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Verfassungstag vom Samstag, 8. September 2007

Bilder News


Benefitparty for Tibet, Sektion Aarau im
Provitreff, Sihlquai240, 8005 Zürich.
Bilder News


Unterdrückung der Religionsfreiheit in Tibet hält unvermindert an

Die Bestrebungen der chinesischen Regierung, die Reinkarnationen der tibetischen religiösen Würdenträger zu regulieren, stellen einen weiteren Akt der Kontrolle über das tibetische Volk dar und sind ein massiver Angriff auf die Religions- und Glaubensfreiheit, erklärte Freedom House, Washington D.C., am 16. August 2007.

Das chinesische Staatsbüro für religiöse Angelegenheiten veröffentlichte auf seiner Website ein neues Regelwerk, das verlangt, Reinkarnationen von "lebenden Buddhas" (tibetischen Mönchen höchsten Ranges) müßten künftig von den chinesischen Behörden gebilligt werden. Offensichtlich mit Blick auf den gegenwärtigen Dalai Lama, der in Nordindien im Exil lebt, untersagen die Vorschriften ausdrücklich die Anerkennung "lebender Buddhas" durch Mönche, deren Wohnsitz sich nicht in China befindet. Das neue Regelwerk wird am 1. September in Kraft treten.

Inside Tibet


Dalai Lama kommt zu Besuch nach Hessen

Der Dalai Lama kommt am 22. September zu einem öffentlichen Auftritt nach Hessen. Das geistliche Oberhaupt der Tibeter wird an diesem Tag im Freilichtmuseum Hessenpark in Neu-Anspach eine rund einstündige Rede zum Thema Freundschaft halten, wie die Parkverwaltung am Montag berichtete. Begrüßt wird der Dalai Lama vom hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch.
Nach Angaben des Hessenparks ist das Freilichtmuseum am 22. September ab 09.00 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet. Besuchern wurde geraten, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Das geistliche Oberhaupt werde neben seinem öffentlichen Auftritt auch den Hessenpark im kleinen Kreis besichtigen. Das Freilichtmuseum verdeutlicht den Besuchern neben alten Handwerkstechniken das dörfliche Leben in Hessen während der letzten vier Jahrhunderte


Touristenansturm auf Tibet

 

Zugtickets nach Lhasa gehören in diesem Sommer zu den am schwersten zu erhaltenden Fahrkarten in China, da weit mehr Touristen als erwartet in die südwestchinesische autonome Region Tibet reisen.

Tibet hat nach Angaben des regionalen Tourismusamtes bis Ende Juli 1,7 Millionen Besucher empfangen.

Das Amt sah sich gezwungen, seine am Jahresanfang geschätzte Zahl von 3 Millionen Touristen für das ganze Jahr 2007 auf 3,5 Millionen hochzusetzen. Der Zustrom an in- und ausländischen Touristen habe, zusammen mit dem Drang die höchste Eisenbahnstrecke der Welt zu bereisen, zu einer saisonalen Knappheit an Fahrkarten von und nach Lhasa geführt, sagt Wang Xinwen, Leiter des Hauptbahnhofs von Lhasa.


Inside Tibet


Die Tibeter in Lhasa brechen unter dem Zustrom chinesischer Migranten zusammen

 

Wie das Tibetische Zentrum für Menschenrechte und Demokratie, tchrd.org,am 3. August berichtete, leiden die Tibeter in Lhasa ungeheuer unter dem unablässigen Zustrom chinesischer Migranten, die derzeit in noch nie dagewesener Zahl aus dem chinesischen Kernland in die Stadt strömen.

Schwere Regengüsse in Südasien und speziell in China haben im chinesischen Tiefland verheerende Überschwemmungen verursacht. Die Schäden sind katastrophal, Hunderttausende von Häusern und Siedlungen fielen den Fluten zum Opfer.

Inside Tibet


Sommerfest horgen 24/25  08.2007

Bilder News


1. Song Contest der TGSL - 2007 -

1. Preis Gutschein Fr. 200.-gesponsort von Restaurant Tibetasia, Zurich.
2. Preis Gutschein Fr. 100.- gesponsort von Restaurant Tibetan Kitchen, Zürich

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Aufstand für Freiheit, Wahrheit und Gerechtigkeit

Appell zu Gunsten Rongye Adak aus Lithang  
 

Diese Nachricht gäbe es gar nicht, wenn er nicht das Wort ergriffen hätte, aber dann wäre die Unterdrückung eben in aller Stille weitergegangen, der Schmerz wäre in den Herzen der Menschen begraben geblieben und niemand hätte darüber gesprochen. Und alles wäre „normal“ geblieben.

Rongye Adak (oder Runggye Adrak), ein zutiefst religiöser Mann aus Lithang von 53 Jahren, brach die Stille und sprach die Wahrheit aus, die Wahrheit, die in den Herzen seiner Landsleute verborgen lag. Rongye Adak ist Familienvater und ein in der Gegend Yonrou Kha-shul im osttibetischen Lithang beheimateter Nomade, der sich für das soziale Wohl seiner Gemeinschaft einsetzt.

Inside Tibet


Exil-Tibeter fordern Boykott der Olympischen Spiele in Peking

Neu-Delhi - Tausende Exil-Tibeter haben in den USA und Indien gegen Peking als Austragungsort der Olympischen Spiele 2008 protestiert. In Neu-Delhi gingen rund 10.000 Menschen auf die Straße und forderten Freiheit für die Himalaya-Region.

In New York zogen rund 1000 Kundgebungsteilnehmer vor das chinesische Konsulat. Viele trugen tibetische Fahnen und hielten Transparente mit der Aufschrift hoch: "Boykottiert Olympia 2008 in Peking." Die chinesische Hauptstadt hatte kurz zuvor mit einer pompösen Feier den Countdown für die Olympischen Spiele in einem Jahr gestartet.

International

Überwachung und Restriktionen in Lhasa und Umgebung ausgeweitet

Dem TCHRD liegen bestätigte und zuverlässige Informationen über Vorgänge in Tibet vor, die durch den Hungerstreik ausgelöst wurden, den junge Tibeter in Delhi durchführten und bei dem sie von vielen tausend Tibetern aus allen Lebensbereichen begleitet wurden. Diese eindrucksvolle Kundgebung hat die Tibeter in Tibet tief berührt.

Zuverlässigen Informationen zufolge haben die chinesischen Behörden in Lhasa und Umgebung strikte Anweisungen an alle Reisebüros erteilt, daß sie während der nächsten Tage keinerlei Hilfe oder Beistand für im Ausland lebende Tibeter erbringen dürfen, die nach Lhasa reisen wollen. Im Falle der Zuwiderhandlung werden ihnen folgenschwere Konsequenzen wie die Schließung ihrer Agenturen angedroht.

Inside Tibet

Dalai Lama appelliert an Schweizer

Eidgenossen sollen im Tibet-Konflikt vermitteln

Der Dalai Lama wünscht sich von der Schweiz eine «konstruktive Rolle» bei der Lösung des Tibet-Konflikts. (reuters)

Der Dalai Lama setzt in der Tibet-Frage offenbar auch auf die Schweiz. In einem Interview ermuntert das spirituelle und politische Oberhaupt der Tibeter die Schweiz, «eine konstruktive Rolle zu spielen».

Dies könnte zu ernsthaften Gesprächen mit der chinesischen Regierung führen, so der Dalai Lama gegenüber dem Sonntags Blick.

Switzerland

TYC announces end of first phase of People’s Movement

TYC is expected to hold the General Body Meeting by the end of August 2007. As the current Central Executive Committee’s (CENTREX) 3-year term ends later this month, the new members will be elected during the body meeting.
Dharamsala: August 11: Tibetan Youth Congress (TYC) president, Mr Kelsang Phuntsok Godrukpa today formally released a statement stating reasons for calling off the indefinite Hunger Strike, which was discontinued on Thursday in New Delhi. The statement also announced the end of the first phase of the much hyped TYC led “People’s Movement”.

India


Dalai Lama ruft Tibeter zum Ende ihres Hungerstreiks auf

14 Menschen protestieren in Neu Delhi

derStandard.at, 07.08.07

75 years old Lobsang rests on the 26th day of indefinite hunger strike organised by TYC in New Delhi, India on Thursday, 2nd August, 2007. Photo by Tenzin Dasel/Phayul.com(Photo: Phayul)

Neu-Delhi - Der Dalai Lama hat 14 Tibeter zur Aufgabe ihres Hungerstreiks aufgefordert, mit dem diese in Neu-Delhi gegen China protestieren. Zwar sei ihr Einsatz höchst ehrenhaft, erklärte das geistliche Oberhaupt der Tibeter am Dienstag. Der Tod weiterer Landsleute bringe die gemeinsame Sache aber wohl nicht voran. Denn es sei es sehr unwahrscheinlich, dass ihre Opferbereitschaft China zu Zugeständnissen veranlasse. Die Demonstranten kündigten dennoch an, ihren 31-tägigen Hungerstreik fortzusetzen. Zudem
sollte es am Mittwoch in der indischen Hauptstadt zu einem Massenprotest mit Tausenden Teilnehmern kommen.

Die Hungerstreikenden, von den der älteste 75 Jahre alt ist, fordern von China unter anderem Auskunft über den Verbleib des Panchen Lama, der im überwiegend buddhistischen Tibet als zweithöchstes geistliches Oberhaupt verehrt wird. Die Menschenrechtler vermuten China hinter dessen Verschwinden, was die Volksrepublik bestreitet. Seit 1995 wird der damals Sechsjährige vermisst. Zudem verlangen die Tibeter von China ein Bekenntnis zu den Menschenrechten und eine Unterstützung der Entwicklung Tibets. China
hatte die Himalaya-Region 1950 annektiert. Der Dalai Lama lebt seit einem gescheiterten Aufstand gegen die kommunistische Herrschaft 1959 im indischen Exil. (Reuters)

Eine Million Chinesen trotzen Kritik

365 Tage bis zu Olympischen Spielen

Über eine Million Menschen haben in Peking den Countdown für die Olympischen Spiele in einem Jahr eingeläutet. Die Vorbereitungen werden begleitet von Kritik an der Pressefreiheit, den Menschenrechten und der Tibet-Politik Chinas. US-Politiker fordern gar ein Boykott der Olympischen Spiele

In der Morgensonne exerzierten die über eine Million Menschen in Parks im ganzen Stadtgebiet gemeinsame Übungen. Das Hauptereignis des Tages sollte eine Gala auf dem Platz des Himmlischen Friedens sein – dort, wo Truppen vor 18 Jahren den pro-demokratischen Aufstand blutig niederschlugen.

Inside China

Tibetans hold massive rally to shame Olympics host China

Tibetans living in exile hold the Tibetan national flag during a protest in New Delhi August 8, 2007. Thousands of Tibetans marched through New Delhi on Wednesday, shouting slogans and waving flags in protest against China's actions in Tibet at the start of the one-year countdown to the Beijing Olympics. REUTERS/Desmond Boylan

Thousands of Tibetans marched through New Delhi on Wednesday, shouting slogans and waving flags in protest against China's actions in Tibet at the start of the one-year countdown to the Beijing Olympics.
In one of the biggest rallies by Tibetans in India, about 10,000 Tibetans, including maroon-robed Buddhist monks and women in traditional costumes, bellowed their demands, asking China to prove it was upholding the rights of people living in Tibet.

India

Beijing police detain two more Tibet activists

Chinese police detained another Tibetan independence activist on Wednesday in Beijing, when she tried to meet International Olympic Committee (IOC) officials visiting the city for the one-year countdown to the 2008 Olympics.

Lhadon Tethong, executive director of New York-based Students for a Free Tibet (SFT), was detained as she was en route to Beijing's Tiananmen Square, Kate Woznow of SFT told Deutsche Presse-Agentur dpa by telephone from Hong Kong.

IOC President Jacques Rogge and top Chinese officials planned to join a celebration of the one-year mark in the square on Wednesday evening.

Inside China

Sechs Tibet-Aktivisten an Großer Mauer verhaftet

Menschenrechtler aus Kanada, den USA und Großbritannien hatten zur Befreiung des besetzten Landes aufgerufen. In einem neuen Bericht bezeichnete amnesty international die Menschenrechtslage in China als „katastrophal".

In China sind sechs Aktivisten für die Unabhängigkeit Tibets verhaftet worden. Die aus Kanada, den USA und Großbritannien stammenden Menschenrechtler hätten an der Großen Mauer ein Transparent mit der Parole: „Eine Welt, ein Traum, befreit Tibet 2008“ aufgehängt, berichtete der britische Sender BBC. Ein Jahr vor Beginn der Olympischen Spiele in China am 8. August 2008 protestierten sie damit gegen anhaltende Menschenrechtsverletzungen in der Volksrepublik. Die Menschenrechtler werfen China den Angaben zufolge vor, mit den Olympischen Spielen seinen Anspruch auf Tibet festigen zu wollen. Tibet ist seit 1951 von China besetzt. Der Protest dauerte rund zwei Stunden, bis die Polizei einschritt. In einem neuen Bericht bezeichnete auch amnesty international die Menschenrechtslage in China als „katastrophal“. Die Spiele würden als Vorwand genutzt, um im Namen der Sicherheit verstärkt gegen Menschenrechtsverteidiger und Journalisten vorzugehen. Ausländischen Berichterstattern sei zwar etwas mehr Spielraum zugestanden worden. Die nationale Pressefreiheit sei jedoch weiter stark eingeschränkt. Auch das Internet werde immer noch massiv zensiert.

Internationale Pressespiegel

Erste grosse Protestwelle erreicht China
 

Genau ein Jahr vor dem Beginn der Olympischen Spielen in Peking schwappt China eine gewaltige Welle des Protests gegen die Politik der Kommunistischen Partei entgegen.

Heute forderte eine Gruppe von 37 chinesischen Regimekritikern die Regierung in einem offenen Brief zur Achtung der Menschenrechte auf. Anwälte, Autoren und Akademiker hatten das Schreiben unterzeichnet und im Internet sowie über die Nachrichtenagentur AFP veröffentlicht.

An der Grossen Mauer vor den Toren Pekings starteten zudem ausländische Aktivisten eine Aktion, indem sie ein Banner mit der Aufschrift «Free Tibet» entfalteten. Am Tag zuvor hatte die Organisation «Reporter ohne Grenzen» mit einer Aktion vor dem Hauptquartier des Organisationskomitees BOCOG für Aufsehen gesorgt. Auch die Menschenrechts-Organisationen «Human Rights Watch» und «Amnesty International» kritisierten die Lage in aktuellen Stellungnahmen stark.

Internationale Pressespiegel

India not game as Tibet plays football

New Delhi - Football’s universal appeal probably comes from its ability to be ridiculously simple at getting itself kick-started. All you need is to tell your mates to remember to get the ball along. Once that’s achieved, finding a place is never going to be a headache. Heavy irony for a ‘National’team that’s lost the ground beneath its feet,because it is only football that you still turn to.

On Saturday — rainy in parts, humid in most — Team Tibet ran from pillar to post, quite literally, so that they could play a football match. They had the ball, they had the men in good number. All they asked for was a place to play. For most part of the day, the story of the last two days kept repeating itself like some stuck spool of tape — the game kept running the risk of being a non-starter.


India

Tagesspiegel, 03.08.07

 

China geht rigoros gegen Anhänger des Dalai Lamas vor

 

In China gibt es immer wieder vereinzelte Stimmen, die die Rückkehr des Dalai Lama fordern. 200 Tibeter bezahlen den Einsatz für ihr geistiges und religiöses Oberhaupt nun mit Haft.
 

PEKING - Die chinesische Polizei hat 200 protestierende Tibeter festgenommen. Das berichtet Radio Free Asia. Der Vorfall ereignete sich während eines traditionellen Pferde-Festivals in Lithang, einer von Tibetern bewohnten Region der westchinesischen Provinz Sichuan. Auslöser sei die Festnahme eines 53-jährigen Tibeters gewesen, der auf einer Bühne unter anderem gesagt habe: "Wenn wir den Dalai Lama nicht nach Hause einladen können, werden wir keine Religionsfreiheit und kein Glück in Tibet haben."

Zahlreiche Tibeter hätten gegen die Festnahmen protestiert, woraufhin Polizisten Warnschüsse abgegeben hätten, um die Menge aufzulösen, erklärte eine Nichtregierungsorganisation. Polizei und Armee sagten, der Vorfall sei ihnen unbekannt. Die chinesische Armee ist 1951 in Tibet einmarschiert. Nach einem fehlgeschlagenen Aufstand der Bewohner flüchtete der Dalai Lama nach Indien, wo er seit 1959 in Dharamsala eine Exil-Regierung führt. Die Zugehörigkeit des Autonomen Gebiets Tibet zur Volksrepublik China ist umstritten. (mit AFP)


Festnahme in Lithang wegen friedlicher politischer Demonstration


Am 1. August 2007 hielt die Verwaltung des Distrikts Lithang eine offizielle Feier zum 80. Gründungstag der Volksbefreiungsarmee (PLA) ab. Zahlreiche Menschen aus den verschiedensten Bevölkerungsschichten in der Gegend von Lithang kamen, um dieser offiziellen Feier und dem berühmten jährlichen Pferderennen beizuwohnen. Unmittelbar vor Beginn der Veranstaltung etwa um 11Uhr, als der Hauptgast, die Offiziellen und das Publikum bereits an ihren Plätzen waren, begab sich Ronggay Adrak, ein 52jähriger Nomade aus der Nomadensiedlung Yonru, Distrikt Lithang, TAP Kardze, auf die Bühne, um dem Lithang Kyabgyon, dem Oberlama des Klosters Lithang, einen traditionellen Khatag (Begrüßungsschal) umzuhängen. Dann ergriff Ronggay Adrak das Mikrophonund schrie vor versammelter Menge “Der Dalai Lama muß nach Tibet zurückkehren“, „Laßt den Panchen Lama frei“, „Tibet will Unabhängigkeit“ hinein. Dann rief er die Leute auf, sich nicht länger um Weideland, Wasser und das Sammeln von yartsa gunbhu (cordyceps sinensis) zu streiten.

Inside Tibet

Menschenrechtler beklagen mangelnde Fortschritte in China

Ein Jahr vor den Olympischen Spielen zeigt China nach Ansicht von Menschenrechtlern "keine bedeutenden Fortschritte" in Menschenrechtsfragen. Aus Sorge um die Stabilität verschärften die Behörden vielmehr die Kontrolle chinesischer Aktivisten und Medien, um jeden Protest vor den Spielen zu ersticken, beklagte heute die in New York ansässige Menschenrechtsorganisation Human Rights in China (HRiC) in einem Bericht zum 8. August, wenn der Countdown für die Spiele ein Jahr vor der Eröffnungsfeier beginnt. Exiltibeter riefen zu einem "globalen Aktionstag für Tibet" auf. Am Jahrestag sind Protestaktionen an chinesischen Botschaften in der Hauptstädten der Welt geplant. Dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) soll eine Petition übergeben werden, in der freier Zugang für Journalisten in Tibet gefordert wird.

 

International

Exil-Tibeter wollen zur Olympiade

unikosmos.de, 29.07.07

Die 10.000-Meter-Läuferin Lhazom Pünkang will 2008 in Peking für Tibet antreten

Die 10.000-Meter-Läuferin Lhazom Pünkang will 2008 in Peking für Tibet antreten
(Foto: Public Address)

Eine Gruppe aus Tibet stammender Sportler will 2008 an den Olympischen Spielen in Peking teilnehmen. "Es wäre der Traum von uns jungen, sportlichen Tibetern, wenn wir mit der tibetischen Flagge dort ins Stadion einmarschieren könnten", sagte die 10.000-Meter-Läuferin Lhazom Pünkang in Hamburg am Rande der Dalai-Lama-Vorträge im Tennisstadion am Rotherbaum. Zusammen mit etwa 20 weiteren Sportlern, die ihre Wurzeln in Tibet haben, engagiert sich die Schweizerin für das Team Tibet. Bis zum 8. August werden die Sportler ein entsprechendes Antragsgesuch beim Internationalen Olympischen Komitee einreichen.

Tibet ist seit fast 50 Jahren von China besetzt und hat nicht selbst den Status einer anerkannten Nation. Es gebe aber auch für Länder, die keine anerkannte Nationen sind, die Möglichkeit, an den Olympischen Spielen teilzunehmen, so Kampagnenleiterin Daniela Lehmann. "Es würde den olympischen Grundgedanken 'Völkerverständigung' und 'Teilnehmen ist alles' entsprechen". Die Sportler wollen mit ihrem Engagement auch auf die Situation in Tibet aufmerksam machen.

www.supportteamtibet.org

China nennt Dalai Lama «Separatist»

Das geistliche und politische Oberhaupt der Tibeter, Dalai Lama, wird von China als "Separatist" beschimpft.

China hat scharfe Kritik am Dalai Lama geübt. Er strebe unverändert eine Abspaltung Tibets von der Volksrepublik an, sagte der Vizeregierungschef der Autonomen Region Tibet, Nyima Cering, bei einem Treffen mit ausländischen Journalisten in Lhasa.

Die Forderungen des exilierten religiösen Oberhaupts der Tibeter nach weitgehender Autonomie für sein Volk innerhalb der alten Grenzen Tibets sei nur eine «taktische Anpassung» und zeige keine wirkliche Änderung seiner Haltung, zitierte die Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag den Vizegouverneur. Der Dalai Lama sollte mit konkreten Taten beweisen, dass er ein Streben nach Unabhängigkeit aufgegeben habe. «Bislang haben wir solche Schritte nicht gesehen.»

Inside Tibet

Freiburg: Der Dalai Lama eroberte die Herzen

Buddhistische TFoto: Thomas Kunzage: Der Dalai Lama hat seine Botschaft des Friedens und des Dialogs der Religionen auch nach Freiburg getragen. Tausende kamen, um ihn zu sehen.

Zum Abschluss seines elftägigen Deutschlandbesuchs hat der Dalai Lama am Sonntagmorgen zum Dialog der Religionen aufgerufen.
Keine Glaubensrichtung dürfe für sich einen Alleinstellungsanspruch erheben, sagte das geistliche und politische Oberhaupt der Tibeter. Gefragt sei ein Miteinander.

International

Hunger Strikers appeal to Tibetan NGOs to work together: Day 18

 Today marks the eighteenth day of the Indefinite Hunger Strike.  The robust and healthy-looking hunger strikers in the first week of July have now turned feeble, pale and skinny after surviving only on water for eighteen days.   
 
Visitors from all corners throng to the hunger strikers. This morning, the representatives from the four main Tibetan NGOs (Tibetan Women's Association, National Democratic Party of Tibet (NDPT), Gu-chu-sum, and Students for a Free Tibet), who are also jointly organizing a campaign againstthe Beijing Olympics in Delhi on 4 August 2007, paid a visit to the hunger strikers to express their solidarity and admiration to the hunger strikers.

India

The People's Movement: A March forward

TYC Press Statement 


The People's Movement is an effort to bring about a renewed vigour and vitality in the Tibetan movement.  History proves that a massive people's participation in large numbers has made significant differences in the struggle for freedom and justice.  The Tibetan Youth Congress (TYC) has formed this movement as a new strategy to push the Tibetan cause towards a higher level.

India

Dalai Lama - Neue Heimat Hamburg

 „Dort wo es einem gut geht, wo man sich wohl fühlt, da ist die Heimat. Und diejenigen, die einem Gutes tun, sind die Eltern.“ Entspannt, alterslos sitzt der Dalai Lama da. Und beantwortet mit dem tibetischen Sprichwort die Frage, ob er hoffe, seine Heimat Tibet noch einmal zu sehen. „Nun, in dieser Woche genieße ich die positive Atmosphäre in Hamburg, und zumindest für diese neun Tage ist Hamburg meine Heimat.“ Sprühend vor Energie, blickt der Zweiundsiebzigjährige auf die Gesprächspartner. Dabei hat er schon tagelang ein dichtes Programm absolviert.
 

International

Die Macht der Ohnmacht - Der Dalai Lama im Gespräch

Das Erste (ARD), 23.07.07

Der Dalai Lama im Gespräch mit NDR-Reporter Niemann

Video - Die Macht der Ohnmacht - Der Dalai Lama im Gespräch [neues Fenster]

Besuch des Dalai Lama in Freiburg

Hoher Gast in der Münsterstadt

Am Samstag und Sonntag ist der Dalai Lama, das weltliche und geistliche Oberhaupt Tibets, zu Gast in Freiburg. 7.000 Menschen wollen am Samstagnachmittag seinen öffentlichen Vortrag über das Thema "Wiedergeburt und Erziehung" in der Rothaus-Arena miterleben. Am Vormittag wird der Dalai Lama ein spirituelles Bauwerk im Garten des Tibet-Kailash-Hauses feierlich eröffnen.

Wenn der 14. Dalai Lama am Samstagmorgen von Hamburg kommend in Lahr landet, beginnt für die Freiburger Polizei ein Großeinsatz, bei dem über 100 Polizisten tätig sein werden. Die baden-württembergische Landesregierung stuft - vermutlich aus Rücksicht auf die chinesischen Handelspartner - die Visite des Dalai Lama nicht als Staatsbesuch ein. Deshalb ist Patrick Ries, Leiter der Führungsgruppe der Freiburger Polizei, für die Sicherheit des Dalai Lama verantwortlich: "Der Dalai Lama ist in der höchsten Sicherheitsstufe eingestuft, obwohl wir keine Hinweise auf eine eventuelle Gefährdung oder Störungen haben. Ein Problem werden sicher die begeisterten Zuschauer sein, die ein solches Ereignis auch sehr nah miterleben möchten. Unsere Hauptarbeit wird darin bestehen, den Dalai Lama dabei unbeschadet zu erhalten."

International

Koch lobt und tadelt Peking

China- und Tibet-Reise

Fünf Tage lang weilte Ministerpräsident Koch auf dem "Dach der Welt" (Bild: hr)

Am Dienstagnachmittag ist Ministerpräsident Roland Koch (CDU) von seiner zehntägigen China- und Tibet-Reise zurückgekehrt. In Peking hatte er die chinesische Führung kritisiert und an sie appelliert, einen echten Dialog mit dem Dalai Lama aufzunehmen.

Wenn einer eine Reise tut, kann er was erzahlen. So auch Hessens "Landesvater". Erstmals besuchte Koch Tibet. Auf Einladung der chinesischen Regierung sollte er sich ein anderes Bild vom "Dach der Welt" machen – und sehen, wie China die wirtschaftliche Situation Tibets täglich verbessere. Koch besichtigte nicht nur Klöster, Tempeln und den Potala-Palast des ins Exil geflüchteten Dalai Lamas, sondern sprach auch mit einer ausgewählten Bauernfamilie und mit Vertretern der tibetischen Regierung.

International

„Dalai Lama – nur blabla“

Wie der Dalai Lama das Hamburger Publikum mit kindlichen Weisheiten bezaubert.

© Videostill: Skrollan Alwert für ZEIT online

Das ist schon ein seltsamer Heiliger. Wird es ihm während der Übersetzung seiner weisen Aussprüche langweilig, albert er auf dem feierlich geschmückten Podium herum wie ein Kind, kratzt sich am nackten Oberarm, der aus der roten Mönchsrobe lugt, betrachtet aufmerksam seine Zehen, die in Badelatschen stecken, oder grinst im Publikum Bekannten (oder auch Unbekannten, wer kann das schon sagen) freundlich zu. Nein, das politische und religiöse Oberhaupt eines Volkes stellt man sich normalerweise anders vor, irgendwie würdiger. Doch der „ozeangleiche Lehrer“, Seine Heiligkeit der 14. Dalai Lama von Tibet, Tenzin Gyatso, zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass er so gar nichts Besonderes aus sich macht.

 Interview

„Erste Anzeichen von Frustration“

In Hamburg hat der Dalai Lama mit seinen buddhistischen Belehrungen begonnen. Vor rund 5000 Zuhörern im halb vollen Tennisstadion am Rothenbaum führte das tibetische Oberhaupt in die „400 Verse“ des indischen Meisters Aryadeva ein. Das Werk zählt zu den Klassikern des Buddhismus. Im Interview spricht er über das Leben der Tibeter in China und die Möglichkeiten einer Autonomie.

Ihre Heiligkeit, Sie setzen sich seit zwei Jahrzehnten für eine demokratische Selbstverwaltung der Tibeter in China ein. Der von Ihnen verfolgte „Mittelweg“ zwischen der jetzigen Besetzung und der Unabhängigkeit Tibets hat bisher aber nicht weitergeführt. Die chinesische Regierung scheint an Verhandlungen nicht interessiert zu sein. Im Gegenteil, in jüngster Zeit werden auch Sie persönlich wieder scharf angegriffen. Ist das nicht ein schlechtes Zeichen?

 Interview

«Die Menschenrechtslage in Tibet ist sehr ernst»

Interview mit Dalai Lama

Hamburg/dpa. Der Dalai Lama ist zur Zeit auf seiner längsten Deutschlandreise in Hamburg. Bei seinen Vorträgen im Tennisstadion am Rothenbaum vor jeweils 10 000 Menschen betonte der Friedensnobelpreisträger die Entwicklung von Mitgefühl für eine friedvollere Welt. Am Montag gab der Dalai Lama ausgewählten Journalisten ein Interview.

Ihre Heiligkeit, wie ist die Situation der Menschenrechte in Tibet?

Interview

Einfache Sätze, schwere Begeisterung

HAMBURG - Er kichert glucksend und ansteckend, schüttelt sich schier vor Lachen, knufft seinem Gegenüber in die Seite, weil er sich so köstlich amüsiert. Er wirkt wie ein netter Kerl, Lachfalten dominieren in seinem Gesicht. Der Mann, der so vergnügt im Schneidersitz in seinem Sessel sitzt, ist ein Religionsführer und gewissermaßen auch ein Staatschef, das geistliche und weltliche Oberhaupt der Tibeter. Den Friedensnobelpreis hat er auch.
 

International

 Tibetische Kultur lebt – im Exil

SOMMERWOCHE / Die österreichische Tibeter-Gemeinschaft veranstaltet das erste Sommerlager für Kinder. Für Interessierte wird damit diese Kultur im Exil erlebbar und erlernbar.

 

Die Teilnehmer an der Sommerwoche für tibetische Kinder mit Kulturstadtrat Hannes Heide (links im Bild) und Organisatorin Tseten Zöchbauer (vorne, zweite von links) von der Tibeter-Gemeinschaft Österreichs.
Wird das Projekt ein Erfolg, soll es im kommenden Jahr mit weiteren tibetischen Kindern aus der Schweiz wiederholt werden, wobei man auch auf Spenden angewiesen ist.

Zur Zeit jedenfalls (und zwar noch bis zum 26. Juli) findet das erste Sommerlager für tibetische Kinder in Lauffen statt – um dabei diese Kultur auf spielerische Art und Weise erlebbar zu machen und das gegenseitige Kennenlernen zu fördern, beherrschen doch die meisten tibetischen Kinder in Österreich ihre Muttersprache nicht mehr.

International

Koch sieht Chancen für Annäherung

Ein Hesse in China: Roland Koch besuchte am Sonntag den "Sommerpalast" bei Peking.Roland Koch hat sich optimistisch über mögliche neue Gespräche zwischen Chinas Regierung und der geistlichen Führung der Tibeter geäußert. Hessens Ministerpräsident glaubt an eine Annäherung noch zu Lebzeiten des Dalai Lama.
 
Koch, der sich zurzeit auf einer Reise durch China und Tibet befindet, sagte dem Nachrichtenmagazin "Focus", die autonome Region Tibet könne nach dem Tod des Dalai Lama zu einem Pulverfass werden. In der chinesischen Regierung gebe es Kräfte, die diese Gefahr sähen. Eine Verständigung müsse deshalb noch zu Lebzeiten des Dalai Lama in Gang kommen.

International

"Eine harmonische Gesellschaft kann nicht mit Waffen erzwungen werden"

Hamburg (ots) - In einem ausführlichen ARD Exklusiv-Interview sprach Tibets geistliches und politisches Oberhaupt, der 14. Dalai Lama, über den kulturellen Völkermord in seiner Heimat, den drohenden Untergang der tibetischen Kultur, die informellen Gespräche mit den kommunistischen Machthabern in Peking, eine ...

International

Mythos Tibet

Der Dalai-Lama, das geistliche und weltliche Oberhaupt der Tibeter, weilt in Hamburg. In Deutschland ist er beliebter als der Papst, und weltweit hat er vielleicht schon mehr Fans als die Rolling Stones zu ihren besten Zeiten. Während seiner Vortragswoche wird er selbst zwar über Buddhismus und universelle ethische Fragen sprechen, doch wo der prominenteste Flüchtling der Welt zu Gast ist, spielt immer auch Politik eine Rolle. Denn seit rund 50 Jahren fordern die Tibeter im Exil ihr Land zurück.

International

Hamburg-Besuch des Dalai Lama sorgt für Zorn in Peking

-Der Dalai Lama hat die Industrieländer zu mehr Verantwortung für die Entwicklungsländer aufgefordert. Die chinesische Regierung kritisierte Deutschland wegen des Besuchs des geistlichen und politischen Oberhaupts der Tibeter scharf.

Der Dalai Lama in Hamburg bei einer Pressekonferenz: Peking wirft dem Dalai Lama vor, Tibet spalten zu wollenWir leben in einer Welt und wir müssen mehr Aufmerksamkeit darauf richten, wie wir die Kluft zwischen Arm und Reich verringern können», sagte der Friedensnobelpreisträger am Freitag in Hamburg. In den USA steige die Zahl der Millionäre, gleichzeitig lebten immer mehr Menschen in Armut. «Diese Kluft ist nicht nur moralisch falsch, sondern auch der Ursprung vieler gesellschaftlicher Probleme», sagte das geistliche und politische Oberhaupt der Tibeter vor Journalisten.

International

Das geheime Leben der Dalai Lamas

Die Geschichte der Gottkönige von Tibet

Ein ausgewogenes Bild tibetischer Geschichte und Kultur. 

Geschichte und Mythologie Tibets, dessen weltlicher und geistlicher Führer - der Dalai Lamas - sowie deren Religion - der Buddhismus - verknüpft Alexander Norman in dem prall gefüllten Kompendium Das geheime Leben der Dalai Lamas. Die Geschichte der Gottkönige von Tibet detailliert und tiefgründig.

Noch heute gilt Tibet als "heilige Stätte", als "Weisheitskern der Welt". Seine Menschen werden als "Hüter einer spirituellen Schatzkammer" und seine Religion als "innere Wissenschaft der höchsten Erkenntnisse" betrachtet.

Buchbesprechung

Kammer und Senat schweigen für China

Auch wenn er im Schatten des Dalai Lama steht, ist Samdhong Rinpoche offiziell gewähltes politisches Opberhaupt der Exil-Tibeter. Bei seinem Besuch in Hamburg aber will niemand den Premier empfangen. Die guten wirtschaftlichen Beziehungen der Hansestadt zu China stehen auf dem Spiel.

Samdhong Rinpoche ist Regierungschef der Exilregierung Tibets.

Er steht im überlangen Schatten des Dalai Lama: Auch beim Hamburg-Besuch des geistlichen Oberhaupts Tibets bleibt der Exilpremierminister des asiatischen Bergstaats, Samdhong Rinpoche (67), eher abseits des öffentlichen Interesses. Bis Samstag weilt der hochrangigste tibetische Politiker als Teilnehmer des buddhistischen Nonnenkongresses in der Hansestadt.

International

Der Dalai Lama und die sieben Missverständnisse

Er ist hierzulande beliebter als der Papst - obwohl ihn und seine Ansichten kaum einer richtig kennt. Jetzt kommt der Dalai Lama für zehn Tage nach Deutschland. Höchste Zeit, mit ein paar Irrtümern aufzuräumen.

Hamburg - Der tibetische Mönch Padmasambhava hat vor mehr als 1200 Jahren eine erstaunliche Prophezeiung gemacht: "Wenn Eisenvögel durch die Luft fliegen, wird der Buddhismus Richtung Westen kommen." Er kam sogar schon früher: Schopenhauer und Nietzsche empfahlen die fernöstliche Religion als Alternative zu einem als langweilig und bedrückend empfundenen Christentum.

International

Der "Ozeangleiche" Lehrer

Der Dalai Lama erzählt eine Geschichte

Wem in diesen Julitagen die großen Events fehlen, wer sich wehmütig an das Fußball-Sommermärchen des vergangenen Jahres erinnert oder an die Love Parade, die traditionell in diesen Tagen durch Berlin zog, kann sich nun mit einer Großveranstaltung trösten, die kaum weniger exotisch und bunt ausfallen wird wie seinerzeit die Techno-Dauerparty im Tiergarten: Nächstenliebe statt Love Parade heißt die Devise, rote Roben statt Raver-Outfit. 30.000 Fans fernöstlicher Weisheit werden in Hamburg erwartet, um IHM zuzujubeln, seiner Heiligkeit persönlich, dem "Gott zum Anfassen", wie ihn der (sonst so religionskritische) Spiegel feiert. Kein Zweifel, der Dalai Lama, der am Donnerstag zu einem zehntägigen Besuch nach Deutschland kommt, ist derzeit der größte Popstar der Innerlichkeit.

International

Mit einem Lächeln

Das Oberhaupt der Tibeter, der Dalai Lama, besucht Deutschland


HAMBURG  Der "Ozean der Weisheit" gluckst. Oder flüstert. Oder schweigt. Egal in welchem Aggregatzustand: Der Dalai Lama füllt jeden Raum, in dem er sich gerade befindet. Es ist das außergewöhnliche Charisma dieses Religionsführers, das einen Teil seiner Faszination ausmacht. Ein anderer ist seine bizarre Geschichte – und die einzigartige Rolle, die er auf der politischen Weltbühne spielt: Reinkarnation eines Gottes, König ohne Land, hofierter Flüchtling oder Unperson auf Zeit, freundlicher Friedensmahner, stiller Popstar der Weltreligionen, Stachel im Fleisch profitorientierter China-Politiker. Heute kommt das geistliche und weltliche Oberhaupt der Tibeter für zehn Tage zu Besuch nach Deutschland.

International

Bescheidener Star aus der Ferne

Frieden, Globalisierung und Buddhismus - Der Dalai Lama beginnt heute seinen Besuch in Hamburg

Seine Botschaften sind schlicht, sein Erscheinen ist bescheiden. Doch wo immer der 72-jährige Dalai Lama auftritt im dunkelroten Mönchsgewand, mit altmodischer Goldrandbrille und braunen Krepp-Sohle-Schuhen, berührt er sein Gegenüber. Im New Yorker Central Park so wie bei einer Pressekonferenz im Wiesbadener Landtag oder im Kurpark der Landeshauptstadt vor 20 000 jubelnden Zuhörern im Sommer 2005. Nur in Peking nicht, bei den Machthabern, die sein Land seit 1950 besetzen.

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Dalai Lama umjubelt wie ein Popstar

Wo sonst in Hamburg Tennishelden wie Federer & Co die Bälle wechseln, hält das geistliche Oberhaupt Tibets vor 15.000 Menschen einen Vortrag über ein glückliches Leben, Frieden und Gewaltlosigkeit. Während der Übersetzung vom Englischen ins Deutsche sorgte der D