Im Rahmen des «Protestivals für Tibet» machte die Tibet Initiative Deutschland (TID) mit nach eigenen Angaben mehr als 50 Aktionen in 30 Städten auf die «anhaltend dramatische Menschenrechtssituation in Tibet» aufmerksam. Peking habe sich mit seinem Vorgehen in Tibet und mit seiner fortwährenden Einschränkung entscheidender Freiheitsrechte als Gastgeber der Spiele disqualifiziert, erklärte TID-Vorsitzender Wolfgang Grader.
«Wir schauen uns nicht tatenlos die Propagandaspiele eines autoritären Regimes an. Unser Protest gilt der längst überfälligen Verwirklichung von Freiheit, Gerechtigkeit und Selbstbestimmung in Tibet und China», sagte Grader. Die Exiltibeterin und TID-Vorstandsmitglied Dalha Agyitsang forderte die internationale Staatengemeinschaft auf, sich auch nach den Spielen für eine Lösung der Tibet-Frage einzusetzen.
Zülch kritisierte, die chinesische Botschaft in Berlin habe sich trotz mehrfacher Aufforderung geweigert, eine «China Olympia Petition» der Gesellschaft für bedrohte Völker anzunehmen. Er warf China vor, «Konzentrationslager» zu betreiben und «Organzwangstransplantationen» vorzunehmen. «Es sind keine Spiele der Offenheit, der Völkerverbindung, es sind Spiele der Repression», sagte Zülch.
In Hamburg wollte der Verein der Tibeter in Deutschland am Donnerstagabend auf dem Ida-Ehre-Platz mit 20 bis 40 Teilnehmern eine Mahnwache abhalten, wie Polizeisprecher Holger Vehren mitteilt.
