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Schulterschluss
Taiwans mit Tibet

Berlin
- Trotz Einreiseverbot kam der taiwanische Präsidenten Chen
Shui-bian am 25. April 07 mit über 100 Politikern, Wissenschaftlern
und Journalisten in Berlin ins Gespräch – per Videokonferenz.
Er
bat dabei eindringlich um die deutsche Unterstützung für seine
Inselrepublik. Schließlich haben die Taiwaner nach langem Kampf
nicht eine Diktatur überwunden, um das Opfer einer anderen zu
werden. Präsident Chen erinnerte an die besondere Lage Berlins vor
der Wiedervereinigung. Ohne die Unterstützung der freien Welt wäre
die Stadt verloren gewesen.
Heute kämpfen die 23 Millionen Taiwaner um den Erhalt der
Menschenrechte, der Demokratie und des Friedens gegen die Drohung
der Volksrepublik China, den Inselstaat mit militärischer Gewalt zu
annektieren. Unter diesen Umständen eine „Wiedervereinigung“ zu
fordern, liege nicht im Interesse der taiwanischen Bevölkerung.
Präsident Chen betonte, dass eine Verbesserung der Beziehungen zu
China nur unter Beachtung folgender vier Prinzipien denkbar seien:
Demokratie, Frieden, Souveränität und Gleichberechtigung.
Auf der Konferenz kam es zu einem Schulterschluss Taiwans mit Tibet.
Präsident Chen bedauerte, dass die Volksrepublik China während der
letzten Jahre kaum Fortschritte auf dem Gebiet der Menschenrechte,
der Meinungs- und der Religionsfreiheit gemacht hat,
Errungenschaften, die für Taiwan selbstverständlich sind. Er
forderte die chinesische Regierung zur Verbesserung der
Menschenrechtssituation auf und setzte sich für die Bevölkerung in
Tibet ein.
Presse-Kontakt:
Presseabteilung
Taipeh Vertretung
Markgrafenstr. 35, 10117 Berlin
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