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Tibet-Projekt ein halbes Jahr in Verzug
ORF.at, 16.01.07
Warten auf Vertrag
Tibet-Projekt
ein halbes Jahr in Verzug
Um
ein halbes Jahr hat sich bis jetzt das Tibet-Projekt in Hüttenberg
verzögert. Am Dienstag wird sich die Regierung mit dem Vertrag
zwischen Land und Rogner beschäftigen. Danach sollte es zügig voran
gehen, hoffen Gemeinde und Region.
Baubeginn im Herbst 2006 geplatzt
Jedes zweite Haus steht in Hüttenberg leer. Zwanzig Prozent der
Einwohner sind in den letzten zehn Jahren abgewandert und zwölf
Arbeitsplätze gibt es noch - das ist alles, was die Gemeinde heute
zu bieten hat.
Bereits im Herbst 2006 hätte mit dem Bau von Hotel, Kloster und
Privatuniversität begonnen werden sollen. Von dem 22 Millionen Euro
teuren Tibet-Zentrum am Bauplatz neben der Reiftanz-Arena ist jedoch
noch immer nichts zu sehen.
Schratter: "Noch mehr Abwanderung droht"
Bürgermeister Rudolf Schratter: "Es ist eine Überlebensfrage, weil
hier in Hüttenberg und Umgebung kaum Wirtschaftsbetriebe existieren,
die in der Lage sind, diese Region noch wirtschaftlich aufrecht zu
erhalten. Wenn dieses Projekt nicht begonnen wird, siedeln immer
mehr Leute weg und es wird tatsächlich zu einem verlassenen
Eisenbergbaugebiet, das vollkommen entvölkert wird."
Land hat noch nicht alle Entscheidungen gefällt
Nun ist das Land am Zug. Umwidmungsbescheide stehen aus; der Vertrag
zwischen Land und der Errichtergesellschaft Rogner wird am Dienstag
in der Regierung diskutiert.
Laut Zeitplan: Baubeginn im April
Will man den Zeitplan einhalten und im Sommer und Herbst 2008
eröffnen, dann muss Rogner im April mit den Bauarbeiten beginnen.
Viele private Investoren und Firmen, die zur nachhaltigen Belebung
von Hüttenberg beitragen wollen, warten jetzt, ob die Tibetträume
wahr werden. |