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Marschieren für die Menschenrechte in Tibet

Zürich, 28. Februar 2006 – Inmitten der China-Euphorie setzen 35 Tibeter und Tibeterinnen ein Zeichen für die Menschenrechte. Mit einem 5-tägigen Marsch erinnern sie an die nach wie vor äusserst Besorgnis erregende

Menschrechtslage in Tibet und China. Der Marsch startet in Zürich am 06. und endet am 10. März in Bern, dem 47. Jahrestag des tibetischen Volksaufstandes. Die offizielle Kundgebung zu diesem Jahrestag findet

danach am 10. März, in Genf vor dem Palast der Nationen statt, wo Mitte März die Tagung der UNO Menschenrechtskommission beginnt. Mit den Marschierenden solidarisieren sich auch Schweizer Gemeinden, indem sie die tibetische Nationalflagge hissen.

 

Zur Zeit dominieren wirtschaftliche Überlegungen die Beziehung der offiziellen Schweiz zur Volksrepublik China. Sie drängen die latenten Menschenrechtsverletzungen in Tibet und China in den Hintergrund. Mit einem 5-tägigen Menschenrechtsmarsch (vom 6.-10. März 2006) will die tibetische Exilgemeinschaft dieser Entwicklung entgegensteuern und die Öffentlichkeit zur

Solidarität mit Tibet aufrufen. 35 Tibeter und Tibeterinnen nehmen erstmals die rund 130 Kilometer von Zürich nach Bern unter die Füsse und werden am 10. März 2006, dem 47. Jahrestag des tibetischen Volksaufstandes, der chinesischen Botschaft ihre Forderungen übergeben. Im Anschluss werden die Marschierenden in Genf offiziell vom Stadtrat empfangen (siehe unten).

 

Am Jahrestag des tibetischen Volksaufstandes erinnern die Tibeter weltweit an die gewaltsame und widerrechtliche Besetzung ihres Heimatlandes. Über 1.2 Millionen Tibeter und Tibeterinnen sind seither an den Folgen von Folter,

Hunger und Terror umgekommen.

Nationalrat Mario Fehr, Präsident der überparteilichen Parlamentariergruppe für Tibet, erklärt:„Die Menschenrechtssituation im besetzen Tibet ist nach wie vor äusserst Besorgnis erregend. Der Bundesrat muss deshalb alle seine Möglichkeiten nutzen, um sich für die Verbesserung der Lage der Tibeterinnen und Tibeter und für deren Selbstbestimmungsrecht einzusetzen."

Die Organisatoren rufen die chinesische Führung auf, Hand zu bieten für einen substanziellen Dialog mit Seiner Heiligkeit dem Dalai Lama. Darüber hinaus fordern sie die Respektierung der fundamentalen Menschenrechte in Tibet sowie die sofortige Freilassung von Gedhun Choekyi Nyima, des 10. Panchen Lama und aller politischen Gefangenen.

 

Offizielle Kundgebung am 10. März 2006 in Genf

Anlässlich der in Genf tagenden UNO-Menschenrechtskommission (14. März bis 22. April) wird der 47. Jahrestag des tibetischen Volksaufstandes in Genf begangen, wo mehrere Hundert Tibeter und Tibet Unterstützer an der Kundgebung teilnehmen werden. Treffpunkt für die Medien ist um 13.30 Uhr

im Maison des Associations, Rue des Savoises 15, 1205 Genf.

 

Tibet-Flaggen an Rats- und Gemeindehäusern

Die Aktionen rund um den 10. März werden begleitet von einer international koordinierten Flaggenaktion. Auch Schweizer Gemeinden nehmen daran teil. Alleine in Deutschland und Frankreich sind es rund 800 Gemeinden und Städte.

Die Aktion ist eine Solidarisierung mit den gewaltfreien Bemühungen des tibetischen Volkes für Freiheit und Selbstbestimmung. Details zur Flaggenaktion erhalten Sie bei Ruth Gonseth: 061 921 09 41, ruth.gonseth@eblcom.ch.

 

 

Zusammenfassung des Gesamtprogramms

47. Jahrestag des tibetischen Volksaufstandes vom 10. März 1959

10. März 2006: Tibet-Flaggen an Rats- und Gemeindehäusern 

TeilnehmerInnen

 

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