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Dalai Lama appelliert an Schweizer


Eidgenossen sollen im Tibet-Konflikt vermitteln

SF Tagesschau, 12.07.07

 Der Dalai Lama wünscht sich von der Schweiz eine «konstruktive Rolle» bei der Lösung des Tibet-Konflikts. (reuters)

Der Dalai Lama setzt in der Tibet-Frage offenbar auch auf die Schweiz. In einem Interview ermuntert das spirituelle und politische Oberhaupt der Tibeter die Schweiz, «eine konstruktive Rolle zu spielen».

Dies könnte zu ernsthaften Gesprächen mit der chinesischen Regierung führen, so der Dalai Lama gegenüber dem Sonntags Blick.

Die Schweiz geniesse aufgrund ihrer humanitären Tradition und Neutralität «grosses Ansehen und grosse Glaubwürdigkeit in der Welt».

Calmy-Rey reagiert positiv

Der Appell fällt bei Aussenministerin und Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey auf fruchtbaren Boden. Die Schweiz sei bereit, konstruktive Initiativen zu unterstützen, welche zu friedlichen und nachhaltigen Lösungen führen, so Calmy-Reys Sprecher Jean-Philippe Jeannerat. Auch zu seiner allfälligen Nachfolge nimmt der 72-jährige «Gottkönig» Stellung.

Der Dalai Lama sei eine Institution, aber es liege an der tibetischen Gemeinschaft zu entscheiden, ob es ihn weiter geben soll.

«Reinkarnation bezieht sich auch auf Mädchen»

Es sei durchaus möglich, dass der nächste Dalai Lama eine Frau sein könnte: «Die Reinkarnation bezieht sich auch auf Mädchen». Buddha selbst habe Männern und Frauen dieselben Rechte gegeben. Weiblichkeit sei «ein Symbol von Mitgefühl».

China hat Tibet 1950 besetzt. Mit mehr als 3000 Mitgliedern ist die tibetische Gemeinschaft in der Schweiz die grösste Europas.

 

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