Indischer Sportler boykottiert Fackellauf
Neu
Delhi/Peking.
ap/baz. Der Fackellauf für die Olympischen
Spiele in Peking wird weiter von Protesten
gegen das chinesische Vorgehen in Tibet
begleitet. Der Kapitän der indischen
Fussballnationalmannschaft sagte seine
Teilnahme an der Staffel durch Neu-Delhi am
17. April ab. Es sei für ihn zwar eine
grosse Ehre, als Fackelträger ausgewählt
worden zu sein, aber er wende sich
entschieden gegen die «Unterdrückung und
Folter» seitens der chinesischen Behörden in
Tibet, sagte der buddhistische Sportler am
Dienstag der Nachrichtenagentur AP.
Olympisches Feuer in Kasachstan Proteste von Exil-Tibetern und deren Unterstützern gab es schon bei der Entzündung des Olympischen Feuers in Griechenland. Bei der Ankunft der Flamme in Peking herrschten am Montag strenge Sicherheitsvorkehrungen, um Demonstrationen zu verhindern. Am Dienstag wurde die Fackel für die nächste Etappe des Staffellaufs nach Almaty in Kasachstan gebracht. Das Olympische Feuer soll über eine Strecke von 137'000 Kilometern durch insgesamt 20 Länder auf fünf Kontinenten getragen werden - erstmals auch auf den Mount Everest, den höchsten Berg der Welt. Es ist der längste Fackellauf in der Geschichte der Spiele und auch derjenige mit den meisten Läufern. Protibetische Gruppen haben Proteste entlang der Route angekündigt. Die Olympischen Sommerspiele in Peking beginnen am 8. August. Journalisten weiter in ihrer Arbeit behindert In Tibet selbst herrschte am Dienstag gespannte Ruhe. Touristen wurden weiterhin nicht in die Region gelassen, doch wollte der Tourismusverband nach eigenen Angaben in Kürze darüber entscheiden, wann der Reiseverkehr wieder aufgenommen werden könnte. Erwartet wurde dies für Anfang Mai. Journalisten waren weiterhin in ihrer Arbeit eingeschränkt. Ein Reporter und ein Fotograf der Nachrichtenagentur AP wurden am späten Montagabend in einer tibetischen Region der Provinz Sichuan von der Polizei aufgehalten, obwohl dort das Einreiseverbot für Ausländer schon am vergangenen Donnerstag offiziell aufgehoben wurde. In Sichuan war es ebenso wie in Tibet selbst Mitte März zu schweren Unruhen gekommen. |
