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Schienen ins Verderben

Tibet: Bahn über das "Dach der Welt" wird zu verstärkter Präsenz des chinesischen Militärs führen

von Richard Gere

Irgendwo an der Strecke zwischen Lhasa und Peking: Tibetische Arbeiter warten auf den Anschluss an die moderne Zivilisation

Die höchste Eisenbahntrasse der Welt – von Peking nach Lhasa/Tibet – ist eine verblüffende Ingenieursleistung und ein Beleg für die wachsende Bedeutung Chinas. Zugleich aber ist sie eine der größten Bedrohungen Chinas für die unverwechselbare religiöse, kulturelle und sprachliche Identität Tibets. Um es mit den Worten eines bekannten tibetanischen Mönchs zu sagen, der in einem chinesischen Gefängnis gestorben ist:  

International News

Bahnverbindung von Shanghai nach Tibet

(China.org.cn, Xinhua, 22. September 2006) 

Das Shanghaier Amt für Eisenbahnwesen hat bekannt gegeben, dass die neue Verbindung zwischen Shanghai und Tibet am 1. Oktober, dem chinesischen Nationalfeiertag, ihren Betrieb aufnehmen soll.

Die 4373 Kilometer lange Reise wird 53 Stunden und 13 Minuten dauern. Der Zug nutzt dabei Abschnitte der Strecken Beijing-Shanghai, Lianyungang-Lanzhou, Lanzhou-Xining und Qinghai-Tibet.

Die Züge sind aus 15 Waggons zusammengesetzt, darunter zwei Schlafwagen erster Klasse, sieben Schlafwagen zweiter Klasse sowie vier Sitzwagen zweiter Klasse, einem Restaurantwagen und

Tibet News

Neue Eisenbahn führt zu Touristenansturm

Die Welt.de, 22.09.06

Wieder fallen Chinesen in Tibet ein, diesmal in friedlicher, aber nicht weniger zerstörerischer Mission. Das Dach der Welt ist das beliebteste Reiseziel der Volksrepublik. Naturschützer warnen vor fatalen Auswirkungen für die Umwelt.

Peking - Chinas spektakuläre Tibet-Eisenbahn hat kaum ein Vierteljahr nach ihrer Eröffnung zu einem touristischen Massenansturm auf das seit Jahrhunderten abgeschiedene Dach der Welt geführt. Der Einfall der Reisenden hat sogar die gelenkte chinesische Presse aufgeschreckt. "Der Tourismus nach Tibet darf nicht wie ein Wirbelwind angefacht werden", warnte die in Peking erscheinende "China Business Times".

 Tibet News

Menschenrechte zum Thema machen!

GAL-Bürgerschaftsfraktion, 12.09.06Logo

 Anlässlich der Eröffnung der "China Time 2006" und des Besuchs des chinesischen Ministerpräsidenten in Hamburg macht die GAL-Bürgerschaftsfraktion die Lage der Menschenrechte in China zum Thema. Sie hat dazu den tibetanischen Menschenrechtler, Autor und Publizisten Jamyang Norbu eingeladen. Norbu hat in seinem jüngsten Buch "Buying the dragon's teeth" den Zusammenhang zwischen dem wirtschaftliche Erfolg und der mangelhaften Menschenrechtslage in China dargestellt. International News

272.700 Passagiere und 37.400 Tonnen Frachtgut transportiert

(China.org.cn, Xinhua, 20. September 2006) 

Seit Eröffnung der Qinghai-Tibet-Eisenbahn am 1. Juli 2006 wurden auf der Strecke bereits 272.700 Passagiere und 37.400 Tonnen Frachtgut transportiert. Rund 40 Prozent der Passagiere waren Touristen, 30 Prozent Geschäftsleute und der Rest Studenten, Wanderarbeiter, Händler sowie Menschen, die ihre Verwandten in Tibet besucht haben, sagt Jin Shixun, Direktor des Komitees für Entwicklung und Reform des chinesischen Autonomen Gebiets Tibet. "Die Qinghai-Tibet-Eisenbahn hat Tibet in eines der begehrtesten Reiseziele Chinas verwandelt", sagt Jin.

Im Juli und August war Tibet Gastgeber für 913.000 in- und ausländische Touristen und nahm 942 Millionen Yuan (94,2 Millionen Euro) ein.

Tibet News

Tibeter innerhalb der United Front zum stellvertretenden Minister ernannt

Die Arbeitsweise des United Front Work Departmentes - ein Blick hinter der Fassade

 von Tenzin N. Emchi

Gemäss einem Bericht der Zeitung "Sing Tao Jih Pao" aus Hong Kong vom 12.09.06, wurde Sitar als einer der ersten Tibeter im Range eines stellvertretenden Ministers im Central United Front Ministerium berufen. Sitar wurde die Leitung des kürzlich neu geschaffenen siebten Büros für tibetische Angelegenheiten übertragen. Er ist 52 Jahre alt und stammt aus Osttibet. Sitar ist durch seine Tätigkeiten in der chinesischen Botschaft in Dheli sowie des chinesischen Konsulats in Zürich vielen Exil Tibetern bekannt.   

Tibet News

Tibetischer Abt aus Sichuan verhaftet

Radio Free Asia (RFA), 7. September 2006

Unabhängigkeit zusammenhängen, die vor einem Jahr stattfand.

„Am 23. August verhafteten chinesische Sicherheitsbeamte Khenpo Jinpa aus dem Kloster Choktsang Taklung im Dorf Choktsang, Distrikt Serda (auch Serthar), Präfektur Kardze“, berichtete ein Anrufer aus der Region dem RFA-Reporter in Dharamsala und fügte hinzu: „Sie stürmten ohne Vorwarnung in sein Zimmer und

Tibet News

Peking verteidigt Zensurerlass gegen Merkel-Kritik

Spiegel Online, 14.09.06

Die kritischen Worte der Kanzlerin stoßen auf taube Ohren: Angela Merkel hatte anlässlich der Berlin-Visite des chinesischen Ministerpräsidenten Wen Pressefreiheit in China angemahnt - Peking verteidigte umgehend den neuen Zensurerlass.

Berlin/Peking - Gerade bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking werde eine freie Presse "ein ganz wichtiger Punkt" sein, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) heute nach einem Treffen mit dem chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabao in Berlin. Merkel betonte, sie habe deutlich gemacht, dass die Menschenrechte "unveräußerlich sind und überall gelten". Wen erklärte daraufhin lediglich, auch die chinesische Regierung lege großen Wert auf den Schutz der Menschenrechte.

 Bild: Jan Bauer, AP

International News

Leserbriefe im "Der Spiegel" Nr. 33/2006, China: SPIEGEL-Gespräch mit dem KP-Chef von Tibet, Zhang Qingli, über die Rolle des Dalai Lama und Pekings Religionspolitik

Die Aussagen des Parteichefs der so genannten Tibetischen Autonomen Region über den Dalai Lama sind erschütternd und entlarvend. Wer Kritikern an der Politik der allmächtigen KP in China offenbar das Menschsein abspricht, disqualifiziert sich als Politiker. Doch leider deckt sich diese Hasstirade mit der Realität in Tibet: Menschenrechte werden nach wie vor mit Füßen getreten. China könnte ein wirklich mächtiges und international geachtetes Land sein. Aber nicht mit Politikern vom Schlage eines Zhang Qingli.

 Intl. News

Verleihung des "Congressional Gold Medal" an Seine Heiligkeit

 Washington D.C. -  Der US-amerikanische Kongress hat gestern beschlossen, dem Dalai Lama  die "Congressional Gold Medal" und damit die höchste Auszeichnung zu verleihen, die eine Privatperson in den Vereinigten Staaten erhalten kann. Diese Ehrung wird ihm für sein gewaltfreies Eintreten für die Menschenrechte zuteil und ist Ausdruck dafür, welche große Unterstützung das geistige Oberhaupt Tibets weltweit nach wie vor genießt. 

Der Antrag für die "Congressional Gold Medal" erhielt breite Unterstützung, 387 Politiker beider Flügel des Repräsentantenhauses und des Senats, die mehr als zwei Drittel des Kongresses darstellen, stimmten dem Vorhaben zu. 

International News

PGU-Hilfe für zweites Waisenhaus

Westdeutsche Allgmeine, 14.09.06 

Unna. Bereits seit 2000 gestaltet die Unesco-AG des Pestalozzi-Gymnasiums jedes Jahr einen Kalender, dessen Erlös einem Waisenhaus in Tibet zugute kommt. Auch für das Jahr 2007 wurde ein solcher Kalender (Bild) entworfen, der ab sofort zu haben ist.  International News

Pekings Wirtschafts- und Entwicklungspolitik eine Gefahr für Tibet

China muss auf Defizite in Wirtschaft und Menschenrechten deutlich hingewiesen werden
 

   Hamburg (ots) - Die chinesische Wirtschaftspolitik bedroht Kultur und Gesellschaft Tibets. "Tibeter haben keine Möglichkeit, über ihre wirtschaftliche und gesellschaftliche Zukunft zu entscheiden und werden stattdessen durch ein fremdes Entwicklungsmodell systematisch an den Rand der Gesellschaft gedrängt", kritisierte Kai Müller, Geschäftsführer der International Campaign for Tibet Deutschland (ICT) aus Anlass des Staatsbesuches von ...   International News

Tibet-Reisen ohne Sondergenehmigung

Focus Online, 12.09.06

Ausländische Touristen sollen schon in naher Zukunft unkompliziert nach Tibet reisen können. Weitere InformationenVom 1. Oktober an werde die bisher nötige Sondergenehmigung zur Reise in das größte Hochland der EChina: TibetReisen ohne Sondergenehmigungrde entfallen, kündigte der Vizeregierungschef der Autonomen Region Tibet, Wu Jilie, in Lhasa vor einer Gruppe Schweizer und deutscher Journalisten an. Die Regierung in Tibet bemühe sich, noch bestehende Reisebeschränkungen aufzuheben und mehr Gebiete Tibets für den Tourismus zu öffnen, zitierten die Journalisten am Dienstag den hohen Funktionär. Bei dem Treffen bestätigte Wu Jilie, dass Tibet noch immer die ärmste Region Chinas sei. Um dies zu ändern, solle der Tourismus weiter entwickelt werden, sagte der ...

Tibet News

Angst vor Sabotage entlang der Tibet-Eisenbahnlinie

TibetInfoNet, 25.08.09

In der chinesischsprachigen Presse inner- und außerhalb der Volksrepublik China (VRCh) tauchten Einzelheiten über die drakonischen Sicherheitsmaß-nahmen an der kürzlich eröffneten Qinghai-Tibet-Eisenbahnlinie auf. Obwohl bisher nichts über größere Sabotageakte bekannt wurde, zeigen diese Maßnahmen, wie sehr sich die chinesische Führung der Störanfälligkeit des Projekts bewußt ist.

Dem kritischen Blatt Boxun News und der Hongkonger Zeitung Daily Economy zufolge führten die Behörden kurz vor Eröffnung der neuen Bahnlinie an den

 Tibet News

SUPERLATIVE IN TIBET

China baut zweithöchsten Flughafen der Welt

hina will Tibet mit aller Gewalt erschließen. Nach der höchstgelegenen Eisenbahnstrecke der Welt will die Regierung einen neuen Flughafen im Himalaja erbauen. Nach dem tibetischen Airport in Qamdo wäre er der zweithöchste der Welt.

Peking - Erst vor wenigen Wochen hat China die Eisenbahnstrecke von Golmud in der chinesischen Provinz Qinghai bis in die tibetische Hauptstadt Lhasa eröffnet. Die Verlängerung der höchstgelegenen Bahnstrecke der Welt bis ins benachbarte Nepal ist bereits geplant. Doch damit ist der Bauprojekte der Superlative nicht genug: Inzwischen haben die Bauarbeiten für den weltweit zweithöchsten Flughafen begonnen.

Der Airport entstehe auf 4280 Meter Höhe in Kangding (tibet. Dartsedo - historische Grenze Tibet / China - Anm. der Redaktion) im Südwesten Chinas

Tibet News


Bilder vom Sommerfest der Tibetergemeinschaft in Horgen

Bilder News

Gebet für den Dalai Lama in der Fabrik

Kirchenbotenonline

Religionsunterricht (5) – Jeden Sonntag besucht der 13-jährige Tenzin Shitsetsang den tibetischen Unterricht in Rikon. Hier lernt er Tibetisch schreiben und lesen und wozu man den Glücksschal, die «Khata», verschenkt.

Gesang klingt durch den Raum. An den Wänden hängen Bilder von Gottheiten, und auf dem Altar mit einer Buddha-Statue und einem Foto des Dalai Lama brennen Kerzen. Tenzin Shitsetsang singt kräftig mit. Jeden Sonntag um 9 Uhr kommt der 13-Jährige hierher nach Rikon zum tibetischen Unterricht. Allerdings nicht ins tibetische Kloster im Ort, sondern in ein verlassenes Fabrikgebäude: In der Alten Spinnerei Kuhn Rikon hat der Tibeterverein Rikon sein Versammlungslokal. Neben dem Altar Local News

Konfusion um die Richtung des Freiheitskampfes

RANGZEN-CHARTA: ANHANG

von Jamyang Norbu

Woran es in der Debatte über die Frage "Was ist in der Tibet-Frage zu tun?" ganz gewiss nicht fehlt, sind hirnrissige Beiträge, wie etwa die von chinesischen Dissidenten im Westen, denen zufolge die Tibeter sich für die Förderung der Demokratie in China einsetzen sollten, deren Verwirklichung dann positive Voraussetzungen für eine "wahre" tibetische Autonomie schaffen werde - mit anderen Worten: die die tibetische Unabhängigkeit einfach überflüssig machen würde. Eine andere Idee, die aus einer eher frommen Richtung kommt, will, dass 

Tibetische Autoren

TIBET - Gewalt gegen Kinder

 (Bericht "Gesellschaft für bedrohte Völker, Österreich)

 Tibet Bericht

 

„Flucht über den Himalaya“

Neue Rheinische Zeitung August 2006

Folgen der menschenverachtenden Politik Chinas in Tibet

Jeden Winter überqueren mehr als 100 Kinder bei eisiger Kälte und unter großen Gefahren das größte Gebirge der Welt. Sie fliehen aus ihrer Heimat Tibet. Dabei riskieren sie die Inhaftierung in chinesischen Gefängnissen, erfrorene Gliedmaßen und sogar ihr Leben. Warum schicken Eltern ihre Kinder durch diese weiße Hölle über Pässe mit 6.000 Meter
n Höhe? Tibet Tamding

 

 

International News

46. Verfassungstag in Dharamsala / Indien

 

 

 

Bilder News Dhasa

Tibet im Jahre 1000

Der Siegeszug des Buddhismus  

UNIPRESS – Heft Nr. 104, Universität Bern April 2000

Das 10. und 11. Jahrhundert markieren in der Geschichte Tibets einen Wendepunkt. Diese beiden Jahrhunderte sahen die Herausbildung der buddhistisch geprägten Kultur Tibets, wie wir sie vor der chinesischen Okkupation in der Mitte unseres Jahrhunderts kannten. Vor allem zwei Namen stehen für den Prozess der religiösen und kulturellen Erneuerung, der im ausgehenden 10. Jahrhundert einsetzte: Rinchen Sangpo (Rin chen bzang po) und Atisha. Beiden kommt während der „zweiten Verbreitung“ des Buddhismus eine Schlüsselrolle zu für die Entwicklung der kulturellen und religiösen Identität des tibetischen Volkes.

 History of Tibet 

Prostitution in Tibet

Ungünstige Bildungspolitik treibt tibetische Mädchen in die Prostitution

 
Dank der anhaltenden Bemühungen Chinas, die tibetische Region zu entwickeln und modernisieren, verwandelt sich Lhasa, die Hauptstadt Tibets, die einst ein geheiligter buddhistischer Wallfahrtsort war, immer mehr in ein Eldorado der Prostitution. Die Zunahme des fleischlichen Gewerbes bleibt den Augen von Außenstehenden raffiniert verborgen. Die vorgeblichen Friseursalons und Bars verwandeln sich nachts in Bordelle. Die Prostituierten sind in der Regel zwischen 16 und 40 Jahren alt, es gibt aber auch jüngere. Auf Grund unzureichender Bildung und fehlender beruflicher Qualifikation gehen sie in der Hoffnung, daß ihnen das so verdiente Geld eine bessere Zukunft ermöglicht, in die Prostitution. In den Bordellen findet man sowohl chinesische als auch tibetische Frauen, wobei Chinesinnen besser bezahlt werden als Tibeterinnen.    

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