Zur Zeit jedenfalls (und zwar noch bis zum 26. Juli) findet das erste Sommerlager für tibetische Kinder in Lauffen statt – um dabei diese Kultur auf spielerische Art und Weise erlebbar zu machen und das gegenseitige Kennenlernen zu fördern, beherrschen doch die meisten tibetischen Kinder in Österreich ihre Muttersprache nicht mehr.
Erwachsene Tibeter – Künstler, Mönche, Lehrer, Nomaden – bringen den Kindern das Leben ihres Heimatlandes näher und auch die Lehren des Dalai Lama, des Exil-Oberhauptes der Tibeter, um sie im Alltag umzusetzen, bekräftigt Organisatorin Tseten Zöchbauer, die mit Unterstützung von Kulturstadtrat Hannes Heide dieses Sommerlager initiiert hat.
"Wir möchten unsere Kinder lehren, glücklich mit dem tibetischen Erbe leben zu können. -- TSETEN ZÖCHBAUER
Tibetische Gewohnheiten und Gepflogenheiten sollen alltäglich ge- und erlebt werden. Dies beinhaltet Gebete, das Einstudieren traditioneller Lieder und Tänze, Altarpflege oder die Zubereitung tibetischer Gerichte. Ergänzend dazu gibt es auch Ausflüge in die Umgebung.
Märchen, Tanz
und Musik aus Tibet
Schon jetzt sei Lhasa eine chinesische Stadt und es werde schwer sein, in Tibet die tibetische Kultur vor dem Einfluss der Chinesen zu schützen, betont Zöchbauer von der Tibeter-Gemeinschaft Österreich. Bad Ischl kennt sie gut (unter anderem vom Besuch des Dalai Lama oder auch durch die Zusammenarbeit mit Hubert von Goisern), und sie ist heute, Sonntag, 22. 7., Gastgeberin eines Abends mit tibetischem Essen (Momos) im Institut Via Sana in Lauffen. Zöchbauer wird auch Märchen aus ihrem Heimatland erzählen (19 Uhr). Interessenten sind willkommen, sollten sich aber anmelden – Reservierungen: Tel. (0664) 5088249 oder 2415655.
Am kommenden Mittwoch, 25. 7., gibt es dann im Stadtzentrum ab 19 Uhr Musik- und Tanzdarbietungen aus Tibet, einen Verkaufsstand und tibetische Spezialitäten.
Spendenkonto:
Raiffeisenlandesbank
BLZ 32000, Konto 5030671
