieser Feierlichkeit teil. Es wurden die Opfergabengebete Lama Choepa und Padma Sambawa rezitiert. Ebenfalls wurde für ein langes Leben seiner Heiligkeit dem 14. Dalai Lama gebetet. Die Veranstaltung dauerte von 09.00 - 16.00 Uhr.                                                                                                       Bilder...

Saka Dawa - Zeremonie Sektion Horgen

tibetswiss.com, 09.06.2009

 

Die Sektion Horgen führte vom 03.06.09 - 07.06.2009 die Saka Dawa Zeremoniefeierlichkeiten durch. Ketsang Rinpoche, Sera Mönche und Tibeterinnen und Tibeter der Sektion Horgen nahmen an der Zeremonie teil. Es wurden ebenfalls die Opfergabengebete Lama Choepa und Padma Sambawa rezitiert. Des Weiteren wurde auch für ein freies Tibet gebetet.                                                                                                                                                                                                                                                 Bilder...

Tibet: Erneut grosses Polizeiaufgebot in Lhasa - Journalisten-Besuch in Lhasa

china-observer.de, 08.06.2009

 

China News, Pressemitteilungen und Nachrichten: China Tibet Erneut grosses Polizeiaufgebot in LhasaWie am 1. Juni aus glaubwürdiger Quelle verlautete, gibt es auf einmal wieder ein großes Militär- und Polizeiaufgebot in Lhasa. Der Nachrichtenagentur Xinhua zufolge sind 31 Journalisten aus Hongkong, Macau und Taiwan am 2. Juni in Lhasa eingetroffen. Die Bewegungsfreiheit der Tibeter ist aufgrund der ständigen Kontrollen extrem eingeschränkt. Die chinesischen Behörden verhafteten erneut Tibeter, die im Mai bereits freigelassen worden waren.

Eine bestimmte Gruppe von Häftlingen ließen sie extra zu dem Zweck frei, um Hinweise auf geplante Proteste zu sammeln und die Namen der Demonstranten vom März herauszufinden. Den Freigelassenen wurde befohlen, sich genau an die Anweisungen zu halten. Die chinesischen Behörden belohnen nämlich Personen, die ihnen die Namen von Demonstranten nennen.                                                                                                                                                                  mehr...

Dalai Lama wirft China "Todesurteil" gegen Tibet vor

googlenews, 08.06.2009

 

Paris (AFP) — Der Dalai Lama hat China erneut schwer angeklagt. Seit der Niederschlagung der Unruhen in Tibet im März vergangenen Jahres habe er das Gefühl, dass "ein Todesurteil über eine sehr alte Nation und ihr Erbe und ihre Kultur verhängt wurde", sagte das geistliche Oberhaupt der Tibeter in Paris.

Peking habe in der Tibet-Politik einen harten Kurs einschlagen, sagte der Dalai Lama, der am Sonntag zum Ehrenbürger der französischen Hauptstadt ernannt wird. Der 73-Jährige bezeichnete die Auszeichnung als "große Ehre". Er will bei seinem Besuch auch eine Rede in einem Pariser Sportstadion halten.

Der Pariser Stadtrat hatte vergangenes Jahr beschlossen, das geistliche Oberhaupt der Tibeter zum Ehrenbürger zu ernennen. Die chinesische Regierung drohte daraufhin mit "heftigem Widerstand". Frankreich und die Volksrepublik hatten erst im April eine monatelange Eiszeit beendet, die wegen des Dalai Lama entstanden war. Ende 2008 hatte Peking einen EU-China-Gipfel platzen lassen, nachdem der französische Präsident und damalige EU-Ratsvorsitzende Nicolas Sarkozy mit dem geistlichen Oberhaupt der Tibeter zusammengetroffen war.

Im März vergangenen Jahres war Peking mit aller Härte gegen gewalttätige Proteste in Tibet und angrenzenden chinesischen Provinzen vorgegangen. Laut tibetischer Exil-Regierung gab es dabei etwa 200 Tote, Peking zufolge starben 21 Menschen.

Dalai Lama glättet Wogen nach Kritik bei Niederlande-Besuch

de.reuters.com, 06.06.2009

 

Den Haag (Reuters) - Der Dalai Lama hat bei seinem Besuch in den Niederlanden den Verzicht von Ministerpräsident Jan Peter Balkenende auf ein Treffen mit ihm heruntergespielt. Er sei nicht mit einer politischen Agenda gekommen, sagte das geistliche Oberhaupt der Tibeter am Freitag hochrangigen niederländischen Parlamentariern. "Ich will keine Unannehmlichkeiten bereiten. Kein Problem also."

 

Balkenende hatte seine umstrittene Entscheidung damit begründet, dass ein Treffen mit dem Dalai Lama ein "unverantwortliches Risiko" für die Beziehungen zu China wäre. Die Regierung entschied sich schließlich für ein Treffen des Dalai Lama mit Außenminister Maxime Verhagen und religiösen Führungspersönlichkeiten in einer katholischen Kirche in Den Haag.

Chinesische Kreise drohen dem Dalai Lama bei dessen Holland-Besuch

short-news.de, 04.06.2009

 

Das geistliche Oberhaupt der Tibeter, der Dalai Lama, befindet sich derzeit auf einem dreitägigen Besuch in den Niederlanden. Der Besuch wird jedoch durch ernsthafte Drohungen aus chinesischen Kreisen überschattet.

Wie die Drohungen konkret aussehen wurde nicht berichtet, sondern lediglich, dass diese per Internet verbreitet wurden, so die niederländische Zeitung "De Telegraaf". Die Drohungen sind jedoch für den Nationalen Koordinator für Terrorismus-Bekämpfung Anlass genug, höhere Schutzmaßnahmen als sonst üblich zu ergreifen.

Statement von Seiner Heiligkeit dem Dalai Lama zum 20. Jahrestag der demokratischen Studentenbewegung auf dem Tiananmen Platz

tibetswiss.com, 04.06.2009

 

Zum 20. Jahrestag der demokratischen Studentenbewegung auf dem Tiananmen Platz, gedenke ich denjenigen die starben, welche die chinesische Regierung aufforderten, sich besser um ihr eigenes Volk zu kümmern.

Die involvierten Studenten auf dem Tiananmen Platz waren weder Antikommunisten noch waren sie Antisozialisten. Sie äusserten sich gestützt auf das konstitutionelle Recht der chinesischen Bevölkerung, vor dem Respekt der Demokratie und Protest gegen jegliche Korruption. Diese Argumente waren Deckungsgleich mit dem eigentlichen Kredo der chinesischen Regierung. Dies war auch der zuversichtliche Standpunkt des damaligen Parteivorsitzenden Zhao Ziyang.  

Deshalb bietet das bevorstehende 60-jährige Bestehen der Volksrepublik China eine grosse Möglichkeit, das Geschehen vom 4. Juni 1989 revue passieren zu lassen. Seit 1989 haben grosse Veränderungen in der Volksrepublik China stattgefunden. Heutzutage ist China eine globale Wirtschaftsmacht, bereit eine Supermacht zu werden. Es ist meine Hoffnung, dass die chinesische Führung den Mut und die Weitsichtigkeit haben, echte Grundprinzipien zu wahren und eine Politik der Anpassung und Toleranz in verschiedener Hinsicht betreiben würde. Eine Politik der Offenheit und des Realismus kann zu grösserem Vertrauen und Harmonie innerhalb China führen und ihre internationale Position stärken, eine wahre grosse Nation zu sein.

Der Dalai Lama, 4. Juni 2009

Peace March for Tibet 2009 - Meeting with UN officials

40 exiled Tibetans have successfully completed a 9-day peace march from Berne to Geneva, a distance of 160km or 100 miles. The peace marchers arrived safely and without major injuries in front of the UN Headquarter in Geneva where they were enthusiastically welcomed by the Tibetan community. Their arrival marked the beginning of a rally in front of the UN building, where the 11th regular session of the human rights council (2-19 June 2009) started. The demonstrators recited prayers and shouted slogans. The rally was broadcasted by local TV channels and radio stations. A delegation of the Tibetan Community in Switzerland and Liechtenstein was received by representatives of the Office of the High Commissioner for Human Rights, Her Excellency Navanethem Pillay. The meeting took place at the OHCHR Headquarter Palais Wilson, Geneva and ended after 45 minutes of constructive talks. A memorandum was read and handed over to the UN officials at this occasion.  bilder..  Peace marcher

Minutes of the meeting with OHCHR officials 
Memorandum
Tibetan Community in Switzerland and Liechtenstein
June 2, 2009

China kritisiert Besuch des Dalai Lama in Dänemark

Google-News, 01.06.2009

Peking (AFP) — Ein Treffen zwischen dem dänischen Regierungschef Lars Loekke Rasmussen mit dem Dalai Lama belastet die Beziehungen zwischen China und Dänemark. Rasmussen habe trotz zahlreicher Ermahnungen Chinas darauf bestanden, den Dalai Lama zu treffen, der für "separatistische Aktivitäten" nach Dänemark gereist sei, kritisierte der chinesische Außenamtssprecher Qin Gang. Das Treffen vom Freitag verstoße zutiefst gegen Chinas ureigenste Interessen und belaste die bilateralen Beziehungen.

Rasmussen war am Freitag mit dem geistlichen Führer der Tibeter zusammengetroffen. Nach seinen Angaben handelte es sich um ein privates Treffen. Der chinesische Regierungschef Wen Jiabao hatte die EU in der vergangenen Woche beim EU-China-Gipfel vor jeglicher Einmischung in seine inneren Angelegenheiten gewarnt. Ende 2008 hatte Peking einen EU-China-Gipfel platzen lassen, nachdem der damalige EU-Ratsvorsitzende Nicolas Sarkozy mit dem Dalai Lama zusammengetroffen war.

Dalai Lama traf Kauder in München

netplosiv.com, 01.06.2009

Der Dalai Lama hat am Freitag am Münchner Flughafen den Unions-Bundestagsfraktionschef Volker Kauder getroffen. Am Rande einer Zwischenlandung begegnete das geistige Oberhaupt der Tibeter dem CDU-Politiker im Flughafengebäude. Sie nutzen die Zufallsbegegnung zu einer kurzen Unterhaltung. Der Dalai Lama war mit einer Linienmaschine der Lufthansa aus dem indischen Neu Delhi kommend in München eingetroffen. Er flog von hier aus weiter nach Kopenhagen, wo er am Wochenende Vorträge halten wird. Neben Kauder unterhielt sich der Dalai Lama auch noch mit Stargeigerin Anne-Sophie Mutter. Einen längeren Aufenthalt in Deutschland plant der Exil-Politiker vom 30. Juli bis 1. August in Frankfurt am Main. Er wird dort Vorträge über die "Kunst des Lebens" halten und sich in Podiumsdiskussionen über Wirtschaft, Ethik und Spiritualität austauschen.

Seine Eminenz Tertön Namkha Drimed Rinpoche
Hindernisse beruhigen und überwinden
Vajra Kilaya (tibetisch: Dorje Phurba)

Veranstaltungsort:
Reformiertes Kirchgemeindehaus
Baumackerstrasse 19
8050 zürich-Oerlikon
Sprache:
Tibetisch mit deutscher und französischer Übersetzung
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Friedensmarsch für Tibet 2009 - Bern - Genf - Teil II

tibetswiss.com, 30.05.2009

Nach dem alle Teilnehmer am 28.05.2009 einen Erholungstag in Yverdon eingelegt hatten, ging es am frühen Morgen des 29.05.2009 weiter. Das nächste Etappenziel war die 38km entfernt gelegene Ortschaft Morges. In Yverdon sind noch zwei weitere Teilnehmer Yonten Gyatso und Pasang Tsering dazugestossen. Die Bevölkerung der Gemeinde und auch lokale Zeitungen haben grosses Interesse gezeigt.

Trotz starken Schwellen und teils Schmerzen an den Füssen setzen alle Teilnehmer den Friedensmarsch bis nach Genf weiter fort. Das Care-Team bestehend aus Volontären bietet bestmögliche Betreuung der Gruppe. Heute am 30.05.2009 geht die Route von Morges nach Nyon, welches rund 27km entfernt liegt.  mehr Bilder

Dalai Lama wird Ehrenbürger Warschaus

google.com, 29.05.2009

 

Warschau (AFP) — Der Dalai Lama erhält die Ehrenbürgerwürde der Stadt Warschau. Der Stadrat der polnischen Hauptstadt habe dies einstimmig entschieden, teilte ein Sprecher mit. "Als Räte einer Stadt, die von der Geschichte so schwer geprüft wurde, haben wir das moralische Recht und die Pflicht, einen Mann zu ehren, der für seine Landsleute und sein Land die Freiheit und Souveränität sucht, die wir selber seit zwanzig Jahren genießen", hieß es in einer Erklärung der Stadtverordneten.

 

Das geistliche Oberhaupt der Tibeter soll die Ehrenbürgerwürde bei seinem für Ende Juli geplanten Warschau-Besuch erhalten. Der Dalai Lama hatte im Dezember in Danzig an den Feiern zum 25. Jahrestag der Verleihung des Friedensnobelpreises an den Mitbegründer der polnischen Freiheitsbewegung Solidarnosc, Lech Walesa, teilgenommen. Dabei traf er trotz der Proteste Chinas verschiedene europäische Politiker, unter ihnen auch Polens Staatspräsidenten Lech Kaczynski. Peking beschuldigt den Dalai Lama, die Unabhängigkeit Tibets von China anzustreben. Das Oberhaupt der Tibeter hingegen betont, er strebe lediglich eine gewisse Autonomie für Tibet an. Der Dalai Lama lebt seit 1959 im indischen Exil.

Seine Heiligkeit kommt an den Main

fr-online.de, 28.05.2009

 

Dalai Lama

Sie hatten es bereits ein paar Mal probiert. Die Einladung an den Dalai Lama wurde aber jedes Mal negativ beschieden. Erst als sich die Leute vom Bockenheimer Tibethaus mit zwei anderen buddhistischen Gruppen – den Vietnamesen von der Pagode Phat Hue und der Deutschen buddhistischen Union (DBU) – zusammentaten, wurde etwas draus: Der Dalai Lama, den nicht nur Buddhisten mit dem Titel Seine Heiligkeit anreden, kommt nach Frankfurt. Und zwar nicht nur für einen kurzen Besuch, sondern gleich für vier Tage.

 

Von Donnerstag, 30. Juli, bis Sonntag, 2.August weilt der bekannteste und beliebteste Mönch der Welt in der WM-Arena. Die Veranstalter sind sich sicher, dass das umgebaute Stadion gut gefüllt sein wird. Ausdrücklich betonte Gisela Behr vom Tibethaus am Mittwoch, die Auftritte des Dalai Lama seien auch für Nicht-Buddhisten "ein Segen".

Friedensmarsch für Tibet 2009 - Bern - Genf - Teil I

tibetswiss.com, 28.05.2009

Bei dem durch die Tibeter Gemeinschaft Schweiz und Liechtenstein organisiertem Friedensmarsch von Bern bis Genf haben sich 38 Teilnehmer angemeldet (siehe beiliegende Namensliste). Am 25.05.2009 startete die Teilnehmergruppe in Bern und legte am ersten Tag eine Strecke von 25km bis nach Kerzers zurück. Am zweiten Marschtag ging die Reise weiter in die 35km entfernt gelegene Ortschaft Estavayer-le-lac. Aufgrund der hohen Temperaturen, zeitweise über 30° C, hatten die Teilnehmer Hitzeprobleme. Ein Teilnehmer, Khadakpa Tashi Sonam, musste aufgrund Gesundheitskomplikationen den Friedensmarsch frühzeitig nach dem zweiten Tag verlassen. Am 27.05.2009 ging es weiter nach Yverdon, welches nach 21km erreicht wurde. Heute am 28.05.2009 ist ein Erholungstag in Yverdon vorgesehen. Am frühen Morgen des 29.05.2009 geht der Marsch weiter nach Morges, welches 38km von Yverdon liegt.                                                                                    Teilnehmerliste                            mehr Bilder

Paris empfängt Dalai Lama im Juni als Ehrenbürger

china-observer.de, 26.05.2009

 

China News, Pressemitteilungen und Nachrichten: Paris empfaengt Dalai Lama im Juni als EhrenbuergerUngeachtet chinesischer Drohungen empfängt die Stadt Paris das Oberhaupt der Tibeter, den Dalai Lama, im Juni als Ehrenbürger. Der Dalai Lama komme im Rahmen einer Europareise nach Frankreich, damit die Hauptstadt ihm die Ehrenbürgerschaft übertragen könne, bestätigte das französische Außenamt am Dienstag. Die Stadt Paris handele “unabhängig” von der Regierung auf eigene Initiative. Bürgermeister Bertrand Delanoë hatte unlängst gesagt, er wolle sich keineswegs in Chinas innere Angelegenheiten einmischen. “Aber es kommt auch nicht in Frage, dass ich auf meine Überzeugungen verzichte.” Delanoës Sprecher zufolge wird der Dalai Lama vom 6. bis 8. Juni in Frankreich sein. Der Pariser Stadtrat hatte vergangenes Jahr beschlossen, das geistliche Oberhaupt der Tibeter zum Ehrenbürger zu ernennen. Die chinesische Regierung drohte daraufhin mit “heftigen Widerstand”. China verbitte sich eine Einmischung in seine inneren Angelegenheiten. Frankreich und die Volksrepublik beendeten erst vor wenigen Wochen die monatelange Eiszeit, die wegen des Dalai Lama entstanden war. Frankreich unterstütze eine mögliche Unabhängigkeit Tibets “im Sinne des Prinzips der Nichteinmischung” in keiner Weise, erklärten die beiden Staaten im April.

Die kommunistische Regierung in Peking hatte ein Gipfeltreffen mit der Europäischen Union platzen lassen, als Sarkozy - der seinerzeit den EU-Ratsvorsitz hatte - sich im Dezember mit dem Dalai Lama traf. Schon zuvor war China verstimmt, weil Unterstützer von Tibet den Lauf mit dem Olympischen Feuer in der französischen Hauptstadt gestört hatten. China herrscht seit 1951 in Tibet nachdem es ein Jahr zuvor Truppen in das zentralasiatische Hochland geschickt hatte. Der Dalai Lama floh nach einem gescheiterten Aufstand 1959 aus Tibet und lebt seitdem im indischen Exil.

Präsident des tibetischen Exilparlaments bei Landeshauptmann Durnwalder

provinz.bz.it, 22.05.2009

 

17 Projekte hat das Land in den letzten Jahren zur Unterstützung der Exiltibeter umgesetzt, rund 600.000 Euro sind so nach Nordindien geflossen. Heute (21. Mai) war der neue Präsident des tibetischen Exilparlaments im indischen Dharamsala, Penpa Tsering, bei Landeshauptmann Luis Durnwalder, um diesen über die Entwicklungen in Tibet zu informieren und mit ihm neue Hilfsprojekte zu besprechen.

Freundschaftszeichen: Der neue exiltibetische Parlamentspräsident Penpa Tsering mit LH Durnwalder und Günther Cologna von der Tibetinitiative (Foto: LPA/Pertl)

Freundschaftszeichen: Der neue exiltibetische Parlamentspräsident Penpa Tsering mit LH Durnwalder und Günther Cologna von der Tibetinitiative (Foto: LPA/Pertl)

"Einer bedrohten Minderheit zu helfen, dazu beizutragen, dass ihre Identität gestärkt wird und einen kleinen Beitrag zu ihrem kulturellen Überleben zu leisten, ist uns Südtirolern natürlich ein besonderes Anliegen, verfügen wir doch aufgrund unserer Geschichte über die nötige Sensibilität", so Durnwalder nach dem Treffen mit dem neuen Präsidenten des tibetischen Exilparlaments. Seit Jahren gehöre die Förderung der Exiltibeter zu den Schwerpunkten der Entwicklungszusammenarbeit des Landes und auch derzeit fördere man Projekte.

In diesem Jahr wird etwa der Bau eines Schülerheims im indischen Mundgod abgeschlossen, das exiltibetischen Kindern den Besuch einer Schule erleichtern soll. "Schließlich gehört die Ausbildung der Jugend zum Um und Auf, will ein Volk überleben und sich entwickeln", so der Landeshauptmann. Dieser Tage wird mit Hilfe der Region zudem ein Schulbus angekauft, der ebenfalls den exiltibetischen Schülern in Mundgod zugute kommen soll. "Den Kauf des Busses haben wir bei unserer Projektreise im Vorjahr vereinbart", so Durnwalder. Mit Penpa Tsering besprochen hat der Landeshauptmann auch zwei weitere Projekte, die derzeit zur Begutachtung im Landesamt für Kabinettsangelegenheiten aufliegen. Es geht um die Förderung der Gesundheitsversorgung in Panam in Tibet sowie um den Bau eines Mädchenheims in Dharamsala. Zur Sprache kam heute schließlich auch die Situation in Tibet, die der Parlamentspräsident Durnwalder geschildert hat. "Nach wie vor strebt Tibet nach Unabhängigkeit, wobei die Chancen dafür nicht besonders gut stehen", so der Landeshauptmann. Ein Autonomiemodell wie jenes von Südtirol könne eine Kompromisslösung sein. "Dabei gilt natürlich, dass ein solches Modell nie eins zu eins übertragen werden kann und sich in den Verhandlungen mit China herauskristallisieren wird, wie weit die Autonomie reichen kann", so Durnwalder.

Treffen zwischen China und EU in Prag

China warnt EU vor zu engen Beziehungen zu Dalai Lama

dasjournal.net, 22.05.2009

Erstmals seit dem Streit um Tibet halten die Europäische Union und China am Mittwoch einen Gipfel ab.

Zu dem Spitzentreffen auf der Prager Burg (Beginn 13.45 Uhr) wird der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao erwartet. Von EU-Seite nimmt unter anderem der tschechische Präsident Vaclav Klaus teil, dessen Land derzeit den Ratsvorsitz innehat. Im Zentrum der Beratungen stehen die Wirtschaftsbeziehungen sowie der Klimaschutz.

Peking warnte die EU vor dem Gipfel erneut vor zu engen Beziehungen zum Dalai Lama. Den ursprünglich für Dezember geplanten Gipfel hatte China abgesagt. Als Grund führte Peking den Besuch des Dalai Lama beim französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy an, der im vergangenen Halbjahr den EU-Ratsvorsitz innehatte.

ICT: "Europäer dürfen sich nicht von China spalten lassen" / Auf dem EU-China-Gipfel ist klare Haltung gefordert - Europa soll aktivere Rolle in der Tibet-Frage spielen

ad-hoc-news.de, 19.05.2009

Am 20. Mai findet in Prag der im vergangenen Dezember abgesagte EU-China-Gipfel statt. Wie die Absage des Gipfels durch die chinesische Seite gezeigt hat, ist die Wichtigkeit der Tibet-Frage für die wechselseitigen Beziehungen kaum zu überschätzen. Kai Müller, Geschäftsführer der International Campaign for Tibet (ICT), sagt dazu: "Die Absage des EU-China-Gipfels zeigt nicht nur exemplarisch die Bedeutung Tibets für die Beziehungen zwischen Europa und China, sie macht auch deutlich, wie wichtig eine klare und unzweideutige Haltung der gesamten EU in der Tibet-Frage ist. Die Europäer dürfen sich nicht von der chinesischen Regierung spalten lassen. Die unklare europäische Haltung zur Tibet-Frage ist ein schwerer strategischer Fehler, mit dem sich die EU nur selbst Schaden zugefügt hat."                                                                                                                                           mehr...

 

 

Dalai Lama sprach über einstigen Betrug der chinesischen kommunistischen Partei

epochtimes.de, 18.05.2009