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Tibet
Propaganda in Chinas
Medien
NEWS TICKER "Beijing Rundschau"
Tibetisch-Kurs für
Staatsanwälte
Vor kurzem wurde
der erste Tibetisch-Kurs für Staatsanwälte im Autonomen Gebiet Tibet
abgehalten. 30 ausgezeichnete Staatsanwälte der Han-Nationalität aus
73 Staatsanwaltschaften auf Kreisebene erhalten hier eine Ausbildung
der tibetischen Sprache und Schrift.
Weil es den
Staatsanwaltschaften in Tibet an Mitarbeitern, die in der Lage sind,
sowohl die chinesische als auch die tibetische Sprache und Schrift
zu gebrauchen, mangelt, wird die staatsanwaltschaftliche Arbeit in
großem Maße behindert. Um dieses Problem zu lösen, veranstaltete die
Staatsanwaltschaft des Autonomen Gebiets Tibet in Zusammenarbeit mit
der Tibet-Universität den besagten Ausbildungskurs.
Einzelhandelsvolumen
in Lhasa betrug 2,9 Mrd. Yuan
Von Januar bis
September belief sich das Einzelhandelsvolumen der Stadt Lhasa auf
2,896 Mrd. Yuan, was eine Zunahme um 14,11% im Vergleich zum
gleichen Zeitraum von 2005 bedeutet. Inzwischen empfingen alle
Reiseunternehmen in Lhasa insgesamt 1,22 Mio. in- und ausländische
Touristen, ein Anstieg von 40% gegenüber dem gleichen Zeitraum von
2005. Die Zahl der überseeischen Touristen betrug 91 700 Menschen,
eine Zunahme um 14%. Die Geschäftseinnahmen durch den Tourismus
betrugen 1,2 Mrd. Yuan, die Deviseneinnahmen 13,95 Mio. US$.
Modernes
Zirkulationssystem für Ölprodukte in Tibet
Dem Handelsamt des
Autonomen Gebiets Tibet zufolge wird Tibet im Jahr 2010 ein modernes
Zirkulationssystem für Ölprodukte im Großen und Ganzen etablieren.
Bis dahin wird der Ölproduktverbrauch jährlich mehr als 500 000 t
erreichen; die Gesamtzahl der Tankstellen wird bei 350 gehalten
werden, ihr Absatzvolumen soll täglich über vier t betragen.
Nach dem 11.
Fünfjahresplan für die Entwicklung des Zirkulationssektors soll
Tibet etwa 190 Tankstellen, davon 25 in der Stadt Lhasa, 21 im
Bezirk Shannan, 20 im Bezirk Nyingchi, 24 im Bezirk Nagqu, 43 im
Bezirk Xigaze, 35 im Bezirk Qamdo und 22 im Bezirk Ngari, bauen bzw.
aus- oder umbauen.
Supermärkte in
Landwirtschafts- und Viehzuchtgebieten
In den spärlich
bevölkerten Landwirtschafts- und Viehzuchtgebieten Tibets ist
schwierig, Waren einzukaufen. Um dieses Problem zu lösen, hat Tibet
in diesem Jahr begonnen, ein Marktprojekt in den Landwirtschafts-
und Viehzuchtgebieten durchzuführen.
Jigsang Toinzhub,
dem stellvertretenden Direktor des Handelsamts des Autonomen Gebiets
Tibet, zufolge plant Tibet, in diesem Jahr in den Landwirtschafts-
und Viehzuchtgebieten 200 Geschäfte, die den Bauern und Hirten
Qualitätswaren, -lebensmittel und -produktionsmittel anbieten, zu
errichten.
Das Marktprojekt
unterscheidet sich von dem Modell, unregelmäßig Waren frei Haus zu
liefern. Es ermutigt große und mittelgroße Handelsunternehmen,
Ladenketten in den Landwirtschafts- und Viehzuchtgebieten zu
entwickeln, und die bestehenden privaten Läden, sich den Ladenketten
anzuschließen.
Zur Zeit haben
viele große und mittelgroße Supermärkte ihre Ladenketten in den
Landwirtschafts- und Viehzuchtgebieten Tibets eingerichtet
Vier Reisegebiete
auf Staatsebene in Südwestchina
Wang Zhifa,
Vizedirektor des Staatlichen Touristikamtes, zufolge befinden sich
von den zwölf Reisegebieten, die in der Periode des 11.
Fünfjahresplans schwerpunktmäßig aufgebaut werden werden, vier in
Südwestchina. Sie sind: das Öko-Reisegebiet in Shangri-La, das
internationale Reisegebiet an den Flüssen Lancang und Mekong, das
Reisegebiet Sichuan-Guizhou-Chongqing und das Reisegebiet entlang
der Qinghai-Tibet-Eisenbahnstrecke.
Südwestchina hat
reiche touristische Ressourcen wie den Huangguoshu-Wasserfall, den
Kreis Lijiang, die Jiuzhaigou-Schlucht, die Drei-Jangtse-Schluchten
und den Emei-Berg. In diesem ausgedehnten Gebiet leben verschiedene
nationale Minderheiten. Daher hat es ein großes Potential für die
Entwicklung des Tourismus.
Südwestchina
umfasst die Provinzen Sichuan, Yunnan und Guizhou, die autonomen
Gebiete Tibet und Guangxi und die regierungsunmittelbare Stadt
Chongqing. Im letzten Jahr haben insgesamt 4,96 Mio. ausländische
Touristen dieses Gebiet bereist.
Koordinationsinstitutionen für die Sicherheit der Nahrungsmittel in
88 Gemeinden Tibets eingerichtet
Das Parteikomitee
und die Regierung des Autonomen Gebiets Tibet schenken der
Sicherheit der Nahrungsmittel große Aufmerksamkeit. Bisher haben
sieben Bezirke und Städte und 88 Gemeinden in 61 Kreisen Tibets
Koordinationsinstitutionen für die Sicherheit der Nahrungsmittel
eingerichtet.
Um die
Kontrollbedingungen für die Nahrungsmittel zu verbessern, hat das
Autonome Gebiet im Mai dieses Jahres alle Bezirke mit Testanlagen
für Nahrungsmittel im Wert von 14 Mio. Yuan ausgestattet, damit sie
im Juli die Kontrolle der Nahrungsmittel beginnen können. Darüber
hinaus hat das Verwaltungsbüro für Nahrungs- und Arzneimittel des
Autonomen Gebiets den untergeordneten Behörden Kontrollwagen für die
Gesetzesdurchführung zur Verfügung gestellt und Geldmittel für die
Personalausbildung und Aufklärung in diesem Bereich bereitgestellt.
Ein umfassendes
Verkehrssystem in Tibet
Qamba Pünzog,
Vorsitzender des Autonomen Gebiets Tibet, sagte am 14. November auf
einer Konferenz für die wirtschaftliche Koordination von sechs
südwestchinesischen Provinzen und autonomen Gebieten, einschließlich
einer regierungsunmittelbaren Stadt, dass ein vollständiges
Verkehrssystem, das den Eisenbahn-, den Luft-, den Straßen- und den
Pipelinetransport umfasst, in Tibet anfänglich Gestalt angenommen
habe.
Was den
Eisenbahntransport anbelangt, wurde die Eisenbahnstrecke
Golmud-Lhasa am 1. Juli 2006 dem Verkehr übergeben. Sie wird die
Öffnung und die Entwicklung der Gesellschaft und Wirtschaft Tibets
energisch fördern. Der Bau der Strecke Lhasa-Xigaze, eine
Verlängerung der Qinghai-Tibet-Eisenbahn, wird schätzungsweise im
Juli 2007 beginnen, und der Bau der Strecke Lhasa-Nyingchi befindet
sich in Vorbereitung und wird innerhalb von fünf Jahren in Angriff
genommen werden.
Die Entwicklung des
Lufttransports in Tibet wird weiter beschleunigt. Am 1. September
2006 wurde der Nyingchi-Flughafen offiziell in Betrieb genommen, der
Bau des Ngari-Flughafens wird voraussichtlich im nächsten Jahr
beginnen. Im vergangenen Jahr hat die Fluggesellschaft AIR CHINA
ihre Tibet-Filiale gegründet, und viele andere chinesische
Fluggesellschaften, darunter SIASC, SHANGHAI AIRLINES, CHINA EASTERN
und CHINA SOUTHERN, haben Fluglinien von Lhasa nach Beijing,
Shanghai, Guangzhou, Chengdu, Chongqing, Kunming, Xi’an und Xining
sowie internationale Fluglinien von Lhasa nach Kathmandu eröffnet
und Charterflugzeuge für die Reise nach Hongkong angeboten.
Die Landstraßen in
Tibet haben eine Gesamtlänge von 43 700 km, 3288 km davon sind
Asphaltstraßen.
Ausstellung für Tibets Zugehörigkeit und Menschenrechtslage
Die Ausstellungshalle für Tibets Zugehörigkeit und
Menschenrechtslage in der Tibetischen Hochschule für Nationalitäten
wurde vor kurzem eröffnet.
Da die meisten Studenten der Tibetischen Hochschule für
Nationalitäten aus Tibet kommen, ist es für diese Hochschule eine
dringende Aufgabe, ihre Studenten im Sinne der Bekämpfung der
Spaltung des Vaterlandes zu erziehen. Deshalb hat sie im Jahr 1990
begonnen, Vorbereitungen für die Einrichtung einer Ausstellung für
Tibets Zugehörigkeit und Menschenrechtslage zu treffen. 1992 wurde
die Ausstellung offiziell der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Im
Mai 2006 wurde der Ausstellungsraum zu einer Ausstellungshalle
ausgebaut. Jetzt hat die 400 qm große Ausstellungshalle 541 Bilder.
In den vergangenen 14 Jahren haben sie insgesamt 20 000 Besucher
besucht. Sie hat bei den verschiedenen Gesellschaftsschichten und
der übergeordneten zuständigen Abteilung Anerkennung gefunden.
Die Ausstellung besteht aus zwei Teilen: „Tibets Zugehörigkeit“ und
„Menschenrechtslage in Tibet“. Der erste Teil veranschaulicht anhand
zahlreicher Bilder und historischer Aufzeichnungen die Ausübung der
Souveränität über Tibet durch die Zentralregierungen der Sui-, der
Tang-, der Song-, der Yuan-, der Ming- und der Qing-Dynastie sowie
der Republik China und der Volksrepublik China und beweist, dass
Tibet seit jeher ein untrennbarer Teil des chinesischen Territoriums
ist. Dadurch widerlegt sie die absurden Behauptungen der
Dalai-Clique für die Spaltung des Vaterlandes.
Kampf gegen
Verbrecher in Lhasa
Einem Bericht der "Tibetischen Handelszeitung"
zufolge berief das Amt für Öffentliche Sicherheit der Stadt Lhasa am
10. November eine Konferenz über den Kampf gegen Verbrecher und über
die umfassende Regelung des Verkehrs ein. Yexe Doje, Direktor des
Amts für Öffentliche Sicherheit, erklärte auf der Konferenz die
Schwerpunkte, Ziele und Aufgaben des Kampfes. Diese Kampagne wird
vom 10. November 2006 bis zum 10. Januar 2007 dauern.
Koordinationsinstitutionen für die Sicherheit der Nahrungsmittel in
88 Gemeinden Tibets eingerichtet
Das Parteikomitee
und die Regierung des Autonomen Gebiets Tibet schenken der
Sicherheit der Nahrungsmittel große Aufmerksamkeit. Bisher haben
sieben Bezirke und Städte und 88 Gemeinden in 61 Kreisen Tibets
Koordinationsinstitutionen für die Sicherheit der Nahrungsmittel
eingerichtet.
Um die
Kontrollbedingungen für die Nahrungsmittel zu verbessern, hat das
Autonome Gebiet im Mai dieses Jahres alle Bezirke mit Testanlagen
für Nahrungsmittel im Wert von 14 Mio. Yuan ausgestattet, damit sie
im Juli die Kontrolle der Nahrungsmittel beginnen können. Darüber
hinaus hat das Verwaltungsbüro für Nahrungs- und Arzneimittel des
Autonomen Gebiets den untergeordneten Behörden Kontrollwagen für die
Gesetzesdurchführung zur Verfügung gestellt und Geldmittel für die
Personalausbildung und Aufklärung in diesem Bereich bereitgestellt.
14 tibetische
Künstler zu „Volkskünstlern von Qamdo“ erklärt
Vor kurzem haben
das Parteikomitee und die Regierung des Bezirks Qamdo eine
Namenliste von Volkskünstlern veröffentlicht. 14 Künstlern aus dem
Kreis Denqen wurden die Titel „Künstler für nationales Kunsthandwerk
des Bezirks Qamdo“, „Volksmaler des Bezirks Qamdo“ buw. „Fortführer
des nationalen Volkstanzes des Bezirks Qamdo“ verliehen.
Kapital in Höhe von 3,6 Mrd. Yuan in Lhasa investiert
In den ersten neun Monaten von 2006
führte Lhasa, die Hauptstadt des Autonomen Gebiets Tibet, 114
Projekte mit einer Gesamtinvestition in Höhe von 3,6 Mrd. Yuan
durch, 5,3% mehr als im gleichen Zeitraum von 2005.
Während des Shoton-Festes, eines der
wichtigsten traditionellen Feste in Tibet, wurde in Lhasa eine
Wirtschafts- und Handelsmesse veranstatet, auf der 140
Investitionsprojekte vorgestellt wurden. 260 Geschäftsleute aus 12
Provinzen bzw. regierungsunmittelbaren Städten, darunter Beijing,
Sichuan, Chongqing, Guangxi und Yunnan, sowie 400 Unternehmen aus
dem Landesinnern nahmen an dieser Messe teil. Verträge über 56
Projekte mit einer Gesamtinvestition in Höhe von 3,17 Mrd. Yuan in
den Bereichen Verarbeitung von Agrar- und Viehzuchtprodukten,
Erschließung von Mineralien, Maschinenbau, Immobilienwesen,
Wissenschaft und Technologie, Tourismus, Kunsthandwerk, Warenhandel
und Dienstleistung wurden unterzeichnet.
Supermärkte
in Landwirtschafts- und Viehzuchtgebieten
In den spärlich bevölkerten Landwirtschafts- und Viehzuchtgebieten
Tibets ist schwierig, Waren einzukaufen. Um dieses Problem zu lösen,
hat Tibet in diesem Jahr begonnen, ein Marktprojekt in den
Landwirtschafts- und Viehzuchtgebieten durchzuführen.
Jigsang Toinzhub, dem stellvertretenden Direktor des Handelsamts des
Autonomen Gebiets Tibet, zufolge plant Tibet, in diesem Jahr in den
Landwirtschafts- und Viehzuchtgebieten 200 Geschäfte, die den Bauern
und Hirten Qualitätswaren, -lebensmittel und -produktionsmittel
anbieten, zu errichten.
Das Marktprojekt unterscheidet sich von dem Modell, unregelmäßig
Waren frei Haus zu liefern. Es ermutigt große und mittelgroße
Handelsunternehmen, Ladenketten in den Landwirtschafts- und
Viehzuchtgebieten zu entwickeln, und die bestehenden privaten Läden,
sich den Ladenketten anzuschließen.
Zur Zeit haben viele große und mittelgroße Supermärkte ihre
Ladenketten in den Landwirtschafts- und Viehzuchtgebieten Tibets
eingerichtet.
Ein neues
wissenschaftliches Forschungsprojekt in Tibet
Vor kurzem wurde
das Forschungsthema über das Fernabtasten der Vegetation der
Landwirtschafts- und Viehzuchtgebiete Tibets und deren Reaktion auf
die Klimaveränderung, das vom Forschungsinstitut für die
atmosphärische Umwelt auf dem Qinghai-Tibet-Plateau beantragt wurde,
von Experten des Staatlichen Komitees für Naturfonds nach
Überprüfung genehmigt. Die gesamten Ausgaben für dieses
Forschungs-projekt betragen 280 000 Yuan. Die Durchführung dieses
Projekts dauert von Januar 2007 bis Dezember 2009. Dieses
Forschungsprojekt ist das vierte Forschungsprojekt des besagten
Forschungsinstituts, das vom Staatlichen Komitee für Naturfonds
genehmigt wird. Nagqu und Xigaze, die wichtigsten Land-wirtschafts-
und Viehzuchtgebiete Tibets, sind zu den Gebieten, wo das Projekt
durchgeführt wird, gewählt worden.
Tibetisch-Kurs für Staatsanwälte
Vor kurzem wurde der erste Tibetisch-Kurs für Staatsanwälte im
Autonomen Gebiet Tibet abgehalten. 30 ausgezeichnete Staatsanwälte
der Han-Nationalität aus 73 Staatsanwaltschaften auf Kreisebene
erhalten hier eine Ausbildung der tibetischen Sprache und Schrift.
Weil es den Staatsanwaltschaften in Tibet an Mitarbeitern, die in
der Lage sind, sowohl die chinesische als auch die tibetische
Sprache und Schrift zu gebrauchen, mangelt, wird die
staatsanwaltschaftliche Arbeit in großem Maße behindert. Um dieses
Problem zu lösen, veranstaltete die Staatsanwaltschaft des Autonomen
Gebiets Tibet in Zusammenarbeit mit der Tibet-Universität den
besagten Ausbildungskurs.
China
intensiviert die Forschung sanskritischer klassischer Werke
Vom 18. bis zum 29. Oktober fand die „Tibet-Kulturwoche Chinas 2006“
in Österreich statt. Bei der Diskussion mit österreichischen
Tibetologen am 19. Oktober sagte Basang Wangdui, Direktor des
Forschungsinstituts für Völkerkunde an der Akademie der
Sozialwissenschaften des Autonomen Gebiets Tibet, dass Tibet
momentan große Anstrengungen unternehme, um sanskritische
Pattra-Blätter-Sutras aus Tempeln und Museen sowie in der
Bevölkerung zu sammeln und zu sichten. Die Arbeit der Sammlung und
Klassifizierung in der ersten Phase werde schätzungsweise vor Juni
2007 vollendet werden.
Mit Unterstützung des Chinesischen Tibetologischen
Forschungszentrums hat das Institut für Asiatische Studien an der
Österreichischen Akademie der Wissenschaften bereits 15
tibetologische Werke herausgegeben. Es versucht momentan, die
handgeschriebenen sanskritischen Werke schrittweise in Datenbank zu
speichern.
Österreichs Ex-Diplomat begrüßt schnelle
Entwicklung in Tibet
Tibet entwickelt
sich schneller als andere Regionen Chinas. Die im Rahmen der
Tibet-Kulturwoche in Wien ausgestellten tibetischen Bilder und
Tangkas zeigen diese rasante Entwicklung deutlich. Dies erklärte der
Vorsitzende der österreichisch-chinesischen
Freundschaftsgesellschaft, Bukowski, der ehemalig als Botschafter in
China tätig war, am 23. Oktober gegenüber der Presse. Seit 23.
Oktober findet, als Teil der chinesischen Tibet-Kulturwoche, eine
separate Bilder- und Tangkaaustellung im Wiener Stadtmuseum statt.
Mehr als 200
Bilder namhafter
Fotographen aus 19 Ländern wurden gezeigt. Außerdem können Besucher
15 Tangkas, die typische tibetische Malerei, bewundern. Die
Kunstwerke geben Aufschluss über die tibetische Religion, die
tibetische Medizin und die Geschichte der tibetischen Nationalität.
Ferner meinte
Bukowski, man solle die Chance nutzen, sich im Rahmen der
Kulturwoche objektiv über Tibet zu informieren. Weltweit gebe es
noch viel Unkenntnis über Tibet. Der kulturelle Austausch sei ein
wichtiger und effektiver Weg, Missverständnisse auszuräumen.
(CRI, 24. Oktober 06)
Songzain Gambo und Prinzessin Wen Cheng
Von über 1300 Jahren
ve rließ
Wen Cheng, Prinzessin der Tang-Dynastie (618-907), die blühende
Hauptstadt Chang’an (in Nordwesten der heutigen Stadt
Xi’an, Provinz Shaanxi) und begab sich auf den 3000 km langen
Schreckensmarsch nach Westen, voller Schwierigkeiten und Gefahren.
Schließlich erreichte sie das schneebedeckte Plateau und heiratete
dort den König Songzain Gambo. So begann eine neue Epoche der
freundschaftlichen Beziehungen zwischen der Tang-Dynastie und dem
Königreich Tubo. Die Geschichte von Songzain Gambo und Prinzessin
Wen Cheng kennt auch heute noch jeder.
Nach den
langen Kriegswirren in den zentralen Geschichten Chinas gründeten Li
Yuan (Gaozong) und Li Shimin (Taizong), Vater und Sohn, 619 das
Tang-Reich, ein Reich, so mächtig wie noch nie zuvor in der
chinesischen Geschichte. Seine Hauptstadt wurde in Chang’an
aufgebaut. Das Tang-Reich war wegen seiner Landesstärke zum Zentrum
der Zivilisation in Ostasien geworden. Es übte großen Einfluss auf
die benachbarten Stämme und andere Nationalitäten aus. Viele Stämme
bemühten sich um freundschaftliche Beziehungen mit dem
Tang-Kaiserhof, wobei sie seine Oberherrschaft anerkennen wollten,
ihm Tribut entrichteten und ihn baten, ihnen Ehrentitel zu
verleihen. Dadurch wurde der Austausch zwischen der Han-Chinesen und
den anderen Nationalitäten gefördert.
Statue des Königs
Songzain Gambo in der Höhle für den Prinzen von Dharma im
Potala-Palast
Während dieser Zeit vereinigte
König Songzain Gambo in Tibet einige Stämme und gründete das
Königreich Tubo, dessen Hauptstadt Luoso (Lhasa, Hauptstadt des
heutigen Autonomen Gebiets Tibet) war. Das Königreich bemühte sich
um die Herstellung enger Beziehungen mit der Tang-Dynastie. Nach 634
schickte Songzain Gambo zweimal den redegewandten und klugen
Minister Gar Tongtsan nach Chang’an, um für ihn beim Tang-Kaiser um
die Hand einer der kaiserlichen Töchter anzuhalten. 641 gewährte der
Tang-Kaiser Taizong schließlich das Gesuch von Songzain Gambo und
gab dem Tubo-König seine Prinzessin Wen Cheng zur Frau. In
Begleitung der Boten des Tang-Kaiserhofes und von Tubo sowie vieler
Bediensteter begab sich Prinzessin Wen Cheng nach Tibet. Diese
Geschichte ist noch heute ein wichtiger Stoff der tibetischen
Literatur.
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Statue
der Prinzessin Wen Cheng in der Höhle für den Prinzen von
Dharma im Potala-Palas |
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Der langjährige Wunsch von
Songzain Gambo ging schließlich in Erfüllung. Er freute sich sehr
darüber und machte sich mit seiner Armee auf eine lange Reise nach
Baihai (am heutigen Kreis Madu, Provinz Qinghai), um Prinzessin Wen
Cheng zu begrüßen. Am Zhaling- und E’ling-See, unweit der Quelle des
Gelben Flusses, ließ er die Baihai-Residenz erbauen, wo das
Brautpaar aus den beiden Nationalitäten in diesem schönen Gebiet
seine Hochzeit feierte und seine erste gemeinsame Nacht verbrachte.
Songzain Gambo und Prinzessin Wen
Cheng reisten nach Yushu (in der heutigen Provinz Qinghai). Infolge
der langen mühsamen Reise verbrachte das Ehepaar seine Flitterwochen
für einen Monat in einem Tal bei Yushu, in malerisch schöner
Landschaft und angenehmem Klima. Prinzessin Wen Cheng schenkte den
Einwohnern in Yushu die von ihrem Vater gegebenen Getreide- und
Gemüse-Saatsorten. Zusammen mit den Bauern und Handwerken erklärte
sie den Leuten in Yushu die Anbaumethoden und klärte sie über die
Mühlen- und Brauereitechnik auf. Die Einwohner in Yushu waren der
Prinzessin dankbar. Als Prinzessin Wen Cheng Yushu verließ, wollten
sie sie ungern ziehen lassen. Die Einwohner dort bewahren bis heute
die Stätte, wo die Prinzessin Wen Cheng ein Zelt aufschlagen ließ.
In einen Stein meißelten sie die Gesichtszüge der Prinzessin, zu
diesem Stein wurde gebetet. Im Jahr 710, während der Zeit des
Kaisers Zhongzong, wurde eine andere Prinzessin der Tang-Dynastie,
Prinzessin Jin Cheng, mit einem tibetischen König vermählt. Als sie
Yushu passierte, ließ sie einen Tempel zur Erinnerung an Prinzessin
Wen Cheng erbauen und taufte den Tempel „Wen Cheng-Tempel“.
Als Prinzessin Wen Cheng in Lhasa
ankam, sangen, tanzten und jubelten die Tibeter, um sie zu begrüßen.
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Dank den
Bemühungen zur Verbreitung des Buddhismus durch die
Prinzessin Wen Cheng in Tibet wird der Buddhismus auch heute
auf dem schneebedeckten Hochplateau als größte Religion
anerkannt. |
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Während der Zeit der Tang-Dynastie
war der uddhismus in China sehr verbreitet. Nach Tibet jedoch war
der Buddhismus noch nicht vorgedrungen. Die Prinzessin war eine
fromme Buddhistin. Sie brachte buddhistische Schriften und
Buddhastatuen nach Tibet mit. Sie hatte beschlossen, In Tibet
Klöster zu bauen und den Buddhismus zu verbreiten. Sie ließ einen
Teich mit Erde auffüllen, wo dar Jokhang-Tempel gebaut wurde.
Prinzessin Wen Cheng und Songzain Gambo pflanzten vor dem Tempel mit
eigenen Händen einen Weidebaum, die bekannte „Tang-Weide“. Die
berühmte Gedenkstele für die Allianz zwischen Neffen und Onkel, auch
die Stele für die Changqing-Allianz genannt, steht an diesem
Weidebaum. Eine von der Prinzessin aus Chang’an mitgebrachte
Sakyamuni-Statue steht heute in der Mitte der großen Halle des
Jokhang-Tempels. Auf beiden Seiten der großen Halle stehen Statuen
von Songzain Gambo und Prinzessin Wen Cheng. Die Goldfolienschichten
der Statuen haben wegen zu vieler Berührung von Pilgern und
Touristen bereits Risse.
Später ließ Prinzessin Wen Cheng
das Ramoge-Kloster erbauen. Seitdem wurde der Buddhismus in Tibet
langsam verbreitet. Prinzessin Wen Cheng benannte die Berge um Lhasa
nach den Schätzen wie Miaolian, Baosan, Youshihailuo, Jingang,
Shenglizhuang, Baoping und Jinyu, die bis heute behalten werden.
Während Prinzessin Wen Cheng den
Buddhismus in Tibet verbreitete und Gebete zum Glück und zur
Vertreibung von Katastrophen verrichtete, schenkte sie den Tibetern
Getreide- und Gemüsesaatgut und lehrte sie Anbaumethoden. Mais,
Kartoffeln, Puffbohnen und Raps wuchsen dort üppig. Die Prinzessin
brachte auch Wagen, Pferde, Maultiere, Kamele sowie
Produktionstechnologien und medizinische Schriften nach Tibet mit,
was den gesellschaftlichen Fortschritt in Tibet förderte.
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Der von Prinzessin Wen
Cheng und Songzain Gambo eigen-händig gepflanzte
Tang-Weidebaum vor dem Jokhang-Tempel |
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Songzain Gambo liebte die anmutige
und vornehme Prinzessin Wen Cheng leidenschaftlich. Er ließ einen
Palast für sie dort erbauen, wo heute der Potala-Palast steht. Der
prächtige Potala-Palast verfügte über 1000 Zimmer. Später wurde er
von Gewittern und Kriegswirren zerstört. Nach dem Wiederaufbau im
17. Jahrhundert erhielt der Potala-Palast seine heutige Gestalt.
Sein 13stöckiges Hauptgebäude ist 117 m hoch. Der Potala mit seiner
imposanten Majestät bedeckt eine Fläche von insgesamt über 360 0000
qm. Im Potala gibt es viele wichtige Wandgemälde. Darunter
verdeutlicht ein Wandgemälde, wie der Gesandte Gar Tongtsan die fünf
schwierigen Fragen des Tang-Kaisers beantwortete, als er in Chang’an
die Prinzessin begrüßte. Ein anderes Wandgemälde stellt die Szene
der Ankunft der Prinzessin Wen Cheng in Lhasa dar, wo sie von den
Tibetern herzlich begrüßt wurde. Die Kompositionen der Wandgemälde
sind fein und die bunten Figuren lebensgetreu. Hinter dem Potala
befinden sich noch Überreste des Meditationszimmers von Songzain
Gambo. An den Wänden befinden sich bunte Statuen von Songzain Gambo,
Prinzessin Wen Cheng und Gar Tongtsan.
Die Ehe zwischen dem König Tibets
und der Prinzessin der Tang-Dynastie brachte die Tibeter und die
Han-Chinesen enger zusammen. Für eine Zeit von ca. 200 Jahre nach
der Eheschließung gab es kaum Kriege. Es herrschte reger Verkehr
zwischen Boten und Geschäftsleuten der Tang-Dynastie und des
Königreiches Tubo. Songzain Gambo war Bewunderer der Kultur in den
zentralen Gebieten Chinas. Er entledigte sich seiner Pelzkleidung,
kleidete sich nun in Seide und schickte Kinder von Adligen zum
Lernen nach Chang’an. Der Tang-Kaiserhof schickte ab und zu
Handwerker nach Tubo, um die Tibeter verschiedene Techniken zu
lehren.
Als Li Shimin, Kaiser der
Tang-Dynastie, 649 starb, entsandte Li Zhi, der neue Kaiser Gaozong,
Gesandte nach Tubo, um die Todesnachricht zu überbringen. Der Kaiser
Gaozong verlieh Songzain Gambo die Titel „Fumaduwei“ (Schwiegersohn
des Kaisers und Kommandant) und „Prinz von Xihai“. Songzain Gambo
schickte Gesandte nach Chang’an, um seine Kondolenz zu überbringen,
und bot dem Mausoleum des Kaisers Taizong Perlen aus 15 Sortimenten
dar. Er sandte eine Botschaft an Gaozong, um dem neuen Kaiser der
Tang-Dynastie zu gratulieren und ihn zu unterstützen. Gaozong
verlieh Songzain Gambo den Titel „Zong-Prinz“ (Schatzprinz). Er
errichtete eine Steinstatue des tibetischen Königs vor dem Mausoleum
des Kaisers Taizong, um Songzain Gambo auszuzeichnen.
Songzain Gambo war sehr talentiert
und weitblickend. Er vereinigte Tibet, wobei er die politische,
wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung in Tibet förderte und die
engen Beziehungen zwischen der tibetischen und der Han-Nationalität
vertiefte und dadurch große Beiträge zur Entwicklung des
einheitlichen Staates mit vielen Nationalitäten, China, in der
Geschichte leistete. Prinzessin Wen Cheng mit ihrem umfangreichen
Wissen und Weitblick scheute weder Schwierigkeiten noch Gefahren und
heiratete den tibetischen König in Tibet, um den wirtschaftlichen
und kulturellen Austausch zwischen der Tang-Dynastie und dem
Königreich Tubo auszubauen, die engen freundschaftlichen Beziehungen
und die Zusammenarbeit zwischen der tibetischen und der
Han-Nationalität zu vertiefen. Damit leistete Wen Cheng ebenfalls
einen Beitrag von historischer Bedeutung.
All dies ist inzwischen nicht nur
Teil der Annalen, sondern auch sich Han-Chinesen und Tibeter dies
sehr zu Herzen genommen.

Chinas
Tibet-Kulturwoche in Wien eröffnet
Beijing Rundschau
Die chinesische Tibet-Kulturwoche
2006 ist am 23. Oktober feierlich in der österreichischen Hauptstadt
Wien eröffnet worden.
Der
chinesische Botschafter in Österreich Lu Yonghua sagte bei der
Eröffnung, Chinas Tibet-Kulturwoche sei ein wichtiger Bestandteil
der Feierlichkeiten anlässlich des 35. Jahrestages der Aufnahme
diplomatischer Beziehungen zwischen China und Österreich. In
Österreich findet aus diesem Anlass das "China-Jahr" statt.
Ferner wies der stellvertretende
Präsident der Chinesischen Gesellschaft für Internationalen
Kulturaustausch Li Guangwen darauf hin, dass Chinas
Tibet-Kultur-Woche ein Fenster für das österreichische Volk ist,
tibetische Kultur und die Tibeter kennen zu lernen. Er zeigte sich
dvon überzeugt, dass durch diese Veranstaltung die kulturelle
Kooperation zwischen Tibet und Österreich gefördert werde.
Chinas Tibet-Woche 2006 findet vom
18. bis zum 29. Oktober in Wien, Linz und Salzburg statt. Tibetische
Gesänge und Tänze sollen ergänzt durch Bilder aus Tibet der
österreichischen Bevölkerung die reichhaltige nationale Kultur und
typische Sitten und Gebräuche aus Tibet anschaulich machen.

Chinas
Tibet-Kulturwoche im Focus der österreichischen Medien
Die chinesische Tibet-Kulturwoche
2006 wird von den österreichischen Medien viel beachtet. Die größte
Zeitung in Österreich, die Kronenzeitung, hat ihren Lesern
zahlreiche Veranstaltungen im Rahmen der Tibet-Kulturwoche
vorgestellt. Außerdem haben der Österreichische Rundfunk (ORF), die
Österreichische Nachrichtenagentur und das lokale Wiener Fernsehen
über die Tibet-Kulturwoche berichtet.
Der Generalsekretär des
Organisationskomitees für die chinesische Tibet-Kulturwoche, Wang
Pijun, erklärte, die diesjährige Kulturveranstaltung wird vom
Gastgeberland Österreich mit allen Kräften unterstützt. Seit Anfang
der Veranstaltung hat es in den österreichischen Medien die meisten
positiven Berichte über Tibet seit Jahren gegeben.
(CRI)

Qinghai-Tibet-Eisenbahnlinie bringt Tourismus in Tibet große Chance
Durch
die Inbetriebnahme der Qinghai-Tibet-Eisenbahn ist der Tourismus in
Tibet kaum noch wieder zu erkennen. Nach Schätzungen werden in
diesem Jahr über 2,6 Millionen Touristen nach Tibet reisen. Die
Einnahmen für Tibet aus dem Bereich Tourismus werden 2,8 Milliarden
Yuan RMB betragen, was einem Zuwachs von über 40 Prozent gegenüber
dem Vorjahr entspricht.
Die Qinghai-Tibet-Eisenbahnlinie
wurde am 1. Juli 2006 für den Verkehr freigegeben. Sie ist mit einer
Länge von beinahe 2.000 Kilometern die längste
Hochlandeisenbahnstrecke der Welt .(CRI)

Der
Potala-Palast
Der Potala-Palast, ein burgartiger
weltbekannter antiker Bau auf dem Roten Hügel in Lhasa, wurde
bereits im 7. Jahrhundert errichtet und blickt auf eine Geschichte
von 1300 Jahren zurück.
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Der Weiße Palast, ein
Bestandteil des Potala-Palastes |
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Der Potala-Palast liegt 3700 m
über dem Meeresspiegel und nimmt ein Terrain von 360 000 qm ein. Er
hat eine Ost-West-Ausdehnung von 360 m und von Süden nach Norden
eine Ausdehnung von 270 m. Der Hauptteil des Palastes ist 117 m hoch
und hat 13 Stockwerke, er ist damit der höchst gelegene Bau der Erde
und eine Kulmination von Palast-, Burg- und Klosterbau. Der
Potala-Palast ist aus Stein und Holz in tibetischem Stil gebaut.
Gleichzeitig ist er vom traditionellen han-chinesischen Stil
geprägt: Balken, goldenes Dach und Kassettendecke. Er hat mehrere
Höfe, die durch Wandelgänge miteinander verbunden sind. Der
Hauptteil des Palastes unterscheidet sich klar vom Rest des
Palastes, der Hauptteil wird hervorgehoben, während die anderen
Bauten auch ihn in koordinierter Weise einfassen. Der großartige
Potala-Palast - ein Wunder in der Baugeschichte der Welt - bietet
mit seinen vielen verschiedenen Stockwerken einen schönen
harmonischen Rhythmus und einen herrlichen Anblick.
Den Überlieferungen zufolge
bekannte sich der Tubo-König Songzain Gambo zum Buddhismus. Nachdem
er die Hauptstadt nach Lhasa verlegt hatte, las er häufig auf dem
Berg in der Nähe von Lhasa Sutras und verrichtete hier Gebete, so
benannte er diesen Berg „Potala“. „Potala“ ist die phonetische
Transkription vom Sanskrit „Buddhas Berg“ und bezieht sich auf
Tibetisch auf den Wohnort von Guanyin-Bodhisattwa. Im Jahr 641
heiratete Songzain Gambo die Tang-Prinzissin Wen Cheng. Aus Freude
ließ er an der Stelle des heutigen Potala-Palastes einen Palast für
die Prinzessin erbauen. Damals war dieser Palast ein neunstöckiges
Bauwerk mit 999 Räumen und einem Meditationsraum, es sah herrlich
und grandios aus. Aber mit der Zeit wurde der Palast mehrmals von
Donnern, Blitzen und Kriegsfeuern beschädigt. Er verfiel und war
unbewohnbar. Nur die Höhle für den Prinzen von Dharma und der
Hauptpalast Pagbalhakang blieben erhalten. Der heutige Potala wurde
im 17. Jahrhundert gebaut.
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Der Potala-Palast besteht aus zwei
wichtigen Teilen: Im einen lebte der Dalai Lama und widmete sich dem
politischen Leben; der andere war der Religion vorbehalten - mit
Stupas und Hallen für verschiedene Buddhastatuen.
Die Dalai Lamas lebten und
regierten im Weißen Palast. Der Weiße Palast wurde 1645 bis 1653
gebaut, die Bauarbeiten nahmen insgesamt acht Jahre in Anspruch. Die
Halle für Guanyin-Bodhisattwa, die in der Zeit von Songzain Gambo
gebaut wurde, bildet das Zentrum, und um diese Halle wurde eine
Gruppe von Tempeln und Klöstern errichtet. Die Wände dieser Bauwerke
wurden mit augenfälliger weißer Farbe gestrichen, so dass man diese
den „Weißen Palast“ nannte. Der Weiße Palast hat sieben Stockwerke.
Die Östliche Große Halle im 4. Stock wird von 48 großen Säulen
gestützt und ist mit einer Fläche von 717 qm die größte Halle im
Weißen Palast. Große religiöse und politische Aktivitäten der Dalai
Lamas wie die Einsetzungszeremonie und Regierungsübernahme fanden in
dieser Halle statt. Im 5. bzw. 6. Stock lebten die Dalai Lamas bzw.
gingen ihren politischen Verpflichtungen nach. Der 7. Stock stellte
den Winterpalast der Dalai Lamas dar. Dieses Stockwerk hat eine
große Fensterfront, den ganzen Tag über scheint die Sonne in die
Fenster, so dass man dieses Stockwerk als „Halle des Sonnenscheins“
bezeichnet. Die Innendekoration des Palastes ist luxuriös. Juwelen
wie Goldbecken und Jadeschüssel demonstrieren die hohe Stellung des
Palastinhabers. Der Palast hat noch einen großen Balkon, von hier
aus hat man einen wunderbaren Blick auf die ganze Stadt Lhasa. In
der Ferne schlängeln sich die Bergketten und der schöne Lhasa-Fluss
durchkreuzt sie wie ein Satinband. In der Umgebung sieht man
Ackerfelder, Raine, Bäume und Bauernhöfe, das goldene Dach des alten
Jokhang-Klosters an der Seite des Potala ist auch zu sehen.
Der andere Bestandteil des
Potala-Palastes ist der Rote Palast, der 1690 gebaut wurde. Damals
entsandte der Qing-Kaiser Kangxi über 100 Handwerker der Han-,
mandschurischen und mongolischen Nationalität nach Tibet, um beim
Bau dieses großartigen Projekts zu helfen. Die wichtigsten Bauten im
Roten Palast sind Hallen für verschiedene Buddhastatuen und Stupas
der verstorbenen Dalai Lamas. Innerhalb des Palastes sind acht
Stupas der Dalai Lamas zu sehen, davon ist der des 5. Dalai Lama
besonders groß und prachtvoll. Dieser Stupa ist mit Gold überzogen
und mit Perlen und Edelsteinen verziert. Man sagt, dass insgesamt
über 110 000 Tael Gold sowie 18 677 Perlen, Edelsteine, Korallen,
Bern- und Achatsteine für die Dekoration dieses Stupas verwendet
wurden. Die Westliche Große Halle, die größte innerhalb des Roten
Palastes, hat eine Fläche von 725 qm. An der Vorderseite, ganz in
der Mitte oben, hängt eine vom Qing-Kaiser Qianlong geschenkte
Holztafel, und der Thron des 6. Dalai Lama steht darunter. Im Palast
wird eine Brokat-Gardine, ein Geschenk des Qing-Kaisers Kangxi,
aufbewahrt - sie gehört zu den wertvollen Schätzen im Potala-Palast.
Die Drei-Welten-Halle ist die höchste Halle im Roten Palast. Auf dem
Bücherregal steht noch die Beijing-Ausgabe von „Dangyur“, die der
Qing-Kaiser Yongzheng dem 7. Dalai Lama überließ. Am westlichen Ende
des Roten Palastes befindet sich die 14 m hohe Stupahalle des 13.
Dalai Lama. Man sagt, dass das Mandala in dieser Halle aus über 200
000 Perlen angefertigt wurde. Die luxuriöse Innendekoration des
Potala-Palastes ist einerseits die Schatzkammer der tibetischen
Kunst, offenbart andererseits jedoch die große Kluft zwischen den
Adligen und den Leibeigenen, die über 95 Prozent der tibetischen
Bevölkerung im alten Tibet ausmachten. Der Rote Palast bot und
bietet einen Ort für religiöse Tätigkeiten. Die beiden Farben Weiß
und Rot verschmelzen zu einer unteilbaren Einheit, was den Charakter
der Gesellschaft im alten Tibet, nämlich den Zusammenschluss von
Politik und Religion, verkörpert. Nach der Fertigstellung des Weißen
Palastes siedelte der 5. Dalai Lama vom Zhaibung-Kloster in den
Palast um und lebte hier bis zu seinem Tod. Die kommenden Dalai
Lamas lebten alle im Potala-Palast und übten hier auch religiöse
Tätigkeiten aus, so dass der Potala zu einem heiligen Ort für Lamas
und Gläubige wurde.
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Teil
des geschnitzten Balkens und ein prächtig verzierter Pfeiler
des Potala- Palastes |
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Seit mehr als 300 Jahren
funktioniert der Potala-Palast als das politische und religiöse
Machtzentrum in Tibet. In diesem Palast sind so reichhaltige
historische Kulturgegenstände und kunsthandwerkliche Arbeiten
aufbewahrt, dass der Potala als Geschichts-, Kultur- und Kunstmuseum
Tibets bezeichnet wird. Die farbenprächtigen und realistischen
Wandgemälde, die eine Fläche von über 50 000 qm bedecken, zeugen von
Kunstfertigkeit und sauberer Arbeit. Die Wandgemälde umfassen vier
Themen: Religion, Sitten und Gebräuche, Biographien sowie
historische Ereignisse. Die Szene vom Ausbau des Potala-Palastes
wurde lebendig auf die Wand gezeichnet; das Gemälde über die
Einreise der Tang-Prinzessin Wen Cheng nach Tibet spiegelt wider,
wie sich die Han- und tibetische Nationalität harmonisch miteinander
verbanden; an einer Wandseite der Westlichen Großen Halle wird die
Audienz des 5. Dalai Lama 1652 beim Qing-Kaiser Shunzhi gezeigt. In
der Halle für den Stupa des 13. Dalai Lama ist dessen Audienz mit
dem Qing-Kaiser Guangxu und der Kaiserinwitwe Cixi geschildert. Im
Potala-Palast sind außerdem Tausende von Stupas, Buddhastatuen, eine
große Menge von tibetischen „Tangkas“ sowie viele wertvolle
Klassiker zu sehen. Goldernennungszertifikate, Gold- und Jadestempel
sowie Edikate, die die Kaiser der Ming- und Qing-Dynastie den Dalai
Lamas verliehen und gewährten und die Beziehungen zwischen der
Zentralregierung und der tibetischen Lokalregierung in der
Geschichte zeigten, werden auch im Palast aufbewahrt. Diese
Kultur-gegenstände liefern unbestreitbare Beweise für die Entstehung
des einheitlichen Nationalitäten-staates China. Darüber hinaus
bieten Decken, Baldachine, Ritualinstrumente, Gardinen, Brokate,
Gold- und Silbergeschirre, Porzellane und Steingeräte im
Potala-Palast den Besuchern
einen
herrlichen Anblick.
Nach der friedlichen Befreiung
Tibets 1951 schenkte die Zentralregierung dem Schutz des
Potala-Palastes große Aufmerksamkeit. 1961 nahm der Staatsrat den
Potala unter den schwerpunktmäßigen Denkmalschutz des Staates und
bewilligte von da an jährlich eine Sondersumme für seine
Renovierung. Aber an dem großartigen Palast wurden 300 Jahre lang
keine großangelegten Restaurierungsarbeiten vorgenommen, so dass er
durch Wind- und Wetterein-wirkungen fast baufällig war. 1985
entschied der Staatsrat, eine enorme Geldsumme für die umfangreiche
Restaurierung des Palastes bereitzustellen. Somit ist dies das
größte Investitionsprojekt für den Denkmalschutz seit Gründung der
VR China.
Das Renovierungsprojekt für den
Potala wurde am 11. Oktober 1989 in Angriff genommen. Dank der guten
Zusammenarbeit der tibetischen und han-chinesischen Techniker bzw.
Bauarbeiter gingen die Restaurierungsarbeiten reibungslos voran und
wurden im September 1994 vollendet. Das ganze Projekt hat insgesamt
53 Mio. Yuan in Anspruch genommen. Der Potala-Palast, das Juwel des
gesamten Hochplateaus, strahlt wieder blendend und zieht immer mehr
in- und ausländische Touristen an. Derzeit steht der Potala-Palast
auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes.

Österreich begrüßt die chinesische Tibet-Delegation
Die chinesische Delegation zur Tibetischen Kulturwoche 2006 ist in
Wien von der Vizepräsidentin des österreichischen Nationalrates Anna
Elisabeth Haselbach empfangen worden.
Haselbach sagte, Österreich habe das
"China-Jahr" anlässlich des 35-jährigen Jubiläums der Aufnahme der
diplomatischen Beziehungen zwischen Österreich und China ausgerufen.
Das österreichische Volk habe stets großes Interesse an Tibet
gezeigt. Der Bau der
Qinghai-Tibet-Eisenbahn
werde den Abstand zwischen Tibet und der Welt weiter verkleinern,
betonte die österreichische Politikerin.
Li Guangwen, der Leiter der chinesischen Delegation, führte aus,
dass die Eisenbahnverbindung zwischen Qinghai und Tibet die
Eisenbahnstrecke mit dem höchstgelegensten Pass ist. Für ihre
Realisierung habe die chinesische Regierung sich im großen Maße
eingesetzt. Vor Beginn des Projektes wurde viel über den
Umweltschutz entlang der Eisenbahntrasse gesprochen.
Überwachungsergebnisse seit Inbetriebnahme der Eisenbahn zeigten
jedoch, dass die Eisenbahn die dortige Ökologie nicht
beeinträchtigt.
(China.org.cn, 20. Oktober 2006)

Tipps für
eine Winterreise nach Tibet
Da
Tibet auch in
den anderen Jahreszeiten von Eis und Schnee bedeckt ist, denken
viele Menschen der Winter sei keine gute Zeit für eine Reise auf das
Dach der Welt. Laut professionellen Reisenden, liegt die
Wintertemperatur in Lhasa bei durchschnittlich 12 Grad Celsius,
wobei die Tagestemperaturen durch das intensive Sonnenlicht sogar
noch höher sein können.
Im Jahr 2006 wurde der Berg Namjagbarwa in die von dem Magazin China
National Geography veröffentlichte Liste der "atemberaubendsten
Plätze in China" aufgenommen.
Der als Vater aller Gletscher bezeichnete 7787 Meter hohe Berg
Namjagbarwa liegt in der Region Nyinchi in Osttibet. Die wirkliche
Schönheit des Bergs Namjagbarwa kann nur im Winter bewundert werden,
daher beginnen sich zunehmend Menschen für eine winterliche Reise
nach Tibet zu interessieren.
Empfehlenswerte Reiseziele
Die für eine Winterreise nach Tibet empfehlenswerten
Sehenswürdigkeiten befinden sich in der Umgebung von Lhasa und
Nyingchi. Das wichtigste Ziel ist der Berg Namjagbarwa der im
Frühling und im Sommer auf Grund relativ hoher Feuchtigkeit von
Nebel und Wolken verdeckt ist. Die Trockenzeit von September bis zum
Frühling ist daher die beste Zeit, um den Namjagbarwa zu genießen.
Andere Sehenswürdig-keiten sind der alte und der neue Teil Lhasas,
der Crayon Brahmaputra, der Zusammenfluss der zwei Flüsse Niyang und
Brahmaputra, der schöne Garten beim Norbu Lingka in den Vororten
Lhasas oder das Dorf Sangmu.
Dinge, die man bei einer Winterreise
nach Tibet mitführen sollte
Die beschriebenen Reiseziele liegen alle in einer durchschnittlichen
Höhe von 3000 Metern, daher kann es hier nur zu relativ leichten
Symptomen von Höhenkrankheit kommen. Es ist ausreichend, einige
leichte Arzneimittel gegen Höhenkrankheit wie Hongjingtian und
Gaoyuanan mitzuführen und gegebenenfalls während der ersten Tage
nach der Ankunft einzunehmen.
Außerdem sollte man für einen angenehmen Winterurlaub in Tibet eine
Sonnenbrille, eine wasser- und winddichte Kopfbedeckung mit
verstärktem Schirm und Sonnencreme mitnehmen, um nicht dem
intensiven Sonnenlicht zu stark ausgesetzt zu sein und
Schneeblindheit vorzubeugen.
Das Mitführen von Ingwerpulver gegen Insekten ist ebenfalls ratsam,
da einige Herbergen in Tibet keine von Insekten freien Bettbezüge
zur Verfügung stellen können. Atmungsaktive Unterwäsche ist
Baumwoll-unterwäsche vorzuziehen, weil Baumwolle vergleichsweise
luftdicht ist und Feuchtigkeit durch Schweiß kälteempfindlich macht.
Auch ein Schmerzmittel wie Paracetamol oder Aspirin gegen
Frostbeulen und andere Schmerzen ist empfehlenswert.
Während der Winterzeit wird in China hauptsächlich Fleisch gegessen.
Bekannte lokale Gerichte sind zum Beispiel mit der Hand verzehrtes
Schaffleisch, gegrillte Innereien vom Schaf und Trockenfleisch.
Feiertage in der Winterzeit
Der Winter ist eine festliche Jahreszeit in Tibet. Für Tibetreisende
sind diese Feste eine weitere Attraktion. Im folgenden eine
Übersicht über tibetische Feste, die in die Winterzeit fallen:
Gongbu Fest, Nyingchi
Am 1. Oktober des tibetischen Mondkalenders, im November oder
Dezember nach dem gregorianischen Kalender, wird das Gongbu Fest
gefeiert. Das Fest dient der Erinnerung an tibetische Soldaten, die
in Kriegen zum Schutz der Tibeter vor Eindringlingen, starben. Zu
den Feierlichkeiten gehören Tänze, Pferderennen und Jahrmärkte.
Xiannü Fest (Feenfest)
Das Xiannü-Fest wird auch Tianmu Fest (Fest der himmlischen Mutter)
genannt und fällt auf den 15. Oktober nach dem tibetischen Kalender.
Es ist in erster Linie ein Fest der tibetischen Frauen und wird in
ganz Tibet mit religiösen Feiern begangen.
Randeng Festival (Laternenfest)
Das Randeng Fest fällt auf den 25. Oktober nach dem tibetischen
Mondkalender und wird zur Erinnerung an den großen tibetischen
Reformer Zongkaba gefeiert. Zu den Feierlichkeiten zählen das
Entzünden von Lichtern aus Butterschmalz und das Singen religiöser
Lieder.
Qugui-Fest (Das Fest der
Geisteraustreibung)
Das Qugui-Fest fällt auf den 29. Dezember nach dem tibetischen
Mondkalender und wird im Vorfeld des Neujahrsfestes gefeiert. Zu den
Aktivitäten im Rahmen des Qugui-Festes zählen Gebete für Glück im
kommenden Jahr und Hausputz.
Zanglinian (Tibetisches Neujahr)
Das tibetische Neujahrsfest fällt auf den 1. Januar des tibetischen
Kalenders und ist das wichtigste Fest in Tibet. Die Menschen
beginnen sich bereits im Dezember auf das Zanglinian vorzubereiten.
Sie bereiten Tsampa, geröstete Kerne und Renshenguo, eine Art
tonischer Frucht vor. Am Sylvesterabend wird das vorbereitete Essen
den Buddhabildern angeboten. Am Neujahrsmorgen hohlen die Menschen
zuerst einen Eimer Wasser vom Fluss. Der erste Eimer Wasser im neuen
Jahr gilt als Glückswasser. Am zweiten Tag besuchen sich Freunde und
Verwandte untereinander.
Suyou Huadenghui (Butterlampenfest)
Das Suyou Huadenghui fällt auf den 15. Januar nach dem tibetischen
Kalender und wird tagsüber durch Gebete in den Tempeln und nachts
mit einem Laternenfest gefeiert. Während des Festes gibt es
zahlreiche farbenfrohe Laternen mit Bildern von Göttern, Vögeln,
Blumen und Bäumen zu bewundern. Außerdem wird Puppentheater
vorgeführt.
(China.org.cn, China Daily, 20.
Oktober 2006)

Eisenbahn fördert Schutz der tibetischen Kultur
Die
Qinghai-Tibet-Eisenbahn
wird den Schutz und die Entwicklung der tibetischen Kultur fördern
und den Zustrom von Touristen auf der Suche nach einer einmaligen
kulturellen Erfahrung nach
Tibet
bedienen, glaubt Lhamo Pucog, stellvertretender Präsident der
chinesischen Gesellschaft für den Schutz und die Entwicklung der
tibetischen Kultur, im Vorfeld eines Forums zur tibetischen Kultur.
"Die Qinghai-Tibet-Eisenbahn ermöglicht eine förderliche Interaktion
zwischen der tibetischen und anderen Kulturen", sagte Lhamo.
Da sich die meisten Touristen in
Tibet für die Stätten und die einzigartige ethnischen und
kulturellen Attraktionen interessierten, seien die lokale Regierung
und die Bürger ermutigt, ihre Kultur weiter zu entwickeln. Außerdem
würden die lokalen Anwohner durch die Entwicklung des Tourismus
leichteren Zugang zu Informationen und Kulturen der Außenwelt
erhalten.
Die am 1. Juli dieses Jahres in Betrieb genommene Strecke ist 1956
Kilometer lang und verbindet das chinesische Herzland mit der
autonomen Region Tibet. Die Strecke führt durch beeindruckende
Gebirgszüge mit einer durchschnittlichen Höhe von 4000 Metern über
dem Meeresboden.
Die tibetische autonome Region Tibet hat zwischen dem 1. Juli und
dem 31. August über 913.000 Touristen aus dem In- und Ausland
empfangen, eine Zunahme um 54 Prozent. In demselben Zeitraum wurden
durch den Tourismus 940 Millionen Yuan (94 Millionen Euro)
eingenommen, ein Anstieg um 48,6 Prozent im Vergleich zum selben
Vorjahreszeitraum.
(China.org.cn, Xinhua, 11. Oktober 2006)

Das Reinkarnationssystem der Lebenden
Buddhas
Das
Reinkarnationssystem der Lebenden Buddhas ist der wichtigste
Unterschied zwischen dem Tibetischen Buddhismus und anderen Schulen
des Buddhismus. 1283, als Garma Baxi, dem der mongolische Khan Mongo
den Titel „Staatlicher Tutor“ verliehen und eine mit goldenen Fäden
umsäumte schwarze Mütze geschenkt hatte, auf dem Sterbebett lag,
sprach er seinen Wunsch aus, nach einem Kind als seiner Wiedergeburt
zu suchen, um die schwarze Mütze zu erben. Dies war der Beginn des
Reinkarnationssystems der Lebenden Buddhas mit schwarzer Mütze.
Danach folgen die anderen Sekten des Tibetischen Buddhismus ihrem
Beispiel. Statistiken zufolge gab es während der Regierungszeit des
Kaisers Qianlong der Qing-Dynastie (1616-1911) 148 Lebende Buddhas,
die im Rat für Mongolische und Tibetische Angelegenheiten
registriert wurden. Ihre Zahl stieg am Ende der Qing-Dynastie auf
160. Das Reinkarna-tionssystem der Dalai Lamas wurde im 17.
Jahrhundert und das der Panchen Erdenis im Jahr 1713 eingeführt.
Als
die Gelug-Sekte im 17. Jahrhundert in Tibet an die Macht gekommen
war, wurde das Reinkarnations-system der Lebenden Buddhas zu einem
Mittel der Machthaber Tibets für die Suche nach Vorrechten. Um
diesem Missstand abzuhelfen, veröffentlichte die Qing-Dynastie im
Jahr 1793 das „29-Artikel-Statut für eine noch effektivere
Verwaltung Tibets“. In Artikel 1 des Status wird die Einführung des
Systems der Losziehung aus der goldenen Urne zur Bestimmung der
Wiedergeburt eines verstorbenen Lebenden Buddhas festgelegt. Zu
diesem Zweck ließ der Qing-Hof zwei goldene Urnen anfertigen: eine
für den Dalai Lama und den Panchen Erdeni, die im Potala-Palast in
Lhasa aufbewahrt wird, und eine für große Lebende Buddhas und
Hutogtu-Buddhas in der Mongolei und Tibet, die im Lamatempel
Yonghegong in Beijing aufbewahrt wird.
Der
Staat respektiert diesen Glauben und praktiziert die Reinkarnation
der Lebenden Buddhas sowie die religiösen Rituale und historische
Gepflogenheiten des Tibetischen Buddhismus. Im Jahr 1992 genehmigte
das Büro für religiöse Angelegenheiten beim Staatsrat den Nachfolger
des 17. Lebenden Buddhas Karmapa. Im Jahr 1995 wurde das Seelenkind
der Reinkarnation des 10. Panchen Erdeni durch die gemeinsamen
Bemühungen der Tibeter in allen Gesellschaftsschichten nach den
tibetischen buddhistischen Ritualen und den historischen
Gepflogenheiten durch die Losziehung aus der goldenen Urne im Jahr
1995 bestätigt und vom Staatsrat genehmigt. Anschließend wurde die
Inthronisationsfeier des 11. Panchen Erdeni, wobei der
Sonderbeauftragte der Zentralregierung den Vorsitz führte,
veranstaltet.
Seit der
demokratischen Reform hat es mehr als 30 Lebende Buddhas, die vom
Staat und dem Autonomen Gebiet Tibet genehmigt wurden, gegeben.

Chinas
Tibet: Fakten und Zahlen 2005
Nachdem
die Qing-Dynastie 1644 gegründet worden war, schenkte sie dem
tibetischen Buddhismus, besonders der Gelug-Sekte, größere
Aufmerksamkeit, um die Herrschaft der zentralen Regierung über das
Gebiet Tibet zu konsolidieren. Im 9. Regierungsjahr des Kaisers
Shunzhi (1652) begaben sich der 5. Dalai Lama, der Bainqen Lama und
Gushi Khan auf Einladung nach Beijing, wurden feierlich empfangen
und erhielten viele Zuwendungen. Der 5. Dalai Lama wurde mit dem
Titel „Bewahrer des buddhistischen Glaubens auf der Erde unter dem
Großen Wohlwollenden Sorgenfreien Buddha im wesentlichen Paradies“
beehrt und seine Stellung als religiöser Führer gefestigt. Nachdem
Gushi Khan 1654 gestorben war, baute der Dala Lama seine politische
Kraft aus, legte in der Religion die dominierende Stellung der
Gelug-Sekte fest und ließ mehr Klöster bauen, ihre Zahl stieg auf
über 3000.
Die Klöster des tibetischen
Buddhismus zeichnen sich durch die Verbindung der tibetischen
Palastform mit der tibetischen Kloster- und Pagodenform aus,
Widerspiegelung der Einheit von Macht und Religion. Einige bekannte
Klöster verkörpern die Verbindung des tibetischen Baustils mit dem
han-chinesischen und dem indischen Baustil: hochaufragend,
würdevoll, prächtig, mit aneinander gereihten Hallen und mit
geschnitzten Balken sowie bemalten Pfeilern sind die Klöster von
höherem Bauniveau. Die meisten tibetischen Klöster sind in einer von
zwei Arten gebaut: auf der Ebene erbaute Klöster wie das
Jokhang-Kloster und an Bergen erbaute Klöster wie der Potala-Palast,
das Gandain-, das Sera- und das Zhaibung-Kloster in Lhasa.
In
den Klöstern des tibetischen Buddhismus werden in der
Sakyamuni-Halle die Sakyamuni-Statue, in der Maitreya-Halle die
Maitreya-Statue und in der Zongkapa-Halle die Zongkapa-Statue
aufbewahrt. Die Manjusri-Statue steht häufig links von der
Sakyamuni-Statue und symbolisiert „Weisheit“, während die
Samantabhadra-Statue rechts von der Sakyamuni-Statue steht und
„Wahrheit“ verkörpert. Die Manjusri-Statue trägt fünf Harrknoten und
hält ein Schwert in der Hand, was Weisheit und Scharfsinn bedeutet.
Der Avalokitesvara, besonders der Avalokitesvara mit tausend Augen
und tausend Händen, ist voller Mitleid und Barmherzigkeit: er
schützt mit seinen tausend Händen die Menschen und erblickt mit
tausend Augen die Welt. Im Lamaismus gibt es viele Götter zum Schutz
der buddhistischen Doktrin. Zudem sind in den Klöstern des
tibetischen Buddhismus viele Musikinstrumente und Kultgeräte
vorhanden, die zur Ehrerbietung, Belehrung u.a. dienen.
Die religiösen Aktivitäten in den
Klöstern des tibetischen Buddhismus sind im allgemeinen gleich, es
besteht ein kleiner Unterschied in den religiösen Aktivitäten
zwischen den unterschiedlichen Sekten und zwischen den großen und
den kleinen Klöstern. Das wichtigste Ereignis ist das große
Gebetsfest vom 3. bis zum 25. Tag des ersten Monats nach dem
tibetischen Kalender, ein wichtiges Fest, das das Leben entscheidend
prägt.
Am
15. Tag des zweiten Monats wird das kleine Gebetsfest gefeiert. Am
30. Tag des zweiten Monats wird das „Fest für den Schatz-Vergleich“
gefeiert; an diesem Tag zeigten in der Vergangenheit Mönche aus
verschiedenen Klöstern, Adlige und Beamte ihre Schätze bzw.
Antiquitäten zuerst vor dem Potala-Palast, dann im Jokhang- und
Ramoge-Kloster. Der 15. Tag des vierten Monats wird Dagya Dawa-Fest
– der Gedenktag zur Erinnerung an die Geburt Buddhas und an sein
Eingehen ins Nirwana – gefeiert. Vom 15. Tag des sechsten Monats bis
zum 30. Tag des siebten Monats wird im Zhaibung-Kloster das „Shoton“-Fest
und am 8. Tag des siebten Monats das „Longbeng-Fest“ gefeiert. Zu
dieser Zeit ist es Mönchen und Weltlichen erlaubt, die Stupas des 3.
und des 4. Dalai Lama in der Großen Sutrahalle anzubeten. Das
„Laternen-Fest“ am 25. des zehnten Monats ist der Gedenktag zur
Erinnerung an die Erleuchtung Zongkapas. Am 29. des zwölften Monats
wird das „Fest zur Vertreibung der Gespenster“ gefeiert, an dem man
tanzt, um Gespenster zu vertreiben. Im Potala-Palast wird dieses
Fest feierlicher als anderswo gefeiert, um für eine reiche Ernte im
nächsten Jahr zu sorgen.
In den tibetischen Klöstern werden
große Mengen von Kunstwerken und historischen Kulturgegenständen
aufbewahrt. Die Statuen, Wandgemälde und Ornamente in den Klöstern
sind von hohem künstlerischem Wert. In den großen Klöstern Tibets
werden viele Sutras und Bücher über Literatur, Geschichte,
Geographie, Philosophie, Medizin, Astronomie und Kalender
aufbewahrt. Ein Kloster stellt ein Museum für tibetische Geschichte,
Kultur und Kunst dar und verkörpert die Essenz der tibetischen
Kultur.
Die Tibetische Kulturwoche 2006
findet in der Zeit vom 18. bis 29. Oktober in Österreich statt. Li
Guangwen, chinesischer Hauptverant-wortlicher und Vize-Vorsitzender
des ständigen Ausschusses des Volkskongresses des Autonomen Gebiets
Tibet, sagte am 18. Oktober, dass die Kulturwoche zum Vorantreiben
gut entwickelter Beziehungen zwischen China und Österreich beitragen
wird.
In einem Interview wies Li Guangwen
in Beijing darauf hin, dass das tibetische Volk der ganzen Welt die
riesigen Veränderungen Tibets näher bringen möchte. Die Kulturwoche
spiele eine wichtige Rolle dabei und wird Tibet umfassend und
objektiv darstellen.
Die Tibetische Kulturwoche 2006 ist
die sechste Großveranstaltung außerhalb Chinas über die tibetische
Kultur seit 2001.

Wohnhäuser in Tibet
Die traditionellen Wohnhäuser in
Tibet haben, wie andere Aspekte der tibetischen Kunst und Kultur,
ihre eigenen Eigenschaften. Es gibt eine Reihe verschiedener Formen
tibetischer Wohnhäuser, wie z. B. Stein-häuser in südtibetischen
Tälern, Zelthäuser in nordtibetischen Weidgebieten und Holzhäuser in
Wäldern entlang dem Yarlung Zangbo-Fluss. In Ngari findet man sogar
Wohnhöhlen.
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Ein
Überblick über die Stadt Lhasa |
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Tibetische
Wohnhäuser können auf eine lange Geschichte zurückblicken. In einer
Ruine aus der Karub-Jungsteinzeit vor 4000 Jahren finden sich viele
Baureste.
Steinhäuser sind die typische Form
der Wohnhäuser in Tibet. Die meisten von ihnen sind mit Stein und
Holz gebaut und liegen am Berghang. Von außen gesehen wirkt ein
solches Haus würdevoll und fest, der Baustil ist von klassischer
Schlichtheit und etwas grob. Die Außen-wände sind in den Grundlagen
dick und verjüngen sich nach oben, wobei der innere Teil senkrecht
nach oben verläuft. Im Allgemeinen besteht ein Steinhaus aus zwei
Stockwerken, die Räume sind durch Säulen begrenzt. Das Erdgeschoss
ist niedrig und wird als Tierstall und Lager genutzt. Man wohnt im
ersten Stock. Die großen Räume dienen als Wohnzimmer, Schlafzimmer
und Küchen und die kleinen als Lager oder Treppenhäuser. Der zweite
Stock, wenn es einen gibt, wird meistens als Gebetsraum und
Trockenfläche genutzt.
Die Steinhäuser sind stabil und
wind- und kältebeständig. Sie können auch vor Angriffen und
Diebstahl schützen.
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Das neue
Haus einer tibetischen Bauernfamilie |
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Wie schon der Name sagt,
unterschiedet sich das Zelthaus wesentlich vom Steinhaus. Es muss
der Lebensweise der tibetischen Hirten, die ein Nomadenleben führen,
gerecht werden und hat deshalb eine ganz andere Konstruktion als das
Steinhaus. Ein normales Zelthaus ist quadratisch oder rechteckig und
nicht sonderlich groß. Das Filzzelt aus schwarzer Yakswolle wird von
2 m langen Holzstangen gestützt. In seiner Mitte befindet sich eine
15 cm breite und 1,5 m lange Öffnung für Belüftung und Licht. Es
wird mit Seilen aus Yakswolle im Boden befestigt und ist von einer
50 cm hohen runden Mauer aus Lehmziegeln oder Kies umgeben, auf der
Hochlandgerste, Butterbehälter und getrockneter Kuhmist (als
Brennstoff genutzt) gelagert sind. Das Zelthaus ist einfach
ausgestattet. Ungefähr in der Mitte steht ein Kochherd, dahinter ein
Altar. Der Boden ist vollständig von Schaffellen bedeckt, darauf
ruht man sich aus und schläft. Das Zelthaus hat eine einfache
Struktur. Das Gerüst ist leicht zu zerlegen, zusammenzusetzen und zu
transportieren.
Die Tibeter lieben die Schönheit
und verstehen sich gut darauf, diese auszudrücken. Ihre Wohnungen
sind deshalb häufig schön geschmückt. An die Zimmerwände sind oft
glückverheißende Muster gemalt. An den Seitenwänden des Wohnzimmers
sind blaue, grüne und rote Streifen zu sehen. Sie symbolisieren
Himmel, Erde und Meer. In Xigaze malt man an die Tür des Wohnhauses
Muster, die Sonne, Mond und Glückswolken darstellen, oder hängt
Mani-Fähnchen heraus. In Mankang, Qamdo schmücken die Tibeter
Außenmauern und Fenster mit bunten Bildern.
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Zelthäuser tibetischer
Hirten im Weidegebiet Nagqu |
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Der größte und auffälligste
Unterschied zwischen den Wohnhäusern von Tibetern und denen anderer
Nationalitäten ist die starke Religionsprägung.
Inner- und außerhalb des Hauses
ist deutlich, dass heilige Buddhas hier eine hohe Stellung inne
haben. Sowohl in den Wohnungen der Bauern und Hirten als auch in den
Residenzen der Adligen gibt es eine Opferstätte oder einen Altar, um
den Buddhas Opfer darzubringen.
Vorm Fenstervorsprung der
Außenwände hängen rote, blaue und weiße Baumwollgardinen. Die
Fensterrahmen sind schwarz. Der Unterteil des Dachaufsatzes und
dessen Ecke werden mit einem Baldachin aus roten, weißen, blauen,
gelben und grünen Baumwollstoffen geschmückt. Im tibetischen
Buddhismus sind diese fünf Farben glückbringende Farben und
symbolisieren jeweils Feuer, Wolken, Himmel, Erde und Wasser.
An der Bemalung der Wände ist
erkennbar, welcher Sekte diese Familie angehört. Die Wände eines
Wohnhauses der Sagya-Sekte z. B. sind weiß mit zwei gleichbreiten
Linien in Dunkelrot und Dunkelblau. Viele große Häuser sind in zwei
Farben (dunkelrot und weiß) gestrichen (von oben bis unten). Dies
bedeutet, dass die Einwohner in dieser Gegend Anhänger der
Sagya-Sekte sind.
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Wohnhäuser in Berggebieten
Tibets |
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Die Wohnsiedlungen in Tibet haben
zumeist eine religiöse Bedeutung. Das Barkor-Wohnviertel in Lhasa z.
B. wurde in der Nähe des Jokhang-Tempels errichtet. In den
Landwirtschafts- und Weidegebieten wurden die Wohnhäuser rund um die
Tempel bzw. Klöster gebaut.
Neben den Vorrichtungen gegen
Kälte, Wind und Erdebeben gibt es in tibetischen Wohnhäusern noch
Lufteinlasstüren, kleine Höfe und Dachfenster, so dass unwirtliche
Einflüsse von Wetter und geographischer Lage ausge-schlossen werden
können.
Vor der demokratischen Reform vom
Jahr 1959 wohnte der Großteil der Tibeter in niedrigen Hütten, viele
waren obdachlos. Nach der Gründung des Autonomen Gebiets Tibet
setzte die Regierung viel Geld in die Verbesserung der Wohn-häuser
der Tibeter ein. 1994 erreichte das Pro-Kopf-Wohnfläche in den
Städten 12,24 qm und in den Dörfern 20,36 qm. Da sich die Wirtschaft
im alten Tibet sehr langsam entwickelte, konnten die Wohnhäuser nur
mit Stein und Lehm gebaut werden. Heute werden in Tibet viele
Hochhäuser mit modernen Baustoffen gebaut, so dass der tibetische
Baustil noch besser zur Geltung bebracht werden kann. Im alten Tibet
war die Innenausstattung der meisten tibetischen Wohnhäuser einfach.
Heute sind in den tibetischen Familien Fenster, Radiorecorder und
tibetische Möbel populär. Die Tibeter haben durch Reform und Öffnung
nun mehr Geld in der Tasche. Sie können ihre Häuser schön gestalten.

Eisenbahn fördert Schutz der tibetischen Kultur
Die
Qinghai-Tibet-Eisenbahn
wird den Schutz und die Entwicklung der tibetischen Kultur fördern
und den Zustrom von Touristen auf der Suche nach einer einmaligen
kulturellen Erfahrung nach
Tibet
bedienen, glaubt Lhamo Pucog, stellvertretender Präsident der
chinesischen Gesellschaft für den Schutz und die Entwicklung der
tibetischen Kultur, im Vorfeld eines Forums zur tibetischen Kultur.
"Die Qinghai-Tibet-Eisenbahn ermöglicht eine förderliche Interaktion
zwischen der tibetischen und anderen Kulturen", sagte Lhamo.
Da sich die meisten Touristen in
Tibet für die Stätten und die einzigartige ethnischen und
kulturellen Attraktionen interessierten, seien die lokale Regierung
und die Bürger ermutigt, ihre Kultur weiter zu entwickeln. Außerdem
würden die lokalen Anwohner durch die Entwicklung des Tourismus
leichteren Zugang zu Informationen und Kulturen der Außenwelt
erhalten.
Die am 1. Juli dieses Jahres in Betrieb genommene Strecke ist 1956
Kilometer lang und verbindet das chinesische Herzland mit der
autonomen Region Tibet. Die Strecke führt durch beeindruckende
Gebirgszüge mit einer durchschnittlichen Höhe von 4000 Metern über
dem Meeresboden.
Die tibetische autonome Region Tibet hat zwischen dem 1. Juli und
dem 31. August über 913.000 Touristen aus dem In- und Ausland
empfangen, eine Zunahme um 54 Prozent. In demselben Zeitraum wurden
durch den Tourismus 940 Millionen Yuan (94 Millionen Euro)
eingenommen, ein Anstieg um 48,6 Prozent im Vergleich zum selben
Vorjahreszeitraum.
(China.org.cn, Xinhua, 11. Oktober 2006)

Tibetische Frauen und ihre Trachten
Auf dem schönen geheimnisumwitterten
Tibet-Plateau sieht man überall gesunde und rotwangige tibetische
Frauen. Sie singen und tanzen bei der Feldarbeit, bauen ihre
Behausungen (Häuser mit flachem Dach und vielen Fenstern auf
Erhöhungen, mit Wänden aus Stein und Lehm gemauert), hüten Yak- und
Schafherden oder knüpfen Pulus (Teppiche aus tibetischen Wollstoff),
stellen Butter her und ernten Qingke-Gerste. So haben sie gemeinsam
mit den Männern zur Entwicklung der Wirtschaft und Kultur
beigetragen. Sie sind die Hauptstütze der Bevölkerung der
tibetischen Nationalität.
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Eine
Khamba-Frau aus Tibet in einer Modeschau |
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Auf dem ewig
von Schnee bedeckten Plateau haben die tibetischen Frauen mit großer
Mutterliebe die Kinder der tapferen und arbeitsamen tibetischen
Bevölkerung geboren und aufgezogen.
Die tibetischen Frauen putzen sich
gerne schön heraus und nähen ihre farbenfrohen Nationaltrachten. Sie
knüpfen mit ihren geschickten Händen die Kunsthandwerke, um sich
schön zu kleiden und ihr Zimmer geschmackvoll einzurichten.
Die
tibetischen Frauen sind gut im Singen und Tanzen. Bei der Feldarbeit
singen sie laut und nach Herzenslust, beim Trinken, bei der Anbetung
der Götter und nach der Schlichtung von Streitigkeiten singen sie
auch oft. An den traditionellen Festtagen zeigen sie Gesang- und
Tanzdarbietungen. Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass sie, als
sie Kind die Sprache lernten, schon das Singen mitlernten, ebenso,
als sie als Kind gehen lernten, lernten sie auch schon das Tanzen.
Gleich welche Schwierigkeit ihnen widerfährt, lassen sie sich nicht
betrüben. Mit dem Gesang drücken sie ihre Ideale aus.
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Eine
Frau aus dem Bezirk Nagqu, Tibet |
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Eine lange
historische Periode hindurch lebten die Tibeter wie im Mittelalter
immer unter der Herrschaft der Leibeigen-schaft. Die Sklaven und
Leibeigenen sowie Frauen wurden politisch, geistig, menschlich am
stärksten unterdrückt und wirtschaftlich ausgebeutet. Sie gehörten
zur untersten Unterschichte. Im Gesetzbuch des alten Tibet wurde
festgelegt: „Die Frauen haben kein Recht, über Staatsangelegenheiten
zu sprechen“, „Die Sklaven und die Frauen dürfen nicht an den
Militär- und Regierungstätigkeiten teilnehmen“. In der Gesellschaft
waren Sprichwörter verbreitet wie: „Wenn man an die Frauen glaubt,
ist das Dach von Unkraut überwuchert.“ Mit einem Wort machten die
Frauen immer harte Arbeit und hatten in der Gesellschaft keine
Stellung. Sie zogen die Kinder mit großer Mühe auf und hatten aber
keine Rechte, zu lernen. Sie knüpften zwar schöne Kleider, waren
jedoch immer in Lumpen gehüllt. Daher war ihr Schicksal
bedauernswürdig.
Mitte des 20. Jahrhunderts hat die
Gründung des Neuen China ihnen Glück gebracht. So sind sie die
Herren des Tibet-Plateaus geworden.
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Frauen
in festlichen Trachten im Bezirk Ngari, Tibet
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In den 50
Jahren seit der friedlichen Befreiung hat sich ein weltumwälzender
Wandel auf allen Gebieten Tibets vollzogen. Als die Hälfte des
Himmels haben die tibetischen Frauen auch von Grund auf das
Feudaljoch abgeschüttelt, wobei sie aus der niedrigsten
Gesellschaftsschicht zu Berufsfrauen aufgestiegen sind. Aus allen
Gewerben und Branchen, von Leitern jeder Ebene des Autonomen Gebiets
Tibet bis zu Bergsteigerinnen, die den Qomolangma überwältigt haben,
Lehrerinnen, Schriftstellerinnen, Richterinnen, Anwältinnen usw. ist
eine große Anzahl von Vorbildern und Heldinnen hervorgegangen. Mit
dem ständigen Fortschritt der Gesellschaft haben sich die Stellung
der tibetischen Frauen in den Bereichen Politik, Wirtschaft und
Kultur sowie in den Familien tiefgehend verändert. Sie sind wirklich
die Hälfte des Himmels zum Aufbau des neuen sozialistischen Tibet
geworden, und auch eine unentbehrliche Kraft zum Aufbau des
sozialistischen Vaterlandes.
Sie sind immer noch voller
Lebensfrische.
1992 wurde das „Gesetz der
Volksrepublik China zum Schutz von Rechten und Interessen der
Frauen“ erlassen. In Übereinstimmung mit dem Gesetz haben die
tibetischen Frauen aktiv bei der Verwaltung von Staats- und
Regierungs Angelegenheiten mitgewirkt. Von allen Abgeordneten des
Volkskongresses des Autonomen Gebiets und allen Mitgliedern des
Tibet-Komitees der Politischen Konsultativkonferenz des Chinesischen
Volkes (PPKCV) machen die weiblichen 20% bzw. 18% aus. Das Autonome
Gebiet bestimmt, dass in seinen Führungsgremien jeweils ein bis zwei
weibliche Kader eingesetzt werden müssen; in den Führungsgremien der
Bezirksebene müssen die weiblichen Funktionäre 14% ausmachen. Die
tibetischen Frauen haben auf ihren Posten eine sehr gute Rolle
gespielt.
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Frauen
in traditionellen tibetischen Trachten in Lhasa,
Tibet |
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Im chinesischen Gesetz wird
vorgesehen, dass Mann und Frau in der Familie eine gleiche Stellung
haben. In den heutigen tibetischen Familien dürfen sich die Frauen
mit allen Berufs- und Produktionstätigkeiten beschäftigen und haben
eigene Einnahmen, daher ist ihre Stellung im Familienleben gehoben
und dadurch die Gleichberechtigung von Mann und Frau realisiert
worden.
Sie haben auch das Beste der
Tradition der tibetischen Nationalität weiterentwickelt und gepflegt
und mit der Zeit viele glänzende Kunsthandwerke geschaffen. Schöne
Kleidungsaccessoires und Kopfschmuck spiegeln die Veränderung der
Wirtschaftsstruktur, Lebensweise und Kultur, die Begabung und den
künstlerischen Geschmack der tibetischen Frauen wider. Es zeigt auch
ihren heiteren Charakter.
An den Festtagen und in der Freizeit
treffen sich die tibetischen Frauen, um zu singen und zu tanzen.
Viele tibetische Künstlerinnen treten nicht nur oft auf der Bühne
auf, sondern vermitteln der Welt auch ihre traditionelle Kunst.
Viele
tibetische Frauen lieben ihre Arbeit, machen gern Hausarbeit und
arbeiten mit ganzem Herzen für das Gemeinwohl. Die Verhältnisse
zwischen Familien und Nachbarn sind gut. Es herrscht hier eine
harmonische Atmosphäre. Sie glauben auch fest an Buddha. Jedes Jahr
gehen sie zur Pilgerfahrt in die Klöster bzw. Tempel, um auf Knien
für das Glück der Familien und Tibets den Gott anzubeten.

Feste
in Tibet
Der tibetische Buddhismus mit seiner
über 1300 Jahren alten Geschichte prägt das Leben der tibetischen
Bevölkerung enorm. Viele Feste in Tibet sind reine Religionsfeste.
Wegen der schwierigen Umweltbedingungen und dem harten Leben möchten
viele Tibeter ihr Schicksal verändern. Sie beten zum Himmel, sie zu
lieben und zu beschützen. Besonders an den Festtagen können sie sich
im Gebet an den Himmel, an Buddhas sowie an die Natur wenden. Bei
der Buddhaverehrung an den Festtagen haben die Gläubigen eine Menge
Spaß.
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Tibeter
gratulieren sich gegenseitig zum Neujahr |
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Die Tibeter haben viele Feste. Nach dem tibetischen Kalender
(ähnlich dem Mondkalender der Han-Chinesen) gibt es fast jeden Monat
ein Fest.
Im 1. Monat gibt es viele bedeutende Feste. Man feiert fast jeden
Tag. Das Neujahr ist das wichtigste Fest. Bereits Anfang des 12.
Monats bereitet man sich für das Neujahr vor. Zuerst opfert man den
Buddhas Qingke-Gerstekeimlinge. Mitte des 12. Monats stellen alle
Familien Zangba her, das sind mit Butter geknetete Teigstückchen.
Kurz vor Neujahr muss jede Familie die Dou-Getreidebehälter mit
Zangba, mit gerösteten Qingke-Gerstekörnern und mit „Dromar“ füllen.
Darauf werden Qingke-Ähren gesteckt - das bedeutet gute Ernte.
Außerdem soll jede Familie einen bunt bemalten Schafkopf aus Butter
vorbereiten. All dies dient dazu, eine reiche Ernte und ein gutes
Leben im kommenden Jahr herzubeten.
Am 29. Tag des 12. Monats putzt man
zuerst die Küche, dann wird mit Mehl mitten auf die Wand ein
Glückszeichen gemalt. Am Abend essen alle Familienangehörigen
zusammen „Gutu“ (Mehlklößchen). Nach dem Genuss von Mehrklößchen
findet die Zeremonie „Geisterverjagen“ statt, wobei Gebete zur
Verhinderung von Unglück verrichtet werden. Dann steht der
Silvesterabend vor der Tür. So beginnt das Neujahr. An die Haustüren
malt man mit Kreiden Glückszeichen. In die frisch geputzten Zimmer
legt man Teppiche. Vor dem Hausaltar stehen gebratene Kuchen,
verschiedenartiges Obst, Butter, Ziegeltee und Nüsse. Der 1. Tag des
1. Monats ist der Tag der Familienzusammenkunft.
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Ein 65
Jahre alter tibetischer Künstler im Kreis Rinbung, Tibet,
führt ein Tibet-Operstück auf, um das Neujahr zu feiern.
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Frühmorgens stehen die Menschen auf
und kleiden sich in neue Gewänder. Zuerst trägt man einen
Getreidebehälter und Qingke-Gerstenwein mit beiden Händen, um sich
gegenseitig zum Neujahr zu gratulieren. Dann trinkt man Gerstenwein
und isst Haferbrei und in der Butter gebratene Kuchen. Am nächsten
Tag besuchen sich Verwandte und Freunde. Seit dem 4. Tag des 1.
Monats findet in Lhasa das Große Gebetsfest statt. Zongkapa,
Begründer der Gelug-Sekte des tibetischen Buddhismus, veranstaltete
dieses Fest 1409 zum ersten Mal in Lhasa, um Sakyamunis Erleuchtung
und seinen Eintritt ins Nirwana sowie seinen Sieg über Gespenster
und Teufel zu feiern. Zuerst rezitieren, lesen und debattieren die
Mönche der drei großen Tempel in Lhasa vor der Sakyamuni-Statue im
Jokhang-Tempel Sutras und beten - Dies ist eine Vorbereitung für die
Zulassungsprüfung für den Lharamba-Gexi-Titel (Doktor des
Buddhismus). Während des Großen Gebetsfestes spendet die Regierung
den Mönchen Almosen. Gläubige gießen Butter in die Butterlampen und
geben Almosen. Das Fest geht am 25. des 2. Monats zu Ende, nachdem
man Buddha Maitreya begrüßt hat. Im 1. Monat gibt es noch ein
bedeutendes Fest - das Butterlampen-Fest, das am 15. Tag gefeiert
wird. Am Tage pilgern die Gläubigen. Am Abend baut man Regale in
unterschiedlichen Formen und in unterschiedlicher Höhe auf, auf
denen verschiedene bunte Figuren aus Butter wie Unsterblich-,
Menschen-, Vogel-, Tier-, Blumen- und Baumfiguren stehen. Im Licht
von hundert Lampen scheinen sie prächtig und glänzend. Die hohen
Lamas und hohen Beamten bewunderten früher diese Lampen; Mönche und
Gläubige feiern das Fest gemeinsam. Vom 24. bis zum 26. Tag des 1.
Monats finden Bogenschießwettkämpfe und die Zeremonie des
Geisterverjagen von Hexenmeistern, die sich in Trance befinden,
statt. Während dieser Zeit wimmelt es in Lhasa von Menschen.
Vom 2. bis zum 12. Monat werden
zahlreiche Feste gefeiert. Nachfolgend stellen wir einige
repräsentative Feste vor:
Am 15. Tag des 5. Monats nach dem
tibetischen Kalender feiert man das Linka (Wald)-Fest. An diesem Tag
werden Weihrauch-stäbchen verbrannt. Das Fest ist zum Gedenken an
den indischen Mönch Padmasambhava, der im Mai des Affenjahres in
Tibet alle Dämonen und Monstren bezwungen hatte. Die Tibeter, die
die Natur lieben und gut im Singen und Tanzen sind, kleiden sich
festlich und gehen mit Gerstenwein und Buttertee sowie vielen
Leckerbissen in den Wald. Sie schlagen dort ihre Zelte auf und
amüsieren sich darin. Es gibt ein großes Gelage: Essen, Trinken,
Singen und Tanzen. Sie genießen die Natur. Die Gläubigen laden sich
gegenseitig in ihre Zelte ein. Die Volkskünstler geben ihre
Darbietungen. Dieses Fest dauert ein Monat.
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Hirten
im Bezirk Nagqu, Tibet, im Pferderennenfes |
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Am 1. Tag des 7. Monats ist das Shoton-Fest, ein Festival für die
Tibet-Oper ist. So wird es auch das Tibet-Operfest genannt. Vor dem
17. Jahrhundert war das Shonton-Fest ein rein religiöses Fest. Gemäß
den damaligen Gesetzen und der religiösen Disziplin war es den
Mönchen verboten, im Sommer auszugehen. Die Gläubigen mussten den
Mönchen Essen spenden. So feiert man das Shoton-Fest. In der Mitte
des 17. Jahrhunderts wurde die Tibet-Oper während dieser Zeit
aufgeführt. Das Festival ist überliefert, aber diese Aufführungen
durften nur außerhalb der Tempel und Klöster gezeigt werden. Erst
Anfang des 18. Jahrhunderts durfte die Tibet-Oper in Norbulingka,
die Residenz für den Dalai Lama, aufgeführt und dort das Shoton-Fest
gefeiert werden. Auch Laien durften im Palast die Tibet-Oper
bewundern.
Das „Ongkor“-Fest - ein Fest zur
Feier der guten Ernte - wird im 8. Monat gefeiert, wenn die
Kulturpflanzen reif sind. Das über 1000jährige „Ongkor“-Fest wurde
anfangs im Gebiet am Mittel- und Unterlauf des Yarlung
Zangbo-Flusses gefeiert. Während dieses Festes wurde früher eine
Gebetszeremonie zur guten Ernte veranstaltet. Meistens feierte man
dieses Fest im Kreis eines Dorfes. Ein Hexenmeister der Bön-Religion
führte eine „Hexerei“ durch und die Dorfbewohner wanderten rund um
die Felder des Dorfes. Durch die Entwicklung der Religion und unter
ihrem Einfluss wurden die Aktivitäten für dieses Fest ständig
erneuert. Als die Ningma-Sekte des tibetischen Buddhismus Ende des
8. Jahrhunderts ihre Blütezeit erreichte, wurde das „Ongkor“-Fest
von dieser Sekte beeinflusst. Man musste Zauberformeln murmeln, so
betete man für eine gute Ernte. Nachdem die Gelug-Sekte (Gelbe
Sekte) sich eine führende Stellung erkämpft hatte, wurde das Fest
von der Gelben Sekte beeinflusst. Vor dem Demonstrationszug wurden
Buddhastatuen getragen und Sutras rezitiert. Seitdem sind die
Aktivitäten des „Ongkor“-Festes überliefert. Später wurden
Pferderennen, Bogenschießen, Gesang und Tanz, Tibet-Oper und Ringen
in die Aktivitäten integriert. Nicht nur auf den Ackern werden diese
Spiele praktiziert, sondern auch auf den Weiden.
Im 10. Monat gibt es zwei bedeutende
religiöse Feste, das eine ist das Fest des glückbringenden Engels am
15. Tag des 10. Monats. Alle Mönche im Moru-Kloster bringen dem
glückbringenden Engel im Jokhang-Tempel ein Jahresopfer dar. Am
Abend des 14. Tages des 10. Monats tragen sie die Statue des
glückbringenden Engels in die Sakyamuni-Halle und platzieren sie es
der Sakyamuni-Statue gegenüber. Nach dem Sonnenaufgang am 15. Tag
des 10. Monats tragen Mönche die Statue des glückbringenden Engels
auf den Barkhor-Platz. Zahlreiche Gläubige überreichen der Statue
des glückbringenden Engels ein Hada. Nach einer Reihe von religiösen
Aktivitäten kehren die Mönche aus dem Jokhang-Tempel zurück.
Besonders Frauen interessieren sich für dieses Fest. So nennen sie
das Fest „Feenfest“. Sie sind an diesen Tag schön gekleidet. Vor der
Statue des glückbringenden Engels verbrennen sie Weihraustäbchen und
legen Gelübde ab.
Ein anderes Fest ist das
Laternen-Fest am 25. Tag des 10. Monats. An diesem Tag feiert man
den Todestag von Zongkapa, Begründer der Gelug-Sekte. Am Abend
brennt man zahlreiche Lampen in den Tempeln und Klöstern und auf den
Dächern der Häuser der einfachen Leute an. Eine endlose Kette von
Gläubigen mit Gebetsmühlen strömt zum Jokhang-Tempel und wirft
Maulbeerbaumäste in den Weihrauchbehälter vor dem Jokhang-Tempel.
Sie wünschen sich dadurch ein gutes Leben.

Traditionelle tibetische Kultur und Kunst
Die traditionelle tibetische Kultur und Kunst können auf eine lange
Geschichte zurückblicken. Der Lamaismus, die tibetische Form des
Buddhismus, verleiht ihnen ihre besonderen Eigenschaften.
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Während
des 3. Nationalen Festivals für die Kultur und Kunst
nationaler Minderheiten, das vom 5. bis 25 Sept. 2006 in
Beijing stattfindet, führen die tibetischen Volkskünstler
einen traditionellen tibetischen Tanz auf. |
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Tibetische Kultur und Kunst entstanden vor 5000 Jahren und
durchliefen vier Entwicklungs-etappen: die vorgeschichtliche Kultur
vor dem 7. Jahrhundert, die entwickelte Kultur des Tubo-Königreiches,
die schwungvolle Entwicklung in der Zeit der Yuan (1271-1368)- und
der Ming (1368-1644)-Dynastie und die Blützeit in der Qing-Dynastie
(1644-1911).
Die vorgeschichtliche Kultur
betrifft die Zeit vor der Vereinigung des Tubo-Reiches. In diesem
Zeit-raum wies die Bön-Religion, die aus der Jung-steinzeit vor 5000
Jahren stammte, die Richtung der kulturellen Entwicklung. Die in
Qamdo entdeckte Karub-Ruine aus der Jungsteinzeit und die in Ngari
entdeckte Felsmalerei aus der Periode von der späten Altsteinzeit
bis zum Tubo-Reich zeigen die künstlerischen Keime in der
vorg-eschichtlichen Periode.
Die Zeit der Macht des Tubo-Reiches
im 7. Jahrhundert ist als das wichtigste Stadium der kulturellen
Entwicklung Tibets zu verstehen. Zu dieser Zeit wurde die tibetische
Schrift geschaffen. Gleichzeitig drangen die buddhistische Kultur
und Kunst aus Indien bzw. der Tang-Dynastie (618-907) Chinas nach
Tibet ein. Die Konstruktion vieler Klöster wie Jokhang, Ramoche,
Changzhug und Samye steht für die Kunstfertigkeit im damaligen
Tibet. In diesen Klöstern sind Architektur, Malerei und Bildhauerei
harmonisch miteinander verbunden. Die Hauptgebäude dieser Klöster
wurden streng nach dem buddhistischen Weltbild konstruiert. Sie
weisen einen eigenen Baustil auf, der den traditionellen
tibetischen, den tangzeitlichen und den indischen Baustil in sich
vereinigt.
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Eine
Buddhabildausstellung, die vom Zhaibung-Tempel in Tibet
veranstaltet wird |
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Während der
Zeit der Yuan-Dynastie entwickelten sich die vom Lamaismus geprägte
traditionelle tibetische Kultur und Kunst. Zu dieser Zeit wurde der
Katalog von „Gangyur“ und „Dangyur“ des „Tripitaka“, des ersten
enzyklopädischen Werkes in Tibetisch, zusammengestellt, große
buddhistische Meister wie Sagya, Pandit Gonggar Gyaincain, Purdain
Rinqenzhub und Zongkapa spielten in der Entwicklung der
buddhistischen Kultur und Kunst eine wichtige Rolle. Außerdem wurden
viele wichtige Geschichtswerke wie „Die Geschichte des Buddhismus
von Purdain“, „Die Grünen Annalen“, „Die Roten Annalen“, „Die Neuen
Roten Annalen“ und „Die Aufzeichnungen über Fünf Sutras in Tibet“
geschaffen. Auch die Literatur bot damals ein Bild des blühenden
Aufschwungs. Verschiedene literarische Formen wie Aphorismen,
philosophische Gedichte, Fabeln und Erzählungen wurden in
unterschiedlichen Literaturgenres angewendet. Eine Anzahl
klassischer literarischer Werke wie „Philosophische Gedichte von
Milha Riba“ und „Aphorismen von Sagya“ erfreuten sich eine Zeitlang
großer Beliebtheit. Auch die Astronomie und Kalenderrechnung machten
Fortschritte. Das Jahr 1027 bezeichnet man heute als Beginn der
„Tibetischen Epoche“. Die traditionelle tibetische Medizin
entwickelte sich in zwei Schulen: die Südliche und die Nördliche. In
Architektur, Malerei und Bildhauerei wurden Höhepunkte erreicht;
eine große Anzahl von Klöstern wie Sagya, Toding, Xalhu, Natang und
Palkor entstand als Früchte der o. g. künstlerischen Formen. Ferner
beeinflussten Mentang und Garma Gagzhi, zwei Stilrichtungen in der
Malerei, sowie die neue Mentang-Malschule mit ihren auffallenden
Eigenschaften und besonderen Kunststilen das buddhistische
Kunstschaffen im Landesinnern. So stellten Beijing in der Yuan- und
der Ming-Zeit sowie Hangzhou in der Yuan-Zeit wichtige Zentren für
das lamaistische Kunstschaffen im Landesinnern dar. In der Yuan-Zeit
gelangte der Holzdruck nach Tibet und wurde hier angewendet und
verfeinert, was für die Verbreitung des Lamaismus und das
Kunstschaffen von großer Bedeutung war.
Dank der relativen Stabilität der
Gesellschaft und Wirtschaft, besonders aufgrund der tatkräftigen
Unterstützung der Zentral- und Lokalregierung für die Entwicklung
des lamaistisch geprägten Kulturwesens, erlebten die traditionelle
tibetische Kultur und Kunst in der Qing-Zeit ihre Blüte. Mit der
Entwicklung der Geistes- und Naturwissenschaften und durch die
Aufnahme von wichtigen Aspekten der Kultur im Landesinnern entstand
immer mehr Neues. Auf dem Gebiet der Literatur wurden Lyrik und
Roman entwickelt, beides wichtige literarische Formen. In diesem
Zeitraum entwickelten sich Bildhauerei, Architektur und Malerei
weiter. Nach dem Ausbau erstrahlte der imposante Potala-Palast in
neuem Glanz. Paläste, Burgen und Klöster zeichnen sich durch ihre
kunstvolle Konstruktion aus, die Licht, Farbe, Raum und Gestalt
geschickt miteinander kombiniert. Nicht zuletzt ist im Sommerpalast
Norbulingka der Baustil der Gärten im Landesinnern zu sehen.
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Eine
Tibet-Operaufführung in Xigaze, Tibet |
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Seit der demokratischen Reform 1959
befolgt die chinesische Regierung die Politik der Pflege und
Entwicklung der traditionellen tibetischen Kultur und Kunst, was
sich in vielen Bereichen als erfolgreiches Engagement erwiesen hat.
Wertvolle Kulturgegenstände werden staatlich geschützt. Von 1956 bis
1996 hat die Zentralregierung Tibet über 200 Mio. Yuan zugewiesen,
um eine große Anzahl von Klöstern und Bauwerken, einschließlich des
Jakhang-Klosters und des Potala-Palastes, zu renovieren.
Volkstümliche literarische Werke wurden gesichtet, so wurde z. B.
das weltbekannte „Gesar-Epos“, das als volkstümliche Ballade
mündlich überliefert wurde, zum wichtigen Forschungsthema der
Sozialwissenschaften bestimmt. Hierfür ist ein spezielles
Forschungsinstitut ins Leben gerufen worden. Die Untersuchung von
tibetischer Volksliteratur, Oper, Musik, Tanz- und Balladenkunst ist
gerade ins Werk gesetzt worden. Seit der Gründung des Autonomen
Gebiets Tibet ist eine große Anzahl von hervorragenden tibetischen
Künstlern sowie literarischen und künstlerischen Werken entstanden.
Bis 1996 hatten über 20 tibetische Ensembles andere Länder besucht,
um dem dortigen Publikum einen Einblick in die traditionelle
tibetische Kultur und Kunst zu geben. Die Tibetologie entwickelt
sich seit Jahren weiter. Es gibt derzeit in Tibet und anderen
Landesteilen insgesamt über 50 Forschungsinstitute für Tibetologie.
1986 wurde das Chinesische Forschungszentrum für Tibetologie in
Beijing gegründet. Es hat tibetologische Werke herausgegeben und
mehrere akademische Symposien und internationale Tibetologie-Foren
veranstaltet. Die Forschung im Bereich traditionelle tibetische
Medizin und Arznei hat große Fortschritte gemacht. Derzeit gibt es
in Tibet eine Hochschule für traditionelle tibetische Medizin, 10
Krankenhäuser für traditionelle tibetische Medizin und drei
Hersteller von tibetischen Medikamenten. Über 1000 Menschen
beschäftigen sich in Tibet mit der traditionellen tibetischen
Medizin. Die traditionelle tibetische Kultur und Kunst erscheinen
wie Perlen in der Schatzkammer der gesamtchinesischen Kultur.
Qinghai-Tibet-Eisenbahn transportiert über 270.000 Passagiere
Seit Eröffnung der
Qinghai-Tibet-Eisenbahn
am 1. Juli 2006 wurden auf der Strecke bereits 272.700 Passagiere
und 37.400 Tonnen Frachtgut transportiert. Rund 40 Prozent der
Passagiere waren Touristen, 30 Prozent Geschäftsleute und der Rest
Studenten, Wanderarbeiter, Händler sowie Menschen, die ihre
Verwandten in
Tibet besucht
haben, sagt Jin Shixun, Direktor des Komitees für Entwicklung und
Reform des chinesischen Autonomen Gebiets Tibet.
"Die Qinghai-Tibet-Eisenbahn hat Tibet in eines der begehrtesten
Reiseziele Chinas verwandelt", sagt Jin.
Im Juli und August war Tibet Gastgeber für 913.000 in- und
ausländische Touristen und nahm 942 Millionen Yuan (94,2 Millionen
Euro) ein.
Die durchschnittliche Belegungsrate der Hotels mit drei und vier
Sternen lag in den vergangenen zwei Monaten bei 83,7 Prozent. Der
Verkauf an Getränken und Nahrungsmitteln stieg im selben Zeitraum um
55,7 Prozent auf 127 Millionen Yuan (12,7 Millionen Euro).
Eine Person sei seit der Betriebsaufnahme auf der Strecke gestorben,
teilte Zhanuo, stellvertretender Direktor des Tourismusamtes der
autonomen Region mit. Bei dem Verstorbenen handele es sich um einen
77 Jahre alten Hong Konger, der körperlich nicht mehr in der
Verfassung für Reisen in hochgelegenen Regionen war. Er habe an
einem Lungenödem gelitten. Nach seiner Ankunft mit einer Reisegruppe
eines Hong Konger Reiseveranstalters in Lhasa sei der Hong Konger
erkrankt und in ein Krankenhaus eingewiesen worden.
Der Senior habe die Empfehlungen seines
Arztes, sich vorsorglich aus Tibet ausfliegen zu lassen, ignoriert
und stattdessen am 31. Juli das Krankenhaus verlassen und sich mit
anderen Mitgliedern seiner Reis-gruppe an Bord eines Zuges nach
Xining, der Hauptstadt der Provinz
Qinghai,
begeben. Er verstarb am Folgetag im Zug.
(China.org.cn, Xinhua, 20. September 2006)

Förderung von
Methangas als neuer Energiequelle in Tibet
Das
chinesische Autonome Gebiet
Tibet fördert
aktiv die Nutzung von Methangas in den Landwirtschafts- und
Viehzuchtgebieten. Im laufenden Jahr wird Tibet mehr als 16
Millionen Yuan (1,6 Millionen Euro) für den Bau von 2500
Methangasproduktionsstätten investieren.
Das chinesische Landwirtschaftsministerium
schickte 50 Techniker in die Provinzen
Sichuan und
Liaoning, um
in acht tibetischen Landkreisen zwei Monate lang zu arbeiten, und
bei der Errichtung von Methangasprojekten zu helfen. Ferner wird
jeder von ihnen zehn tibetische Bauern oder Hirten technisch
ausbilden.
Im Jahr 2010 sollen mehr als 27 Millionen Bauernhaushalte in China
Methangas anwenden. Damit können mehr als 10 Prozent der Familien in
den ländlichen Regionen Chinas von der sauberen Energie profitieren.
Ende vergangenen Jahres nutzten mehr als 18 Millionen Bauernfamilien
Methangas als Energiequelle. Damit konnten die Lebensbedingungen der
chinesischen Bauern bedeutend verbessert werden.
(China.org.cn, 18. September 2006)

Das
Reinkarnationssystem der Lebenden Buddhas
Das
Reinkarnationssystem der Lebenden Buddhas ist der wichtigste
Unterschied zwischen dem Tibetischen Buddhismus und anderen Schulen
des Buddhismus. 1283, als Garma Baxi, dem der mongolische Khan Mongo
den Titel „Staatlicher Tutor“ verliehen und eine mit goldenen Fäden
umsäumte schwarze Mütze geschenkt hatte, auf dem Sterbebett lag,
sprach er seinen Wunsch aus, nach einem Kind als seiner Wiedergeburt
zu suchen, um die schwarze Mütze zu erben. Dies war der Beginn des
Reinkarnationssystems der Lebenden Buddhas mit schwarzer Mütze.
Danach folgen die anderen Sekten des Tibetischen Buddhismus ihrem
Beispiel. Statistiken zufolge gab es während der Regierungszeit des
Kaisers Qianlong der Qing-Dynastie (1616-1911) 148 Lebende Buddhas,
die im Rat für Mongolische und Tibetische Angelegenheiten
registriert wurden. Ihre Zahl stieg am Ende der Qing-Dynastie auf
160. Das Reinkarna-tionssystem der Dalai Lamas wurde im 17.
Jahrhundert und das der Panchen Erdenis im Jahr 1713 eingeführt.
Als
die Gelug-Sekte im 17. Jahrhundert in Tibet an die Macht gekommen
war, wurde das Reinkarnations-system der Lebenden Buddhas zu einem
Mittel der Machthaber Tibets für die Suche nach Vorrechten. Um
diesem Missstand abzuhelfen, veröffentlichte die Qing-Dynastie im
Jahr 1793 das „29-Artikel-Statut für eine noch effektivere
Verwaltung Tibets“. In Artikel 1 des Status wird die Einführung des
Systems der Losziehung aus der goldenen Urne zur Bestimmung der
Wiedergeburt eines verstorbenen Lebenden Buddhas festgelegt. Zu
diesem Zweck ließ der Qing-Hof zwei goldene Urnen anfertigen: eine
für den Dalai Lama und den Panchen Erdeni, die im Potala-Palast in
Lhasa aufbewahrt wird, und eine für große Lebende Buddhas und
Hutogtu-Buddhas in der Mongolei und Tibet, die im Lamatempel
Yonghegong in Beijing aufbewahrt wird.
Der
Staat respektiert diesen Glauben und praktiziert die Reinkarnation
der Lebenden Buddhas sowie die religiösen Rituale und historische
Gepflogenheiten des Tibetischen Buddhismus. Im Jahr 1992 genehmigte
das Büro für religiöse Angelegenheiten beim Staatsrat den Nachfolger
des 17. Lebenden Buddhas Karmapa. Im Jahr 1995 wurde das Seelenkind
der Reinkarnation des 10. Panchen Erdeni durch die gemeinsamen
Bemühungen der Tibeter in allen Gesellschaftsschichten nach den
tibetischen buddhistischen Ritualen und den historischen
Gepflogenheiten durch die Losziehung aus der goldenen Urne im Jahr
1995 bestätigt und vom Staatsrat genehmigt. Anschließend wurde die
Inthronisationsfeier des 11. Panchen Erdeni, wobei der
Sonderbeauftragte der Zentralregierung den Vorsitz führte,
veranstaltet.
Seit der
demokratischen Reform hat es mehr als 30 Lebende Buddhas, die vom
Staat und dem Autonomen Gebiet Tibet genehmigt wurden, gegeben.
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