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Gewalt an tibetischen Kindern


ChiLLi.cc, 13.03.07

Auch tibetische Kinder leiden unter den Repressalien der chinesischen Administration


© pbase.comSeitdem Tibet von der Volksrepublik China annektiert wurde, hat sich die Situation für die einheimische Bevölkerung stark verschlechtert. Das Regime versucht alles, um die Tibeter in ihr kommunistisches System einzugliedern. Dies geht mit einem starken Identitätsverlust des Himalayavolkes einher. Selbst Kinder werden von Repressalien nicht verschont. Ein Beispiel dafür ist das mittlerweile sechzehnjährige Mädchen Dechen, aus einem zentraltibetanischen Dorf.

„Sie schlugen mich“
Mit zwölf Jahren schon wurde Dechen das Opfer der selbsternannten Schutzmacht China. Eines der wichtigsten Dinge für sie in ihrem noch sehr jungen Leben war der Buddhismus. Sie war auch mit einer Nonne aus einem buddhistischen Kloster befreundet, die sie ab und zu besuchte. Diese Besuche wurden ihr schließlich auch zum Verhängnis. Auf dem Heimweg wurde sie von der chinesischen Polizei aufgegriffen und ihr die Papiere abgenommen. „Sie gaben mir Ohrfeigen, und schlugen mich mit ihrem Schlagstock“, meint sie selbst schockiert über diesen Vorfall. Dennoch wurde sie nach ein paar Stunden Haft wieder frei gelassen. Schließlich hielt sie es in ihrer Heimat nicht mehr aus, und floh nach Indien.

Haft für Schüler
Vielen Kindern in Tibet ergeht es heutzutage wie Dechen. Vor allem durch das Erziehungssystem wird versucht die Kinder in die chinesische Gesellschaft zu assimilieren. Um dieses Ziel zu erreichen, ist selbst der Dalai Lama das Ziel von Diffamierungen, und den Kindern wird Angst und Respekt vor der chinesischen Führung eingeflößt. Der Polizeiapparat schreckt dabei nicht einmal zurück neunjährige Kinder zu foltern, oder die Kinder psychologisch zu manipulieren. Zwischen Kindern und Erwachsenen wird kein Unterschied gemacht. Selbst geringfügige Vergehen, wie Aufsässigkeit in der Schule können schon zu Haft führen.

Mädchen vergewaltigt
Selbst vor Missbrauch sind heranwachsende tibetische Mädchen nicht geschützt. Dechen selbst wurde nie Opfer, aber einige ihrer Freundinnen wurden sexuell misshandelt. „Die Aufseher in den Gefängnissen haben versucht die Mädchen zu reizen. Sie haben mir nie erzählt, was ihnen angetan wurde, aber angedeutet hatten sie es“, schildert Dechen ihre Erlebnisse.

Schätzungen der Menschenrechts-Organisation „Human Rights Watch“ (HRW) nach, fielen bisher zirka eine Million Tibeter dem chinesischen Besatzern zum Opfer – viele davon auch Kinder und Jugendliche. Da die chinesische Geheimpolizei vor allem Angst vor politischen Aktivismus hat, macht sie nicht einmal davor halt, Kinder wie Aktivisten zu behandeln.

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