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Exil-Tibeter
planen Gegen-Olympiade
20min.ch,
15.5.07
D rei
Monate vor den Chinesen wollen Exil- Tibeter in Indien im Mai 2008
eigene Olympische Spiele ausrichten. Damit soll die Aufmerksamkeit
der Weltöffentlichkeit auf die Besetzung ihres Heimatlandes
gerichtet werden.
So zitierte die indische Nachrichtenagentur IANS am Dienstag die
Veranstalter. Die tibetischen Olympischen Spiele sollen im
nordindischen Dharamsala stattfinden, wo der Dalai Lama, das
geistliche und weltliche Oberhaupt der Tibeter, im Exil lebt und
auch die tibetische Exilregierung ihren Sitz hat.
An den Spielen in Dharamsala können nach Angaben der Veranstalter
alle Tibeter teilnehmen. Sie müssten lediglich die Reisekosten
selbst übernehmen, für Unterkunft und Verpflegung werde gesorgt.
Wettkämpfe soll es in mehreren Disziplinen geben.
Zudem will auch in Peking ein «Team Tibet» antreten. «China wird
versuchen, Tibet und die tibetische Kultur zu benutzen, um das Bild
eines vereinigten China während der Spiele 2008 in Peking zu
zeichnen», sagte ein tibetischer Veranstalter.
Der Dalai Lama war 1959 vor chinesischen Besatzungstruppen nach
Indien geflohen und lebt seitdem in Dharamsala im Exil. Für seine
Heimat strebt er eine «sinnvolle Autonomie» an. Ziel sei es, Kultur,
Sprache, Spiritualität und die Umwelt Tibets zu bewahren. Der heute
71-Jährige erhielt 1989 den Friedensnobelpreis.
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