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USA: Harte Einschnitte im Auslandsrundfunk geplant
Satnews, 9. Februar 2007
Das
Broadcasting Board of Governors (BBG) der USA hat seine im
vergangenen Jahr vorgelegten, vom Kongress in Washington jedoch
bislang abgelehnten Planungen für einschneidende Kürzungen nicht nur
beibehalten, sondern mit der Anmeldung seines Finanzbedarfs für das
Haushaltsjahr 2008 noch weiter verschärft. Darüber berichtet das
Medienmagazin des Runddfunks Berlin-Brandenburg.
Die Planungen des BBG sehen nunmehr bei der Voice of America (VOA)
die Einstellung der Hörfunkprogramme in Albanisch, Bosnisch,
Georgisch, Griechisch, Hindi, Kantonesisch, Kroatisch, Mazedonisch,
Russisch, Serbisch, Thai und Usbekisch vor. Auch das englische
Nachrichtenformat "News Now" soll nach wie vor entfallen. Gekürzt
werden die Sendungen für Kasachstan, Tibet und die Ukraine sowie die
portugiesischsprachigen Programme für Afrika. Verschont bleiben
lediglich die Programme in Türkisch, die zunächst auch entfallen
sollten.
Bei Radio Free Europe/Radio Liberty beabsichtigt das BBG die
Einstellung der Sendungen in Mazedonisch, eine Kürzung der Sendezeit
für die Programme in Rumänisch, Serbokroatisch und Ukrainisch sowie
die Einschränkung der Kurzwellenübertragung des russischen
Programms. Radio Free Asia (RFA) soll wie die VOA seine Sendungen in
Kantonesisch einstellen sowie die Sendezeit für Tibet einschränken.
Ausgebaut werden sollen dafür in erster Linie die arabischen
Programme von Radio Sawa und dem Fernsehsender Alhurra. Für
Nordkorea sollen die VOA und RFA zusammen künftig zehn Stunden pro
Tag senden. Vorgesehen ist auch eine Verstärkung der
Sendeaktivitäten für Afghanistan, den Iran, Kuba und Venezuela.
Bei einer Zustimmung des Kongresses würden diese Schritte zum 1.
Oktober 2007 umgesetzt. Im vergangenen Jahr waren die schon damals
zur Einstellung vorgesehenen Programme zwar zunächst weitergeführt,
im Falle der Sendungen für Europa jedoch zum 1. Oktober 2006 bereits
auf Mittelwelle abgeschaltet worden. Zuvor hatten Beobachter betont,
dass die VOA ebenso wie die BBC nicht mehr hätte auf den
Militärputsch in Thailand reagieren können, wenn es dem BBG gelungen
wäre, die vorgesehenen Programmeinstellungen im Kongress
durchzusetzen. |