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China und der Dalai Lama verhandeln
wieder
zeit.de,
26.01.2010
Die US-Regierung sicherte den Unterhändlern ihre
Unterstützung zu. Die Vereinigten Staaten befürworteten den Dialog,
um "langjährige Streitigkeiten" anzugehen, sagte ein
Außenamtssprecher. Man hoffe auf "positive Ergebnisse" und eine
Grundlage für weitere Gespräche.
China, das den Himalayastaat 1951 besetzt hat, sieht
Tibet als Teil seines Staatsgebiets an. Der Dalai Lama lebt seit
1959 im indischen Exil. Peking wirft ihm vor, auf die Unabhängigkeit
Tibets von China hinzuarbeiten.
Unterhändler des Dalai Lama und der chinesischen
Regierung verhandeln seit 2002 über den Status Tibets. Die vorerst
letzten Gespräche hatte China 2008 für gescheitert erklärt. Die
exiltibetischen Vertreter hatten weitgehende Autonomie für die
Tibeter innerhalb Chinas gefordert, was Peking allerdings empört
zurückwies.
Ein Sprecher des Dalai Lama bezeichnete das Treffen
als einen "wichtigen Schritt" auf der Suche nach einer "beiderseitig
akzeptierten Lösung" in der Tibetfrage. Allerdings sind chinesische
Konzessionen gegenüber den Tibetern keineswegs sicher. Nach einem
Bericht der BBC sagte Präsident Hu Jintao, China werde jeden Versuch
der "Sabotage" durch tibetische Unabhängigkeitsbefürworter
unterbinden.
Im März 2008 hatte es in der Hauptstadt Lhasa und
anderen Gebieten Tibets heftige Unruhen gegeben. Die Regierung
machte das geistliche Oberhaupt der Tibeter für den Ausbruch der
Gewalt verantwortlich. Nach Angaben der tibetischen Exilregierung
starben bei der Niederschlagung der Proteste mehr als 200 Tibeter.
Die chinesische Regierung räumte die Tötung eines Tibeters ein und
warf den Aufständischen vor, sie hätten 21 Menschen getötet.
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