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Fragen zu Tibet an den
Bundesrat am 12. März 2007
Frage von Mario Fehr
Stärkeres Engagement für einen Dialog zwischen der tibetischen
Exilregierung und China.
Die Bundesrat
steht offenbar kurz vor dem Abschluss eines „Memorandums of
Understanding“ zwischen der Schweiz und China.
In
diesem Zusammenhang frage ich den Bundesrat an:
1. Ist
die Einhaltung der Menschenrechte bzw. der diesbezügliche Dialog
zwischen der Schweiz und China integraler Bestandteil dieses
Memorandums?
2. Wird
der Bundesrat ein solches Abkommen nutzen, um sich noch stärker für
einen Dialog zwischen der tibetischen Exilregierung und China zu
engagieren - mit dem Ziel, den berechtigten Anspruch des tibetischen
Volkes auf eine substantielle Autonomie zu verwirklichen?
Frage
von Oskar Freysinger
In den letzten
Tagen wurde über eine erhebliche Aufstockung des chinesischen
Militärbudgets berichtet. Der Dalai Lama hat immer wieder den
Wunsch geäussert, dass der Tibet eine Friedenszone ohne
Militarisierung sein soll.
- Ist
der Bundesrat bereit, die chinesische Regierung dazu einzuladen, die
chinesische Militärpräsenz im Tibet nicht zu
verstärken und sogar progressiv abzubauen?
Frage
von Maya Graf
48. Jahrestag
des Volksaufstandes in Tibet – Was tut die Schweiz?
Am 10. März 2007
jährt sich zum 48. Mal die blutige Niederschlagung des tibetischen
Volksaufstandes durch die chinesischen Invasoren. Gewaltfrei und
durch Dialog sucht der Dalai Lama seit Jahren eine Lösung für das
Tibetproblem. Doch die Gespräche mit Repräsentanten des Dalai Lama
hat die chinesische Regierung zurzeit leider ausgesetzt. In diesem
Zusammenhang möchte ich den Bundesrat fragen:
- Ist
der Bundesrat bereit, seine uneingeschränkte Unterstützung für den
Dialog zwischen der chinesischen Regierung und den Gesandten des
Dalai Lama zum Ausdruck zu bringen?
Frage von Urs Hoffmann
Situation der Menschenrechte in Tibet
Am 10. März 1959
wurde der tibetische Volksaufstand von chinesischen Truppen
niedergeschlagen. Den Bemühungen des Dalai Lama bzw. der
tibetischen Exilregierung, mit der Volksrepublik China auf
gewaltlosem Weg eine substanzielle Autonomieregelung für das
tibetische Volk zu erreichen, war bis heute kein Erfolg beschieden.
Vor diesem Hintergrund stelle ich dem Bundesrat die folgenden
Fragen:
-
Wie beurteilt
der Bundesrat die Situation der Menschenrechte in Tibet?
-
Hat sich die
Menschenrechtslage in den letzten Jahren verändert?
-
Auf welche
Grundlagen stützt der Bundesrat seine Beurteilung?
Frage
von Christa Markwalder
Tibet-Resolution des europäischen Parlaments
Das europäische
Parlament hat am 14.2.2007 eine Entschliessung verabschiedet zur
Förderung des Dialogs zwischen der chinesischen Regierung und des
Gesandten Dalai Lama. In diesem Zusammenhang bitte ich den Bundesrat
um die Beantwortung der folgenden Fragen:
-
Welche
Aktivitäten hat der Bundesrat unternommen, um den Dialog zwischen
der Volksrepublik China und dem Dalai Lama zu unterstützen?
-
Inwiefern
koordiniert der Bundesrat sein Engagement für eine friedliche und
befriedigende Lösung der Tibet-Frage mit den europäischen Ländern?
Frage
von Kathy Riklin
Im Februar
dieses Jahres hat das Europäische Parlament eine Tibet-Resolution
verabschiedet, welche der Regierung der Volksrepublik China und des
Dalai Lama nahelegt, trotz ihrer Differenzen in bestimmten
substanziellen Fragen den Dialog wieder aufzunehmen und
fortzusetzen, und zwar in einer Weise, die pragmatische Lösungen
ermöglicht, welche den Erwartungen des tibetischen Volkes Rechnung
tragen.
-
Welche Möglichkeiten sieht der Bundesrat - im Einklang und in
Koordination mit der EU - den Dialog zwischen der
chinesischen
Regierung und dem Gesandten des Dalai Lama zu unterstützen? |