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Touristenrekord
in Tibet - Tibeter besorgt
China Information
Gateway
中国信息网,
December 19, 2007
by pixelpainter
 Die
Zahl der Touristen die nach Tibet gereist sind, haben einen neuen
Rekordwert erreichet, so berichten chinesischen staatlichen Medien.
Etwas mehr als vier Millionen Touristen besuchten Tibet im Jahr
2007, was einer Steigerung von 64% im Vergleich zum Vorjahr
bedeutet.
Der größte Zuwachs an Touristen ist
begründet durch die seit einem Jahr bestehende Eisenbahnverbindung
nach Lhasa. Nach offiziellen Aussagen begründet sich der Zuwachs
anhand einer besseren Vermarktung und der besseren
Verkehrsanbindung, einschließlich der umstrittenen
Hochgeschwindigkeitsbahn.
Kritiker sehen in der nun
existierenden Bahnverbindung lediglich eine Erhöhung der Kontrolle
über Tibet und eine weitere Aushöhlung der traditionellen
tibetischen Kultur.
Der lokale Parteisekretär der
kommunistischen Partei "Zhang Qingli" schwelgt hingegen in einer
rosaroten Wolke und meinte zum neuen Touristenrekord, dass "Tibet in
einem goldenen Zeitalter des Tourismus angekommen sei". Die
erwarteten Einnahmen aus dem Tourismus wurden mit 480 Millionen Euro
weit übertroffen und liegen 73,3% höher als im Vorjahr. "Zhang
Qingli" begrüßt daher sowohl die Anbindung über die Zuverbindung als
auch den neuen Flughafen die beide zum Anstieg der Touristen
beigetragen haben.
In der Vergangenheit konnte Lhasa
nur mit dem Flugzeug oder durch eine lange und mühsame Anreise
erreicht werden. Die Bahnstrecke, die vor 17 Monaten eröffnet wurde,
hat sowohl den Chinesischen Tourismus als auch den Handel in Tibet
verstärkt. Die neue Bahnverbindung ist aber zugleich auch die Sorge
vieler Tibeter.
Besorgt sind viele Tibeter vor allem
darüber, dass durch die Bahnverbindung nach Lhasa der Zustrom von
chinesischen Siedlern schneller ansteigt, damit auch die zahl der
chinesischen Unternehmen. In einigen Städten und Regionen sind die
Tibeter nun eine Minderheit "im eigenen Land".
In einer Erklärung des Dalai Lama im
März, warnte er davor, dass die Zahl der Siedler und Umweltschäden
in Tibet stark zugenommen hätten, seit die Bahnstrecke seine
Tätigkeit aufgenommen hatte. Er beschreibt sie als eine Quelle der
"tiefe Besorgnis".
Anfang dieses Monats wurde der Zug
dazu verwendet, um weitere chinesischen Truppen in der tibetische
Hauptstadt Lhasa zu bringen. Es verstärkt die Bedenken, dass China
mit der Bahnverbindung seine eigentliche Haltung gegenüber Tibet
zementiert.
China eroberte Tibet 1950. Eine
tibetische Exilregierung unter der Leitung des Dalai Lama, hat
seinen Sitz in "Dharamsala", im Norden Indiens.
Quellen:
news.bbc.co.uk (englisch) |