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Berlin (ots) - Eine neue Welle
"Patriotischer Umerziehungsmaßnahmen" hat in Tibet zu
Protesten buddhistischer Mönche geführt. Die
chinesischen Behörden reagieren auf den friedlichen
Widerstand der Geistlichen mit scharfen Restriktionen.
Ihren Höhepunkt
finden diese seit letzter Woche: mehrere Mönche des
Drepung-Klosters unweit der Hauptstadt Lhasa sind
verhaftet und an bisher unbekannte Orte verschleppt
worden. Berichte sprechen von gewaltsamen Aktionen der
Sicherheits-kräfte. Geistliche seien geschlagen und
misshandelt worden.
Übereinstimmenden Berichten zufolge ist das Drepung-Kloster seit Anfang Oktober Ziel "Patriotischer
Umerziehungs-maßnahmen" durch chinesische
"Arbeitsteam-Kader". Auch tibetische Flüchtlinge haben
von einer Zunahme solcher Maßnahmen Pekings vor allem in
den letzten Monaten gesprochen. Dem Vernehmen nach
wurden die Mönche des Drepung-Klosters am 23. November
aufgefordert, ein Dokument zu unterzeichnen, in dem sie
den Dalai Lama, das geistliche und weltliche Oberhaupt
der Tibeter, als "Separatisten" bezeichnen und Tibet als
Teil von China anerkennen sollten. Auf die Weigerung der
Mönche reagierten
die chinesischen Behörden mit Verhaftungen und
verschärften Restriktionen. Mindestens ein leitender
Geistlicher und mehrere andere Mönche wurden
festgenommen und an bisher unbekannte Orte verbracht.
Ein friedlicher
Schweigeprotest von mehreren hunderten Mönchen wurde
durch Sicherheitskräfte gewaltsam beendet, mehrere
Mönche des Klosters verwiesen und eine Aus- und
Zugangssperre über das Kloster verhängt. Chinesische
Behörden rechtfertigen den eingeschränkten Zugang zum
Kloster mit "Feuerwehrübungen".
"Das Verhalten
der chinesischen Behörden ist absolut inakzeptabel und
menschenrechtswidrig. Die Bundesregierung muss ihre
durch den Rechtsstaatsdialog geknüpften Kontakte nutzen,
damit die Übergriffe der chinesischen Behörden auf
buddhistische Geistliche in Tibet sofort aufhören",
forderte ICT-Geschäftsführer Müller. "Die neuerlichen
Übergriffe und die andauernde "Patriotische
Umerziehungskampagne" sind beredtes Beispiel dafür, wie
ernst es Peking mit den Menschenrechten meint", fügte
Müller hinzu.
Kontakt:
Kai Müller
Tel.: 030
27879086
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