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Erstes Haus für Tibet-Dorf in Görlitz öffnet

 
Yaks und Kaschmirziegen ziehen ein - Projekt soll bis 2010 vollendet sein
 
Kaschmirziegen
 
Kaschmirziegen stehen am Donnerstag (18.05.2006) im Tierpark Görlitz vor dem ersten Haus des künftigen tibetischen Dorfes. (Foto: dpa)
Görlitz/dpa. Im künftigen tibetischen Dorf im Görlitzer Tierpark wird an diesem Sonntag das erste Haus eröffnet. In das originalgetreu im Stil eines osttibetischen Bauernhauses errichtete Gebäude ziehen Yaks und Kaschmirziegen ein. Das Außengehege wurde mit Wiese, Teich, Bach und Sandliegeflächen naturnah gestaltet, sagte Tierparkdirektor Axel Gebauer am Freitag der dpa. Das aus insgesamt fünf Häusern bestehende Tibet-Dorf soll bis 2010 vollendet werden.

Das einzigartige Vorhaben des Tierparks, Gehege nach origineller Idee zu erneuern, kostet mindestens 500 000 Euro. Nach Angaben von Gebauer wurden bereits 200 000 Euro an Spenden zusammengetragen. Im Naturschutz-Tierpark in Görlitz leben insgesamt 500 Tiere von 140 Arten, überwiegend aus heimischen Regionen und Zentralasien. Das Tibet-Dorf soll einen Eindruck von Leben und Bräuchen in dem 1949 von China besetzten Mönchsstaat vermitteln. Um die Anlage möglichst authentisch zu gestalten, haben Gebauer und einige seiner Mitarbeiter umfangreich vor Ort recherchiert.

An das aus Holzstämmen und Stein errichtete Yakhaus grenzt ein tibetischer Garten, in dem unter anderem Wasserrüben, Kartoffeln und Rhabarber wachsen. Auf dem Dach steht ein Opferofen, wie es ihn in fast jedem Haus in Tibet gibt, erläutert Gebauer. Das zweite, für die Schweine bestimmte Haus im Tibetdorf soll bis Jahresende stehen. Zur Segnung des Yakhauses kommt sogar ein Mönch vom Tibetischen Zentrum Rheinland bei Bonn in die sächsische Neißstadt. Bei der Zeremonie mit Gebeten und Rauchopfern erleben Besucher auch das Anbringen von Gebetsfahnen.

 

 

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