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Chinas Tibet: Fakten und Zahlen 2005
Anmerkung der
Redaktion zu diesem Artikel:
Wir möchten
nicht den fälschlichen Eindruck erwecken der Verbreitung von
chinesischer Propagandainformation Vorschub zu leisten. Jedoch
schien uns, dass die aktuelle statistische Zahlen aus chinesischen
Quellen sowie die Sichtweise dieser Regierung über die aktuelle Lage
in Tibet für in freie Länder lebende Tibeter und ihre Freunde von
besonderer Interesse ist.
Beijing
Rundschau
(Nachrichtenmagazin der Volksrepublik China)
Das Autonome Gebiet Tibet ist eines der 5 ethnischen autonomen
Gebiete auf Provinzebene Chinas,
das hauptsächlich von der tibetischen Nationalität bewohnt wird.
Das Autonome Gebiet Tibet mit einer Gesamtfläche von 1,22 Millionen
Quadratkilometern liegt auf dem Qinghai-Tibet-Plateau an der
südwestchinesischen Grenze der Volksrepublik China. Bekannt als das
„Dach der Welt“ hat es eine durchschnittliche Höhe von über 4000
Meter über dem Meeresspiegel. Im Norden grenzt es an das Uigurische
Autonome Gebiet Xinjiang und die Provinz Qinghai. Im Osten steht es,
durch den Jinshajiang-Fluss getrennt, der Provinz Sichuan gegenüber.
Und im Südosten grenzt es an die Provinz Yunnan. Es hat auch eine
etwa 3842 Kilometer lange Grenze mit den Nachbarländern Myanmar,
Indien, Bhutan und Nepal sowie dem Kaschmir-Gebiet im Süden und
Westen.
Bevölkerung
Das
Autonome Gebiet Tibet hat die kleinste Bevölkerung und ist am
spärlichsten bevölkert unter Chinas Provinzen und autonomen
Gebieten. Im Jahr 2004 betrug die Bevölkerung Tibets 2,7368
Millionen, eine Nettozunahme um 35 100 gegenüber 2003.
Vom 7. Jahrhundert bis zur Qing-Dynastie (1644-1911) hatte die
Bevölkerung Tibets um 8 Millionen abgenommen, weil die Mönche und
Nonnen nicht heiraten und Kinder zeugen durften.
Von 1951, als Tibet friedlich befreit wurde, bis heute ist eine
Periode mit dem schnellsten Bevölkerungszuwachs in Tibet zu
verzeichnen. Seit 1970 sind die Geburtenziffer und die natürliche
Bevölkerungszuwachsrate Tibets höher als die Landesdurchschnitte.
Auch der Gesundheitszustand der Bevölkerung hat sich merklich
verbessert. Die durchschnittliche Lebenserwartung ist von 35,5
Jahren vor der friedlichen Befreiung auf 67 Jahre heute gestiegen.
Die Veränderung der Bevölkerung Tibets
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Zeit |
Bevölkerungszahl |
Bemerkungen |
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Die
friedliche Befreiung im Jahr 1951 |
1,15
Millionen |
Die
Sterblichkeitsziffer der Bevölkerung lag bei 28
Promille, die der Säuglinge bei 430 Promille. |
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Die
1. nationale Volkszählung von 1953 |
1,275
Millionen |
Da
die direkte Bevölkerungsregistrierung nicht in Tibet und
Qamdo durchgeführt wurde, berichtete die vom Dalai Lama
geleitete tibetische Lokalregierung aufgrund ihrer
Schätzung der Zentralregierung, dass Tibet eine
Bevölkerung von 1,275 Millionen habe. |
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Die
2. nationale Volkszählung von 1964 |
1,251
Millionen |
Davon
waren 1,209 Millionen oder 94,4 Prozent Tibeter.
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Die
4. nationale Volkszählung von 1990 |
2,196
Millionen |
Eine
Nettozunahme um 1,196 Millionen Menschen gegenüber 1950 |
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Die
5. nationale Volkszählung von 2000 |
2,6163 Millionen (die Menschen aus anderen Landesteilen,
die in Tibet arbeiteten, inbegriffen, aber die
Einheimischen, die Tibet verließen, ausgenommen) |
Davon
waren 2,4111 Millionen oder 92,2 Prozent Tibeter; 155
300 oder 5,9 Prozent Han; und 49 900 oder 1,9 Prozent
Angehörige anderer nationaler Minderheiten. Die
Bevölkerung der tibetischen Nationalität stieg um 314
400 Menschen oder um 15 Prozent im Vergleich zu 1990. |
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2004 |
Ende
2004 betrug die Bevölkerung Tibets 2,7368 Millionen.
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Eine
Nettozunahme um 35 100 Menschen gegenüber 2003. Die
Geburten- und die Sterblichkeitsziffer betrug 17,4 bzw.
6,2 Promille. Die natürliche Bevölkerungszuwachsrate lag
bei 11,2 Promille. Seit über 50 Jahren der friedlichen
Befreiung hat sich die Bevölkerung der tibetischen
Nationalität verdoppelt. Die
Säuglingssterblichkeitsziffer ist von 43 Prozent vor
1959 auf 3,1 Prozent gesunken; und die durchschnittliche
Lebenserwartung von 35,5 Jahren auf 67 Jahre gestiegen. |
Die Bevölkerungsdichte beträgt 2,21 Personen pro Quadratkilometer
und nur ein Sechzigstel des Landesdurchschnitts. Die Bevölkerung
verteilt sich ungleichmäßig in Tibet, die meisten Bewohner leben im
Süden und Osten Tibets.
Die Bevölkerungsdichte in den Bezirken
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Bezirk |
Bevölkerungsdichte |
Bemerkungen |
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Der
Mittellauf des Yarlung Zangbo-Flusses und die
Einzugsgebiete seiner wichtigsten Nebenflüsse, des
Lhasa-Flusses und des Nyangqu-Flusses |
Über
10 Personen pro Quadratkilometer |
Die
Lhasa-Ebene, der Mittel- und Unterlauf des
Nyangqu-Flusses und die Zetang-Ebene haben etwa 50
Personen pro Quadratkilometer; in der Nähe des
Chengguan-Stadtbezirk von Lhasa gibt es über 100
Einwohner pro Quadratkilometer. |
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Der
obere Abschnitt des Mittellaufs des Yarlung
Zangbo-Flusses, der Oberlauf des Lhasa-Flusses und der
nordöstliche Teil des Hengduan-Gebirges in Osttibet |
3-10
Personen pro Quadratkilometer |
In
diesen Gebieten sind Lhaze, die Sagya-Ebene, das Tal des
Nyang-Flusses in der Nähe von Nyingchi und das Tal des
Lancangjiang-Flusses in der Nähe von Qamdo relativ dicht
bevölkert. |
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Ngari
in Westtibet und der westliche Teil von Nagqu in
Nordtibet |
0,23
Personen pro Quadratkilometer im Bezirk Ngari; der
nördliche Teil des Changtang-Graslandes wird sogar als
„Niemandsland“ bezeichnet. |
Diese
Gebiete sind am spärlichsten bevölkert, dort kann man
oft während einer 50 Kilometer langen Reise keine
Menschenspur sehen. |
Bevölkerungspolitik
Um
ein schnelles Bevölkerungswachstum unter Kontrolle zu bringen, führt
die chinesische Regierung seit den 1970ern eine
Familienplanungspolitik durch und befürwortet, dass ein Ehepaar nur
ein Kind hat. Aber in Tibet unterstützt die Zentralregierung stets
die Regierung des Autonomen Gebiets, eine Politik der Erhöhung der
Bevölkerungszahl und der Verbesserung der Qualität der Bevölkerung
zu verfolgen. Die Regierung des Autonomen Gebiets Tibet hat den
lokalen Verhältnissen entsprechend eine Sonderpolitik eingeführt.
Sie verwendet die Ein-Kind-Politik nur auf die Han-Kader und
-Arbeiter, die in Tibet arbeiten, und stellt diese Forderung nicht
an die Kader und Arbeiter tibetischer Nationalität. Seit 1984
befürwortet sie die Familienplanung unter den Kadern, Arbeitern und
Stadtbewohnern tibetischer Nationalität und ermutigt die Ehepaare,
die ein zweites Kind haben wollen, ihr Vorhaben aufzuschieben. Jetzt
praktizieren etwa 12 Prozent der gesamten Bevölkerung die
Familienplanung. Die Familienplanung wird auf der Basis der
Freiwilligkeit durchgeführt. Zwangsweise Abtreibung in irgendeiner
Form ist verboten. Bauern und Hirten, die 88 Prozent der gesamten
Bevölkerung des Autonomen Gebiets ausmachen, werden nicht
aufgefordert, die Familienplanung durchzuführen. Aber sie werden im
Sinne der wissenschaftlichen Empfängnisverhütungsmethoden, der
rationalen Planung von Geburten, der Zeugung und Aufziehung von
gesunden Kindern erzogen, um die Gesundheit der Mütter und Säuglinge
zu schützen und die Qualität der Bevölkerung zu verbessern. Den
Bauern und Hirten, die freiwillig Empfängnisverhütungsmaßnahmen
ergreifen wollen, bieten die medizinischen Abteilungen der Regierung
einen sicheren und zuverlässigen Gesundheitsdienst an.
Ethnische Zusammensetzung

Die tibetische
Nationalität ist eine der ältesten Nationalitäten Chinas. Etwa 50
Prozent der Tibeter des ganzen Landes leben im Autonomen Gebiet
Tibet, während ein Teil Tibeter in den Provinzen Qinghai, Gansu,
Sichuan und Yunnan lebt. Neben den Tibetern gibt es in Tibet noch
andere ethnische Gruppen wie Han, Hui, Moinba, Lhoba, Naxi, Nu und
Dulong sowie Deng und Xiarba.
Tibeter:
Sie sind die wichtigsten Bewohner Tibets. Ihre Sprache gehört zum
tibetischen Sprachzweig der tibetisch-burmesischen Sprachfamilie des
sino-tibetischen Sprachstammes. Es gibt haupt sächlich
drei Dialekt: U-Tsang, Kham und Amdo. Die meisten Tibeter betreiben
Ackerbau und Viehzucht. Die Stadtbewohner beschäftigen sich hauptsächlich
mit Handwerk, Industrie und Handel. Sie bekennen sich zum
Tibetischen Buddhismus. Die Tibeter tragen Roben mit Westen.
Verheiratete Tibeterinnen ziehen gewöhnlich Schürzen mit
regenbogenförmigen Mustern an. Männer und Frauen tragen Zöpfe und
Kopfschmucksachen. Die Kleidung und Schmucksachen variieren mehr
oder wenig je nach dem Gebiet. Ihre Hauptnahrung ist Zanba-Mehl
(zermahlende und geröstete Qingke-Gerste oder Erbsen). Sie trinken
gern Butter- oder Milchtee und Qingke-Gerstenwein und essen gern
Rinder- und Hammelfleisch. Aber sie essen nicht das Fleisch von
Einhufern. Im Altertum praktizierten die Tibeter Erdbestattung,
heute sind himmlische Bestattung, wobei die Leihen Raubvögeln zum
Fraß überlassen werden, Feuer- und Wasserbestattung bei ihnen
üblich.
Moinba:
Sie
leben hauptsächlich im Moinyu-Bezirk im Süden des Autonomen Gebiets
Tibet, einige wohnen verstreut in den Kreisen Medog, Nyingchi und
Cona. Ihre Sprache gehört zum Moinba-Sprachzweig der
tibetisch-burmesischen Sprachfamilie des sino-tibetischen
Sprachstamms. Sie sprechen komplizierte Dialekte und haben keine
eigene Schrift. Die meisten von ihnen können Tibetisch. Sie
beschäftigen sich hauptsächlich mit Ackerbau, zugleich betreiben sie
Viehzucht, Forstwirtschaft, Jagd und Handwerk. Männer tragen rote
Roben und braune Hüte mit orangenfarbiger Krempe oder schwarze
Filzhüte. Frauen tragen Armketten und Ohrenringe, während Männer
Hackmesser an der Taille tragen. Männer und Frauen trinken gern Wein
und rauchen Schnupftabak. Ihre Hauptnahrungsmittel sind Reis, Mais,
Buchweizen, klebrige Hochlandshirse. Die meisten von ihnen bekennen
sich zum Tibetischen Buddhismus, aber an einigen Orten glauben sie
an den traditionellen Schamanismus. Gewöhnlich praktizieren sie
Wasserbestattung, auch Erd- und Feuerbestattung sowie himmlische
Bestattung sind bei ihnen üblich.
Lhoba:
Sie leben hauptsächlich im Lhoyu-Bezirk im Südosten des Autonomen
Gebiet Tibet, einige wohnen verstreut in den Kreisen Mainling,
Medog, Zayü, Lhünze und Nang. Ihre Sprache gehört zur
tibetisch-burmesischen Sprachfamilie des sino-tibetischen
Sprachstamms. Sie haben keine eigene Schrift, gewöhnlich gebrauchen
sie Tibetisch. Sie beschäftigen sich hauptsächlich mit der
Landwirtschaft und verstehen sich gut auf die
Bambusflechtarbeit. Männer tragen gern wollene ärmellose Jacken und
Hüte mit Krempe aus Tierleder und Peddigrohren, während Frauen kurze
Blusen mit engen Ärmeln und anliegende Röcke tragen. Ihre
Hauptnahrungsmittel sind Mais und klebrige Hochlandshirse. Sie essen
auch Reis und Buchweizen.
Hui:
Die meisten Hui, die heute in Tibet leben, sind Nachkömmlinge der
Hui, die während der Qing-Dynastie von Gansu, Shaanxi, Qinghai,
Sichuan und Yunnan hierher übergesiedelt waren. Ein kleiner Teil von
ihnen kam von Zentralasien. Die meisten von ihnen leben in Lhasa,
Xigaze, Qamdo und anderen Städten und beschäftigen sich
hauptsächlich mit Handel, Handwerk und Schlachterei. Sie gebrauchen
im Alltagsleben Tibetisch und Chinesisch und in den religiösen
Aktivitäten Urdu und Arabisch. Sie bekennen sich zum Islam und haben
in Lhasa und anderen Orten Moscheen gebaut.
Deng:
Deng werden im allgemeinen als „Dengba“ bezeichnet und die meisten
von ihnen leben in neun Dörfern im Kreis Zayü. Es gibt in China 1450
Deng-Angehörige. Sie sprechen ihre eigene Sprache, die zum
Deng-Sprachzweig der tibetisch-burmesischen Sprachfamilie des
sino-tibetischen Sprachstamms gehört. Sie haben keine eigene
Schrift. Ihre Bekleidungen sind eigenartig. Frauen tragen silberne
trompetenförmige Ohrringe und Perlenketten oder Silberschmucksachen
um den Hals, während Männer schwarzen Kopftuch und Hackmesser an der
Taille tragen. Vor den 1950ern lebten die meisten Deng auf
abgeschiedenen Bergen mit uralten Wäldern am südlichen Fuß des
Himalaya-Gebirges. Sie hielten die Abfolge bedeutsamer Vorkommnisse
mit Holzkerben, Knotenschnüren oder Aufstellen von Holzstangen oder
Baumzweigen fest. Sie führten die Brandwirtschaft ein. Später zogen
sie in neue Wohnungen ein, die von der Regierung für sie gebaut
wurden.
Xiaerba:
Sie leben
hauptsächlich in der Gemeinde Lixin in der Nähe der
Grenzübergangsstelle Zham und im Bezirk Chentang im Kreis Dinggye an der
chinesisch-nepalesischen Grenze. Es gibt in China 1200 Xiaerba.
„Xiaerba“ bedeutet in Tibetisch „Orientale“. Sie haben ihre eigene
Sprache, aber keine eigene Schrift. Sie gebrauchen die tibetische
Schrift. Die Xiaerba in Lixin sind in fünf Nachnamen und die in
Chentang in zwei Nach-namen eingeteilt. Die Heirat zwischen den
Angehörigen mit demselben Nachnamen ist verboten. Sie bekennen sich
zum Buddhismus. Es gibt je einen Tempel in Lixin bzw. Chentang. Sie
beschäftigen sich hauptsächlich mit Ackerbau und Viehzucht. Ihre
Hauptnahrungsmittel sind Mais, Kartoffel, klebrige Hochlandshirse,
Buchweizen und Bohnen. Männer tragen weiße wollene Jacken mit kurzen
Ärmeln und schwarzen Borten und einen bogenförmigen Messen an der
Taille. Frauen tragen schwarze Roben und bunte Kleider mit langen
Ärmeln, goldene Ohrringe und lange Zöpfe mit roten Schnüren.
Neben den obengenannten Nationalitäten leben
noch Naxi, Nu, Dulong und andere nationale Minderheiten im Bezirk
Qamdo. In der Vergangenheit wurden auch Damxung, Denqen und der
Kreis Sog, Dainkognubma im Bezirk Qmado und einige Orte im Bezirk
Ngari von Mongolen bewohnt. Inzwischen sind sie von Tibetern
assimiliert. Die meisten Han begannen in der Qing-Dynastie, in Tibet
überzusiedeln, und ließen sich in Lhasa, Xigaze, Qamdo, Zetang,
Gongbogyamda und Yadong nieder. Sie bauten in diesen Gebieten Tempel
für General Guan Yu, Tempel für Yang Jian und Tempel des
Stadtgottes. Ihre Nachkömmlinge sind von Tibetern assimiliert. Die
meisten Han, die heute in Tibet leben, sind Techniker, Arbeiter,
Lehrer, medizinische Mitarbeiter und Kader aus anderen Provinzen,
regierungsunmittelbaren Städten und autonomen Gebieten, um Tibet
beim Aufbau zu helfen.
Religion
Die Verfassung der Volksrepublik China sieht
vor: „Die Bürger der Volksrepublik China genießen die
Glaubensfreiheit. Kein Staatsorgan, keine gesellschaftlichen
Organisation und keine Einzelperson darf Bürger dazu zwingen, sich
zu einer Religion zu bekennen oder nicht zu bekennen, noch dürfen
sie jene Bürger benachteiligen, die sich zu einer Religion bekennen
oder nicht bekennen“; und „Der Staat schützt normale religiöse
Tätigkeiten“. Alle Nationalitäten in Tibet genießen ebenfalls die
Glaubensfreiheit.
Glaubensfreiheit
Am 23. Mai 1951
schlossen die Zentrale Volksregierung mit der tibetischen
Lokalregierung das „Abkommen über Maßnahmen zur friedlichen Befreiung
Tibets“ (17-Artikel-Abkommen) ab. Das Abkommen wurde von allen
Nationalitäten Tibets begrüßt und unterstützt. Im Abkommen hieß es:
„Die Politik der Religionsfreiheit...wird in Tibet durchgeführt. Der
religiöse Glaube, die Sitten und Gebräuche der Volksmassen in Tibet
sollen respektiert und die Lamatempel und -klöster geschützt
werden.“ Seitdem verfolgt die Zentralregierung in Tibet die Politik
des Respekts vor den religiösen Bekenntnissen, Sitten und Gebräuchen
der tibetischen Bevölkerung, und des Schutzes der Lamatempel und
-klöster und der historischen Denkmäler.
1959 führte
Tibet demokratische Reformen durch. Während die feudalen Privilegien
der drei Feudalherren und der Oberschicht der Mönche und das
Ausbeutungssystem abgeschafft und Religionsangelegenheiten von den
Regierungsangelegenheiten getrennt wurden, bekräftigte die
Zentralregierung ihre Politik erneut, dass sie „die
Religionsfreiheit, die Sitten und Gebräuche der tibetischen
Bevölkerung respektiert und Religionspersönlichkeiten erlaubt, nach
dem Prinzip der Demokratie die Klöster unabhängig zu verwalten“. Die
Zentralregierung und die Regierung des Autonomen Gebiets Tibet
stellten viele bekannte tibetische religiöse Stätten wie den
Potala-Palast, den Jokhang-Tempel und die Klöster Tashilhungpo,
Zhaibung, Sagya und Sera als wichtige Kulturdenkmäler unter den
Schutz auf Staats- und Gebietsebene.
1960
unterbreitete der 10. Panchen Erdeni Qoigyai Gyamcain fünf Methoden
für die Reform der Lamatempel und -klöster: 1. Verzicht auf die
Ausbetung; 2. demokratische Verwaltung; 3. Durchführung der Regierungsdekrete und der
chinesischen Verfassung in den Klöstern; 4. Teilnahme der Lamas an
der Produktion; 5. Unterhaltung der alten und schwachen Lamas und
der Lamas, die sich auf Rezitation buddhistischer Schriften
spezialisieren, durch die Regierung. Durch die Reform hatten die
Tibeter die Freiheit, Lamas zu werden, und die Lamas hatten die
Freiheit, ins weltliche Leben zurückzukehren. Alle buddhistischen
Sekten waren gleichberechtigt. Die Mönche jedes Klosters wählten ein
Komitee oder eine Gruppe für die demokratische Verwaltung, um
selbständig ihre eigenen religiösen Angelegenheiten zu verwalten und
buddhistische Aktivitäten durchzuführen.
1985 gründete der Tibetische Zweig der
Vereinigung der Buddhisten Chinas die tibetischsprachige Zeitschrift
„Tibetischer Buddhismus“. Es gibt heute in Tibet 46 000 Mönche und
Nonnen. Einige hundert Religionspersönlichkeiten wurden zu
Abgeordneten der Volkskongresse bzw. Mitgliedern der Politischen
Konsultativkonferenz (PKKCV) auf verschiedenen Ebenen gewählt, sind
als Vorstandsmitglieder der Vereinigung der Buddhisten Chinas tätig
oder üben die Funktion der Regierungsbeamten aus. Vertreter der
tibetischen buddhistischen Gemeinschaften und
Religionspersönlichkeiten haben mehrmals das Ausland besucht,
Untersuchungen und akademischen Austausch durchgeführt und religiöse
Gemeinschaften und Religionspersönlichkeiten aus einigen Dutzenden
Ländern, die Pilgerfahrten in Tibet machten, Tibet besuchten bzw.
Untersuchungen durchführten, empfangen.
Die Regierungen
auf allen Ebenen behandeln alle Religionen und Sekten, Gläubige und
Atheisten gleichberechtigt, respektieren alle religiösen
Aktivitäten und schützen sie nach dem Gesetz. Gläubige und Atheisten
sowie alle Sekten des Tibetischen Buddhismus respektieren
gegenseitig und leben in Frieden. Die inneren Angelegenheiten der
Tempel und Klöster werden von den durch demokratische Wahlen
gebildeten Verwaltungsorganen verwaltet. Mönche und Nonnen studieren
selbständig buddhistische Schriften, debattieren Sutras und hören
Vorlesungen hochgestellter Mönche an. Sie führen Abhisekarituale
durch, unterziehen anderen als Mönchen oder Nonnen, studieren
wichtige Punkte der tantristischen Doktrin und verschiedene Rituale,
rezitieren Sutras für Gläubige, sühnen die Sünden der Toten und
bestreichen Köpfe von Gläubigen, um ihnen Glück zu wünschen. Die
Gläubigen können frei Buddhas in Klöstern, heilige Berge und heilige
Seen anbeten, Gebetsmühlen drehen, Buddhas Opfer darbringen und
Sutras rezitieren. In Tibet sind überall von Anhängern und
Anhängerinnen aufgehängte Fahnen mit Sutras und Mani-Steinhaufen mit
der eingravierten „Sechs-Schriftzeichen-Ermahnung“ zu finden, man
kann auch überall Gläubige, die lange Kotaus machen, sehen. In fast
allen Familien der Anhänger sind kleine Haustempel für
Buddhaverehrung oder Nischen für Buddhafiguren eingerichtet.
Schätzungsweise machen jedes Jahr über eine Million Anhänger eine
Pilgerreise nach dem Jokhang-Tempel in Lhasa, um Buddha
Weihrauchstäbchen zu opfern.
Die überwiegende Mehrheit der Moinba-, der
Lhoba- und der Naxi-Nationalität bekennen sich zum Buddhismus. Viele
Bewohner Tibets bekennen sich zum Islam und Katholizismus. Es gibt
in Tibet vier Moscheen und 3000 Moslems, eine katholische Kirche und
700 Katholiken. In Tibet können alle normalen religiösen Aktivitäten
unternommen, die Bedürfnisse der Anhänger voll und ganz befriedigt
und die Religionsfreiheit voll respektiert werden.
Die wichtigsten Feiertage in Tibet
Das
Tibetische Neujahr: Das Tibetische Neujahr, das feierlichste Fest in
Tibet, beginnt am 1. Tag des 1. Monats nach dem tibetischen
Kalender. Es gibt eine Reihe von Kulturveranstaltungen. Es entfiel
2004 auf den 21. Februar und 2005 auf den 9. Februar.
Das Große
Gebetsfest: Es
dauert vom 4. bis zum 25. Tag des 1. Monats nach dem tibetischen
Kalender. Bei diesem Fest versammeln sich Mönche im Jokhang-Tempel
in Lhasa und debattieren Sutras.
Das
Butterlampen-Fest:
Am 15. Tag des 1. Monats nach dem tibetischen Kalender beginnt das
Butterlampen-Fest. Es war eigentlich ein Fest der Gläubigen; an
diesem Tag machten die Gläubigen viele Butterlampen, um sie vor
Buddhafiguren zu opfern. Später baut man Regale in unterschiedlichen
Formen und in unterschiedlicher Höhe auf, auf denen verschiedene
Menschen-, Blumen-, Gras-, Vogel- und Tierfiguren stehen und zur
Schau gestellt werden.
Das Badefest:
Es wird in der ersten Dekade des 7. Monats nach dem tibetischen
Kalender gefeiert. Das Badefest, an dem alle am Flussufer badet,
dauert eine Woche.
Das Shoton-Fest:
Früher aß man am
Shoton-Fest Joghurt. Später hat es sich zu einer Veranstaltung
entwickelt, in der man hauptsächlich tibetische Opfern aufführt.
Deshalb wird es das „Fest der tibetischen Oper“ genannt. Es wird
Ende des 6. Monats und Anfang des 7. Monats nach dem tibetischen
Kalender begangen.
Das
Pferderennenfest: Pferderennen und Bogenschießen sind zwei
Lieblingssportveranstaltungen der tibetischen Bevölkerung. Es wird
Ende des 7. Monats und Anfang des 8. Monats nach dem tibetischen
Kalender begangen. Während des Festes tauschen die Hirten Waren aus.
Das
„Ongkor-Fest“ (Erntefest):
An diesem Feiertag feiert die tibetische Bevölkerung reiche Ernte im
voraus. Im Allgemeinen wird es gefeiert, wenn die Kulturpflanzen
reifen. Während des Festes werden Pferderennen und Bogenschießen
veranstaltet und tibetische Opern aufgeführt.
Das
Sagya-Dawa-Fest: Es wird am 15. des 4. Monats nach dem tibetischen
Kalender begangen. Der Überlieferung zufolge war dieser Tag der
Geburtstag Sakyamunis und der Tag für seine Erleuchtung und seinen
Eintritt ins Nirwana. Man sagt, dass Prinzessin Wencheng an diesem
Tag in Lhasa angekommen wäre. An diesem Tag versammeln sich die
tibetischen Bewohner in Lhasa und nehmen an Parkveranstaltungen
teil.
Internationale
Buddhagebetsfeier: Die Internationale Buddhagebetsfeier erfolgt am 15. Tag des
5. Monats nach dem tibetischen Kalender. Nach den Demokra-tischen
Reformen gehen die tibetischen Bewohner in Lhasa vom 1. bis zum 15.
Tag des 5. Monats aus, spazieren in den Parks, singen und tanzen
dort, und machen Picknick. Es ist inzwischen zum Lingkafest
(Parkfest) entwickelt worden.
Autonomie in der wirtschaftlichen und
gesellschaftlichen Entwicklung
Seit 1984 bis 2001 hat die Zentralregierung nach den
Forderungen des Autonomen Gebiets Tibet nacheinander vier
Sonderkonferenzen über die Arbeit in Tibet abgehalten, wodurch eine
Reihe von bevorzugten politischen Maßnahmen hinsichtlich der
wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung Tibets
ausgearbeitet wurde.
Seit 1984 hat der Staat gegenüber den Bauern
und Hirten in Tibet eine relaxtere Politik eingeführt, die ihnen
erlaubt, ihre eigene Wirtschaftsstärke wiederherzustellen. Hier
handelt sich um langfristige Maßnahmen, wobei Ackerboden den
Bauernhaushalten zur Verfügung gestellt und von ihnen selbständig
bewirtschaftet wird und Viehherden den Hirtenhaushalten
zurückgegeben und von ihnen privat in Besitz genommen, gezüchtet und
selbständig bewirtschaftet werden. Die Bauern und Hirten brauchen
keine Landwirtschafts- bzw. Viehzuchtsteuer zu entrichten.
Kollektiveigene und private Betriebe, die tägliche Bedarfsgüter für
Tibeter produzieren und verkaufen, sind von der Gewerbesteuer
befreit. Individuelle Bauern und Hirten sowie kollektive Betriebe,
die Agrar- und tierische Erzeugnisse, Nebenprodukte oder
Handwerksprodukte zum Verkauf oder Austausch auf den Markt bringen,
brauchen keine Steuern zu zahlen. Allein die Landwirtschafts- und
Viehzuchtsteuern wurden von 1984 bis 2004 mindestens um 250
Millionen Yuan reduziert.
Die 4. Sonderkonferenz über die Arbeit in Tibet im
Jahr 2001 beschloss, eine Vorzugspolitik weiter in den Bereichen
Finanzen, Steuer, Investment, Preiszuschüsse, Außenhandel, Reform
von Unternehmen und Land-wirtschaft Tibets auszuführen. Einigen
großen und mittelgroßen Schlüssel-projekten in den Bereichen
Energie, Verkehr, Telekommunikation und umfassende Erschließung und
Projekten für die gesellschaftliche Entwicklung wurde Priorität
eingeräumt. Um die Auswirkungen der Preissteigerung auf Tibet, die
durch die Preisregulierungsmaßnahmen der Zentralregierung verursacht
wurde, zu vermindern, haben die zentralen Finanzbehörden Tibet
Subventionen gewährt. Darüber hinaus sind die Richtlinien
„Beschränkungen zu lockern, die Öffnung zu erweitern und die
Entwicklung zu beschleunigen“ durchgeführt worden, um den
Außenhandel Tibets zu fördern.
Was die Steuererhebung anbelangt, genießt
Tibet eine Vorzugspolitik mit einem lokalen Steuersatz von 3
Prozentpunkten niedriger als in den anderen Landesteilen. Bauern und
Hirten sind von allen Gebühren und Steuern befreit.
Im Finanzbereich ist der Anleihe- und
Versicherungszinssatz in Tibet 2 Prozentpunkte niedriger als der
Landesdurchschnitt.
Darüber hinaus genießen Bauern und Hirten in
Tibet eine kostenlose medizinische Betreuung und ihre Kinder
erhalten eine kostenlose Verpflegung und Unterkunft in
Lehranstalten.
Das
System der nationalen Gebietsautonomie hat einen breiten Weg zur
Beschleunigung der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen
Entwicklung Tibets und zur Verbesserung des Lebensstandards der
tibetischen Bevölkerung gebahnt.
Garantie der gleichen Rechte der tibetischen
Frauen
Im alten Tibet waren nach den alten Gesetzen, die
tausend Jahre lang durchgeführt worden waren, die Menschen in drei
Klassen und neun Stufen eingeteilt. Die Frauen gehörten zu den
niedrigsten Stufen Menschen. Im Gesetzbuch hieß es: „Die Sklaven und
Frauen dürfen sich nicht an militärischen und politischen
Angelegenheiten beteiligen.“ In der Geschichte gab es im alten Tibet
keine weiblichen Angestellten, geschweige denn weibliche Beamte.
Über 95% der tibetischen Frauen waren Analphabeten, viele von ihnen
wussten nicht einmal, wie alt sie waren. Ihre Klugheit und Weisheit
wurden durch die grausame feudale Leibeigenschaft gedrosselt.
Außerdem führte die Ehe unter dieser Leibeigenschaft oft zur
Tragödie der tibetischen Frauen. Unter der Leibeigenschaft ließ sich
die Eheschließung der Leibeigenen von den Leibeigenenhaltern
entscheiden. Die Frauen waren nur Werkzeuge, die sprechen konnten.
Ein Sklave heiratete ein Mädchen, was bedeutete, dass er seinem
Herrn eine Sklavin brachte.
Seit mehr als 40 Jahren der Gründung des
Autonomen Gebiets Tibet hat sich eine große Anzahl der tibetischen
Frauen durch die Ausbildung eine bis drei angewandte Agrar- und
Viehzuchttechniken angeeignet. Dadurch entwickelt sich die
Produktion auf dem Lande bereits von der Monokultur zu heutigen
diversifizierten Wirtschaftszweigen. Die von tibetischen Frauen
gewebten Kardian (kleine Teppiche) im tibetischen Stil werden ins
Ausland wie die USA, Kanada und Finnland exportiert.
Jetzt können die tibetischen Frauen mit den
Frauen anderer Landesteilen Chinas in allen Bereichen des
politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen
Lebens sowie des Familienlebens die gleichen Rechte wie die Männer
genießen.
Zur Zeit sind
74,9 Prozent der Kader des Autonomen Gebiets Tibeter und Angehörige
anderer nationaler Minderheiten, und 30 Prozent Frauen. Alle höchsten
Ämter der Volkskongresse, der Komitees der PKKCV und der
Volksregierungen auf allen Ebenen im Autonomen Gebiet werden von
Tibetern bekleidet. Sogar in der Zentralregierung und staatlichen
Organen gibt es Kader der tibetischen Nationalität. Unter den
führenden Kadern auf Gebiets-, Bezirks- und Kreisebene im Autonomen
Gebiet sind 70 Prozent Tibeter und Angehörige anderer nationaler
Minderheiten. Die wissenschaftlichen und technischen Fachkräfte aus
der tibetischen Nationalität und anderen nationalen Minderheiten
machen 60 Prozent der Gesamtzahl aus.
Mit der Verbesserung ihrer Stellung im
politischen und wirtschaftlichen Leben erfreuen sich die tibetischen
Frauen einer gleichen Stellung im Familienleben. Die Freiheit der
Eheschließung und das Monogamiesystem sind zu ihrem Streben
geworden. Die tibetischen Frauen sind zu einer unentbehrlichen Kraft
beim sozialistischen Aufbau Tibets aufgewachsen.
Lernen und Gebrauch der tibetischen Sprache
und Schrift
In den Jahren 1987 und 1988 wurden die
„Bestimmungen über das Lernen, den Gebrauch und die Entwicklung der
tibetischen Sprache und Schrift “ (kurz: Bestimmungen) vom Autonomen
Gebiet Tibet veröffentlicht und probeweise in die Tat umgesetzt.
Im Mai 2002 wurden die Bestimmungen von der 5. Tagung
des VII. Volkskongresses des Autonomen Gebiets Tibet angenommen. Das
ist das erste gesetzliche Dokument dieser Art, seitdem die
tibetische Sprache und Schrift vor 1300 Jahren geschaffen wurden.
Die Bestimmungen mit 19 Artikeln sehen vor, dass die tibetische
Sprache und Schrift den wichtigsten Unterrichtsinhalt der
Grundschulen und Mittelschulen der Unterstufe darstellen müssen,
während die landesweit allgemein gebräuchliche Sprache unterrichtet
wird. Auf wichtigen Konferenzen und Versammlungen und bei
Gerichtsverhandlungen in Tibet haben die Bürger das Recht, die
tibetische Sprache oder die landesweit allgemein gebräuchliche
Sprache zu gebrauchen. Die Bestimmungen ermutigen zudem Han und
andere nationale Minderheiten in Tibet, Tibetisch zu lernen und zu
gebrauchen.
In Übereinstimmung mit den detaillierten
Regeln für die Durchführung dieser Bestimmungen müssen alle
Dokumente der Regierungen aller Ebenen im Autonomen Gebiet Tibet in
Tibetisch und Chinesisch zur Verfügung gestellt werden, und alle
wichtigen Konferenzen müssen gleichzeitig Tibetisch und Chinesisch
anwenden. Auch im Bereich der Justiz sind Tibetisch und Chinesisch
gleichwertig. Anklageschriften, Urteile, Bekanntmachungen und andere
gesetzliche Dokumente sollen in Tibetisch und Chinesisch abgefasst
werden.
Die tibetische Sprache und Schrift werden in
Massenmedien und öffentlichen Einrichtungen weit angewandt. Auch die
Regierung hat Maßnahmen zur Ausbildung von tibetischen Lehrern,
Redakteuren und Schriftstellern sowie anderen professionellen
Fachkräften in diesem Bereich ergriffen. Die Beamten auf allen
Ebenen im Autonomen Gebiet werden aufgefordert, die landesweit
allgemein gebräuchliche Sprache und Schrift sowie Englisch zu
lernen.
Im Autonomen Gebiet Tibet wird in den
Grundschulen meistens in Tibetisch unterrichtet. In den
Mittelschulen mit besseren Bedingungen wird in Tibetisch und
Chinesisch unterrichtet. Die Abgänger der Mittelschule der Oberstufe
sollen beide Sprachen beherrschen. In anderen Provinzen und Städten
bestehenden tibetischen Mittelschulen der Unterstufe und tibetischen
Klassen wird in Tibetisch unterrichtet.
84 Prozent der mehr als 2,5 Millionen
zählenden Bevölkerung der tibetischen Nationalität gebrauchen die
tibetische Sprache.
Wirtschaft
Vor der
friedlichen Befreiung im Jahr 1951 war die Wirtschaft Tibets sehr
rückständig. In Tibet gab es damals weder Verkehrsverbindung noch moderne
Industrien, sondern nur die Viehzucht und die unterentwickelte
Landwirtschaft und Handwerk. Seit 1951 hat der Staat Tibet bei
dessen Entwicklung der Wirtschaft spezielle Unterstützung gegeben,
indem er viele finanzielle Subventionen zugewiesen, Zuschüsse für
spezielle Projekte gewährt und Investitionen in Schlüsselbauprojekte
eingesetzt hat. Der Staat hat zudem eine große Menge von Materialien
nach Tibet transportiert. Seit den 1980ern hat der Staat
verschiedene Regierungsabteilungen und andere Provinzen, autonome
Gebiete und regierungsunmittelbare Städte organisiert, Tibet
Fachkräfte sowie materielle, finanzielle und technische Hilfe zu
gewähren. Außerdem hat er spezielle Maßnahmen ergriffen, um die
tibetische Wirtschaft zu entwickeln und den Lebensstandard der
tibetischen Bevölkerung zu verbessern.
Rapide Entwicklung in den letzten mehr als 50
Jahren
Durch den Aufbau
in den letzten mehr als 50 Jahren, insbesondere durch die Reform und Öffnung in den
letzten 20 Jahren, ist die tibetische Wirtschaft von einer Struktur
der Abhängigkeit von der „Bluttransfusion“ allmählich zur Fähigkeit
der „Blutproduktion“ übergegangen. 1998 wurde der „Null“-Rekord in
den lokalen finanziellen Einnahmen gebrochen. 1992 überschritten
Tibets finanzielle Einnahmen zum ersten Mal die 100 Millionen
Yuan-Grenze. 1993 beliefen sie sich auf nahezu 200 Millionen Yuan,
2004 auf 1,199 Milliarden Yuan, was nach vergleichbaren Faktoren
gerechnet ein Plus von 19,5 Prozent im Vergleich zu 2003 war. Davon
betrugen die allgemeinen Haushaltseinnahmen 1,002 Milliarden Yuan,
ein Plus von 22,9 Prozent, davon stieg die Wertzuwachssteuer um 14,5
Prozent, die Geschäftssteuer um 8,5 Prozent. Der Anteil der lokalen
Finanzeinnahmen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) betrug 5,7 Prozent.
Im Jahr 2004 betrug das BIP Tibets 21,154
Milliarden Yuan, was nach vergleichbaren Faktoren gerechnet ein Plus
von 12,2 Prozent im Vergleich zu 2003 war. Davon belief sich der
Wertzuwachs des Primärsektors auf 4,333 Milliarden Yuan, ein Plus
von 4,9 Prozent; der des Sekundärsektors auf 5,761 Milliarden Yuan,
ein Plus von 17,4 Prozent; und die des Tertiärsektors auf 11,06
Milliarden Yuan, ein Plus von 12,8 Prozent. Das Pro-Kopf-BIP betrug
7779 Yuan. Der Anteil des Primär-, des Sekundär- und des
Tertiärsektors am BIP betrug 20,5, 27,2 bzw. 52,3 Prozent. Der
Anteil des Primärsektors sank um 1,5 Prozentpunkte, der des
Sekundär- und des Tertiärsektors stieg um 1,2 bzw. 0,3
Prozentpunkte.
Landwirtschaft
Der Ackerbau Tibets wird vor allem im Gebiet des
Yarlung Zangbo und seiner Nebenflüsse sowie in den Tälern der Flüsse
Jinshajiang, Lancangjiang und Nujiang betrieben. Tibet hat den
Beinamen „Getreidespeicher auf dem Plateau“. 1952 betrug die gesamte
Anbaufläche 160 000 Hektar und die Getreideproduktion nur 155 000
Tonnen. Heute gibt es mehr als 230 000 Hektar Ackerland.
Hauptsächlich angebaut werden Qingke-Gerste, Winter- und
Frühjahresweizen, Erbsen, Saubohnen, Kartoffeln, Raps und Zuckerrübe
sowie in manchen Gebieten auch Wasserreis, Mais, Sojabohnen, Grüne
Bohnen, Erdnüsse, Tabak, China-Kohl, Spinat, Rüben, Buchweizen und
südamerikanischen Knoblauch.
Im Jahr 2004
betrug die gesamte Getreideanbaufläche in Tibet 179 790 Hektar, 6330
Hektar weniger als im Jahr 2003. Davon waren 120 110 Hektar für
Qingke- Gerste, ein Minus von 5600 Hektar; 40 640 Hektar für
Weizen, ein Minus von 1740 Hektar. Die Rapsanbaufläche betrug 24 330
Hektar, ein Plus von 2720 Hektar. Die Gemüseanbaufläche betrug 15
150 Hektar, ein Plus von 1040 Hektar. Die Getreideproduktion betrug
im ganzen Jahr 960 000 Tonnen, ein Minus von 0,6 Prozent gegenüber
2003; die Rapsproduktion betrug 53 900 Tonnen, ein Plus von 9,1
Prozent gegenüber 2003; die Gemüseproduktion betrug 299 800 Tonnen,
ein Plus von 6,4 Prozent gegenüber 2003. Im Jahr 2004 betrug der
Bruttoproduktionswert der Landwirtschaft Tibets 2,656 Milliarden
Yuan, ein Plus von 2 Prozent gegenüber 2003.
Viehzucht
Mit einem Grasland von 82 Millionen Hektar, 23
Prozent der gesamten Weidenfläche im ganzen Land, zählt das Autonome
Gebiet Tibet zu den fünf größten Weidegrünen in China. Die in Tibet
gehaltenen Viehsorten sind der Yak, eine gelbe Rinderrasse, das
Pianniu (Kreuzung zwischen Stier und Yakkuh) sowie Pferde, Esel,
Schafe und Schweine. Die Viehzucht liefert nicht nur wichtige
Produkte für das tägliche Leben der tibetischen Bevölkerung, sondern
auch Hauptwaren für den Export und wichtige Rohstoffe für die
Leicht- und Textilindustrie. Sie nimmt in der tibetischen Wirtschaft
eine wichtige Stellung ein. Der Pro-Kopf-Fleischbesitz in Tibet ist
höher als der Weltdurchschnitt.
2004 erreichte der Viehbestand in Tibet eine
Größenordnung von 25,09 Millionen Stück, 580 000 Stück mehr als Ende
2003. Darunter waren 6,13 Millionen Rinder, ein Plus von 220 000
Stück; 18,15 Millionen Schafe, ein Plus von 360 000 Stück. Die
gesamte Fleischproduktion betrug 208 200 Tonnen, ein Plus von 9,5
Prozent gegenüber 2003. An Milchprodukten wurden 262 000 Tonnen
erzeugt, ein Plus von 4,3 Prozent gegenüber 2003. Der
Produktionswert der Viehzucht in Tibet erreichte 2,912 Milliarden
Yuan, ein Plus von 4,2 Prozent.
Forstwirtschaft
Tibet verfügt über 7,17 Millionen Hektar
Waldland mit einem Holzbestand von 2,091 Milliarden Kubikmetern. Der
Schutz und der Aufbau der Öko-Umwelt Tibets werden einen äußerst
großen Einfluss auf die Lebensumwelt im Gebiet am Mittel- und
Unterlauf des Jangtse, in den südwestlichen Nachbarländern, ja sogar
auf die ganze Welt, haben.
Um die Naturwälder zu schützen, wurden die
Kreise Jomda, Konjo und Markam am Oberlauf des Jangtse in ein
Staatliches Projekt zum Schutz der Naturwälder, das im Jahr 2000
offiziell in Abgriff genommen wurde, aufgenommen. Das Autonome
Gebiet Tibet hat der Durchführung dieses Projektes große Beachtung
geschenkt. Trotz der finanziellen Schwierigkeiten hat es noch 10
Millionen Yuan für die Fortpflanzenzüchtung, die Untersuchung von
Waldressourcen und die Umsiedlung von Bewohnern zugewiesen. 2004
betrug die bewaldete Fläche 16 500 Hektar, ein Plus von 2,0 Prozent
gegenüber 2003.
Industrie
Die Energiewirtschaft, der Bergbau, die
Leicht- und Textilindustrie und das ethnische Handwerk stellen die
Säulenindustrien Tibets dar. Seit der Ausführung der Reform- und
Öffnungspolitik 1978 hat die tibetische Industrie eine rapide
Entwicklung erfahren.
Energiewirtschaft
Bis heute sind verschiedene Einrichtungen der
Basisindustrie wie das Dongqu-Kraftwerk in Xigaze, das
Oiga-Krakftwerk in Shannan, das Xando-Kraftwerk, das
Yangbajain-Erdwärme-Kraftwerk, das Puncog-Kraftwerk, das
Famugou-Kraftwerk in Bayi, das Lhasa-Wasserkraftwerk, die
Lhasa-Bierbrauerei und die Chromeisenerz-Gruben in Shannan und
Norbusa gebaut bzw. umgebaut worden. Diese Anlagen haben für die
Förderung der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung
Tibets eine wichtige Rolle gespielt.
In der Mitte der 1950ern wurde das erste
öffentliche Stromwerk Tibets – das Lhasa-Kraftwerk – gegründet, um
den Engpass bei der Stromversorgung zu vermindern, der durch den
Mangel Tibets an Erdöl und Kohle verursacht worden war. Anschließend
investierte der Staat Geldmittel in den Bau des landesweit größten
Erdwärme-Kraftwerks der Megawatt-Klasse in Yangbajain. In den
letzten Jahren wurde der Bau für zwei weitere Wasserbauprojekte –
das Yamzhogyum-Pumpspeicherkraftwerk und das Chalung-Kraftwerk –
begonnen. Das erstere, in das 2,014 Milliarden Yuan investiert
wurden, wurde 1997 fertiggestellt und in Betrieb genommen.
Im Jahr 2002 wurden das Wasserkraftwerk Oiga
und das Schlüsselprojekt für den Wasserbau Mamlha sowie eine Anzahl
von Wasserkraftwerken auf Kreis- und Gemeindeebene fertiggestellt
und in Betrieb genommen, während die erste und die zweite Phase des
Umbauprojekts für die Stromnetze in den Agrar- und Viehzuchtgebieten
im Wesentlichen fertiggestellt wurden. Die Gesamtkapazität der
Generatorenaggregate in Tibet betrug 376 000 Kilowatt, wovon 1,5
Millionen Menschen profitierten. Ende 2002 erreichte die tägliche
Höchstbelastung des Tibet-Energieversorgungsnetzes, das eine Stadt
(Lhasa), zwei Bezirke (Shannan und Xigaze) und 12 Kreise abdeckte,
143 000 Kilowatt. Der höchste Tagesstromverbrauch überschritt 2,1
Millionen Kilowattstunden, was den höchsten Rekord in der Geschichte
Tibets aufstellte. 2003 wurde das Lhasa-Zetang-Stromnetz in Betrieb
genommen. Seit 2004 hat der Aufbau der Energiewirtschaft in Tibet
seinen Höhepunkt erreicht. Inzwischen sind viele neue Projekte wie
das Zhigung-Wasserkraftwerk in Lhasa, das zu den staatlichen
Schlüsselprojekten in der Periode des 10. Fünfjahresplans (2001-05)
zählt, das Stromversorgungsprojekt für die
Qinghai-Tibet-Eisenbahnlinie, das zweite Projekt für die
Verbesserung des Tibet-Zentralenergieversorgungsnetzes in Angriff
genommen worden. Gleichzeitig sind das Projekt für den Umbau des
Qamdo-Stromnetzes und das Projekt für den Umbau der zweiten Gruppe
des ländlichen und städtischen Stromnetzes durchgeführt worden.
Darüber hinaus befinden sich die Bauprojekte für das Xoka-Kraftwerk
im Bezirk Nyingchi und das Shiquanhe-Wasserkraftwerk im Bezirk Ngari
in Vorbereitungen. 2004 betrug die Stromerzeugung in Tibet 1,165
Milliarden Kilowattstunden, ein Plus von 14,6 Prozent.
Schätzungsweise wird die Gesamtkapazität der Generatorenaggregate in
Tibet im Jahr 2005 500 000 Kilowatt erreichen.
Bergbauindustrie
Die Bodenfläche Tibets macht ein Achtel der
Gesamtbodenfläche des ganzen Landes aus. Tibet ist reich an
Bodenschätzen. Die Vorräte an Chrom, Kupfer, Magnesit und Bor
rangieren landesweit an erster, zweiter, dritter bzw. vierter
Stelle. Die Kupfervorräte werden wahrscheinlich an die erste Stelle
rücken, während die Lagerstätten von Blei, Gold, Erdöl, Eisen,
Lithium, Magnesit und Kaliumchlorid gute Förderungsaussichten haben.
80 Prozent der Chromeisenerze im ganzen Land, deren Angebot kaum die
Nachfrage befriedigen kann, kommen aus Tibet. Auch die Produktion
von Borax nimmt landesweit eine wichtige Stellung ein.
Durch jahrzehntlange Schürfungen sind 63 große
und mittelgroße Lagerstätten, die sehr abbauwürdig sind, ermittelt.
Im Qamdo-Bezirk sind ein mittelgroßes und vier
große Kupferbergwerke, deren Vorräte über 10 Millionen Tonnen
betragen, ermittelt worden. Eine große Anzahl von Blei- und
Zinklagerstätten befinden sich momentan noch in der Schürfung. Das
Yulung-Kupferbergwerk wird im Jahr 2005 in Betrieb genommen werden.
Es kann sich nicht nur zu einem Bergwerk mit einer Jahreskapazität
von 100 000 Tonnen Elektrolytaluminium und einem Produktionswert von
2 Milliarden Yuan entwickeln, sondern auch die Erschließung anderer
Bergwerke vorantreiben, den Qamdo-Bezirk zu einer Produktionsbasis
für Kupfer, Blei und Zink machen und die Entwicklung der
Verarbeitungsindustrie der Buntmetalle, des Verkehrs- und
Transportwesens und des Tertiärsektors ankurbeln und schließlich die
Entwicklung der lokalen Wirtschaft fördern.
Die Entwicklung
der Bergbauindustrie in Tibet steckt momentan noch in den
Kinderschuhen. Trotzdem zählt sie zu den Säulenindustrien des
Autonomen Gebiets, die in der Periode des 10. Fünfjahresplans
vorrangig entwickelt werden. Jedes Jahr fördert Tibet einige
hunderttausend Tonnen Chromeisenerze, 1500 Tonnen Borax und 16 000
Tonnen Bor-Magnesium-Erze. Die Chromeisenmine in Norbusa im Kreis
Qusum in Südtibet, die im Jahr 1986 mit einer Gesamtinvestition in
Höhe von 10,35 Millionen US-Dollar erschlossen wurde, ist die
landesweit größte dieser Art. In der ersten Phase des
Tagbauprojektes wurden jährlich 50 000 Tonnen Chromeisenerze
gefördert. Nach dem Plan für die zweite Phase des unterirdischen
Abbaus sollen jährlich 100 000 bis 120 000 Tonnen Chromeisenerze
gewonnen werden. Im August 2004 gründeten Tibet und die Provinz
Hubei gemeinsam ein modernes Borax-Chemieunternehmen, das das größte
dieser Art in Tibet wie auch im ganzen Land ist.
In Zukunft wird Tibet gründlichere Schürfungen
wichtiger Bodenschätze je nach Gebieten ermutigen. Beispielsweise
wird die Schürfung von Kupfer, Blei und Zink in Osttibet; die von
Kupfer, Blei, Zink und Gold sowie Mineralwasser, Kalkstein, Antimon,
Eisen und Erdwärme entlang der Qinghai-Tibet-Eisenbahn und im
umliegenden Gebiet von Lhasa; die von Gold, Goldantimon, Blei, Zink
und Silber im Gebiet südlich des Yarlung Zambo; und die von
Salzseevorkommen wie Lithium, Bor und Kalium in Nord- und
Nordwesttibet ermutigt.
Ethnisches Handwerk
Die
Gemeinde Jedexoi des Kreises Konggar im Bezirk Shannan hat große
Anstrengungen unternommen, um ethnisches Handwerk zu entwickeln. Zur
Zeit gibt es in der ganzen Gemeinde 4 Handwerksbetriebe mit einem
Jahresproduktionswert von 600 000 Yuan.
Der Kreis Gyangze ist für seine Kardian
(kleine Teppiche) und Teppiche bekannt. Die in Gyangze produzierten
Teppiche sind nicht nur im Autonomen Gebiet und anderen Landesteilen
Chinas populär, sondern werden auch in mehr als 10 Länder und
Regionen Asiens, Europas und Amerikas exportiert.
Wichtige handwerkliche Produkte

|
Teppich |
Nach unterschiedlichen Spezifikationen werden diejenigen
Webstücke, deren Fläche größer als 18 sq ft ist, als Teppich
bezeichnet, während die kleineren Kardian genannt werden.
Teppiche, die in Gyangze gewebt werden, erfreuen sich des
besten Rufs. Die Produktsorten der Teppichfabrik Gyangze
haben sich von 8 auf mehr als 50 vermehrt, ihre Produktion
nimmt jährlich um 56 Prozent zu. |
|
Schürze |
Eine Art Wollgewebe, sie heißt Bangdian auf Tibetisch und
wird hauptsächlich in Shannan, Xigaze und Lhasa produziert.
Produkte, die in der Gemeinde Jedexoi im Kreis Konggar
gemacht werden, sind am bekanntesten, erfreuen sich auf dem
einheimischen Markt eines guten Rufs und werden auch nach
Indien, Nepal, Bhutan und westeuropäischen Ländern
exportiert. |
|
Pulu |
Manuell gewebter Wollstoff. Er wird hauptsächlich zur
Anfertigung von Kleidung, Schuhen und Hüten benutzt. Die
Pulu-Produktion verteilt sich in allen Agrar- und Halbagrar-
und Halbviehzuchtgebieten. Chanang, Nanggarze, Gyangze und
Markam sind für ihre Produktion von Pulu am bekanntesten. |
|
Tibetische Decke |
Sie ist im Allgemeinen in vier Typen unterteilt, nämlich die
aus zwei, drei bzw. vier Fäden gewebten hochwertigen Decken.
Sie wiegen 5, 7, 8 bzw. 12,5 Kilogramm. Die Decken haben
durchschnittlich eine Lebensdauer von 8 Jahren, eine mit
hoher Qualität ist sogar für zwei Generationen. |
|
Gold- und Silberwaren |
Sie sind in zwei Kategorien eingeteilt: 1) Ornamente wie
Armbänder, Ringe, Halsketten, Kopf- und Brustschmuck,
Messerscheiden und Schnupftabakfläschchen, und 2)
alltägliche Bedarfsartikel wie Weingefäße, Weinbecher,
Löffel, Essstäbchen, Schale, Teller usw. Manche von diesen
Artikeln sind aus reinem Gold und Silber gemacht, andere
sind vergoldet bzw. versilbert. |
|
Tibetisches Taillenmesser |
Ein populäres Werkzeug von Tibetern. Es wird im Allgemeinen
bei der Produktion und im alltäglichen Leben benutzt und
dient auch zur Selbstverteidigung und Dekoration. Es gibt
drei Arten – langes, kurzes und kleines Messer. Das längste
kann mehr als ein Meter sein, das kurze ist rund 40
Zentimeter und das kleine etwa 10 Zentimeter lang. Manche
Messer, die sogar mit Juwelen verziert sind, sind in der Tat
zu kunsthandwerklichen Produkten geworden. Lhasa, Damxung,
Lhaze, Yi’ong und Qamdo sind für die Herstellung von
tibetischen Messern bekannt. |
|
Tibetische Weihrauchstäbchen |
Hier gibt es viele Sorten. Die bekanntesten und wertvollste
Weihrauchstäbchen, Gorlog Nyinga genannt, werden von
tibetischen Ärzten gemäß tibetischen medizinischen Büchern
aus 25 verschiedenen medizinischen Zutaten angefertigt. Sie
können vielen Infektions- und epidemischen Krankheiten
vorbeugen. |
Bauwesen
Seit
1959 hat die Zentralregierung eine große Anzahl von Arbeitern,
Funktionären, Intellektuellen, Ingenieuren und Technikern aus allen
anderen Landesteilen nach Tibet entsandt, um Tibet bei der
Überwindung der Armut und Rückständigkeit zu helfen. Als Folge wurde
der Städtebau in den Städten Lhasa, Xigaze und anderen Gebieten
bemerkenswert verbessert. Auf dem „Dach der Welt“ ist eine Gruppe
von modernen Bauten in stark ethnischem und lokalem Stil entstanden.
Mit der
ständigen Vertiefung der Reform und Öffnung seit Mitte
der 1980er sind immer mehr Fachkräfte und Baustoffe im großen Stil
ins Bauwesen Tibets geströmt, so dass sich hier ein Wandel vollzogen
hat und eine neue Entwicklungsstufe erklommen worden ist. In vielen
neuen Bauten wurden gemischte Strukturen, die vor allem im
Landesinnern benutzt wurden, genutzt, und bei der Renovierung alter
Bauten wurden im Allgemeinen die tibetischen Holz- und
Steinkonstruktionen beibehalten, um das originale Antlitz der alten
Städte zu wahren. Bei der Projektierung wurde versucht, die moderne
Baukunst mit dem lokalen Kolorit zu verbinden, damit die neuen
Bauten sowohl einen stark tibetischen Stil als auch einen modernen
Anstrich haben. 2004 belief sich der Wertzuwachs des Bauwesens in
Tibet auf 4,218 Milliarden Yuan, ein Plus von 18,1 Prozent gegenüber
2003.
Anlageinvestitionen
Im Jahr 2004 betrugen die getätigten
Anlageinvestitionen 16,844 Milliarden Yuan, ein Plus von 21,5
Prozent im Vergleich zu 2003. Davon waren 2,133 Milliarden Yuan die
nichtstaatlichen Investitionen, ein Plus von 88,9 Prozent.
Die Anlageinvestitionen der staatseigenen
Wirtschaftseinheiten beliefen sich auf 13,708 Milliarden Yuan, ein
Plus von 7,7 Prozent im Vergleich zu 2003; die der kollektiveigenen
Wirtschaftseinheiten auf 120 Millionen Yuan, ein Minus von 49,6
Prozent; die der anderen Wirtschaftsformen auf 2,24 Milliarden Yuan,
eine Zunahme um das 3fache; und die der Einzelpersonen auf 775
Millionen Yuan, eine Zunahme um das 1,6fache.
Die Investitionen in den Investbau beliefen
sich auf 14,112 Milliarden Yuan, ein Plus von 18,1 Prozent im
Vergleich zu 2003; die in die technische Erneuerung und Umgestaltung
auf 834 Millionen Yuan, ein Minus von 10,9 Prozent; die in die
Immobiliengeschäfte 681 Millionen Yuan, eine Zunahme um das
2,4fache; die in die anderen Sektoren auf 1,216 Milliarden Yuan, ein
Plus von 57,1 Prozent.
Die tatsächlich genutzten Investitionen
beliefen sich auf 17,943 Milliarden Yuan, ein Plus von 14,6 Prozent
im Vergleich zu 2003. Davon stammten 10,17 Milliarden Yuan aus dem
staatlichen Budgetfonds, ein Plus von 19,8 Prozent; 644 Millionen
Yuan aus inländischen Krediten, ein Minus von 5,8 Prozent; 4,181
Milliarden Yuan aus der Selbstfinanzierung, ein Plus von 13,1
Prozent; und 2,44 Milliarden Yuan aus anderen Kanälen, ein Plus von
48,2 Prozent.
Binnenhandel
2004
betrug das gesamte Einzelhandelsvolumen von Konsumgütern 6,37
Milliarden Yuan, ein Plus von 9,3 Prozent im Vergleich zu 2003.
Darunter erreichte der Einzelhandelsumsatz in den Städten 2,824
Milliarden Yuan, ein Plus von 8,3 Prozent; und der auf Kreisebene
und darunter 3,545 Milliarden Yuan, ein Plus von 10 Prozent. Der
Umsatz des Groß- und Einzelhandels belief sich auf 5,038 Milliarden
Yuan, ein Plus von 8,2 Prozent; der der Gastronomie auf 970
Millionen Yuan, ein Plus von 18,7 Prozent; und der der anderen
Branchen auf 362 Millionen Yuan, ein Plus von 2,1 Prozent.
Das Handelsvolumen an von allen Groß- und
Einzelhandelsbetrieben mit einer Kapitalanlage über dem
festgesetzten Limit verkauften Nahrungsmitteln, Getränken,
Zigaretten und Spirituosen stieg um 68,7 Prozent gegenüber 2003; bei
den Kleidungsstücken, Schuhen, Hüten und Textilien war ein Anstieg
um 43,6 Prozent, bei den Erdölprodukten eine Zunahme um 50,9 Prozent
und bei den Maschinen und elektrischen Geräten ein Anstieg um 47,2
Prozent zu verzeichnen.
Außenhandel und wirtschaftliche Kooperation
Aus
dem Warenaustausch der Grenzbewohner und den kleinen
Tauschgeschäften zwischen den Nachbarländern ist der Außenhandel
Tibets zu einem großen Überseehandel geworden. Die Struktur der
Exportprodukte haben sich verbessert, d.h. es werden nicht nur
primäre Tierprodukte gehandelt, sondern auch fein bearbeitete
Produkte. Der Exportmarkt ist von Indien und Nepal auf mehr als 20
Länder und Regionen, darunter u. a. Japan, die Republik Korea,
Singapur, Hong Kong, Europa und Amerika, ausgedehnt.
2004 betrug das gesamte Im- und Exportvolumen
Tibets 223,55 Millionen US-Dollar, ein Plus von 38,7 Prozent im
Vergleich zu 2003. Davon belief sich das Exportvolumen auf 130,09
Millionen US-Dollar, ein Plus von 6,9 Prozent, und das Importvolumen
auf 93,46 Millionen US-Dollar, eine Zunahme um das 1,4fache. Der
Export Tibets zu Nepal belief sich auf 84,77 Millionen US-Dollar,
ein Plus von 12,6 Prozent gegenüber 2003; der zu Hong Kong auf 23,04
Millionen US-Dollar, eine Zunahme um das 1,7fache gegenüber 2003;
und der zu Indien auf 5,13 Millionen US-Dollar, ein Plus von 3,5
Prozent.
Grenzhandel
Das Autonome Gebiet Tibet befindet sich an der
südwestlichen Grenze Chinas mit einem 343 500 Quadratkilometer
großen Grenzgebiet, in dem 21 Grenzkreise und 104 Grenzgemeinden
liegen. Entlang der Grenzlinie gibt es 312 Übergänge zur Außenwelt,
davon werden 44 das ganze Jahr hindurch und der Rest saisonal
eröffnet. Unter diesen Übergängen waren 184 zu Nepal, 85 zu Indien,
18 zu Bhutan, 8 zu Sikkim, 5 zu Myanmar und 12 zum Kaschmir-Gebiet.
Es gibt in Tibet 5 große
Grenzübergangsstellen. Darunter ist Zham die Grenzübergangsstelle
der ersten Klasse Chinas; Burang, Gyirong und Riwo sind die der
zweiten Klasse. Zham, Gyirong und Riwo machen Geschäfte mit Nepal,
während Burang hautsächlich Handel mit Indien und Nepal treibt. In
alten Zeiten war Yadong ein Grenzübergang, der den Grenzhandel mit
Indien, Bhutan und Sikkim betrieb. Bisher wird es jedoch noch nicht
erneut eröffnet. In Tibet gibt es zudem 28 Grenzhandelsmärkte.
Darüber hinaus zählt der Konggar-Flughafen in Lhasa zu den
internationalen Flughäfen der ersten Klasse des Staates. 2004 belief
sich das Im- und Exportvolumen des Grenzhandels in Tibet auf 90,52
Millionen US-Dollar, was 40,5 Prozent des gesamten Im- und
Exportvolumens Tibets ausmachte, ein Plus von 16,7 Prozent im
Vergleich zu 2003. Darunter betrug das Exportvolumen 85,63 Millionen
US-Dollar, ein Plus von 18,3 Prozent, und das Importvolumen 4,89
Millionen US-Dollar, ein Minus von 5,2 Prozent.
Internationale Unterstützungsprojekte
Einige
Staaten und internationale Organisationen haben nacheinander mit
Tibet wirtschaftlich zusammengearbeitet bzw. internationale
Unterstützungsprojekte in die Tat umgesetzt. Seit 1981 hat das
Entwicklungshilfeprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) insgesamt 4
Millionen US-Dollar in den Bau des Erdwärme-Kraftwerks Yangbajain
investiert; 1989 gewährte das UNO-Weltnährungsprogramm (UNWFP) für
das umfassende Erschließungsprojekt der Landwirtschaft mit dem
Schwerpunkt der Bekämpfung von Dürre und der Verbesserung der
Bewässerungsbedingungen in den vier Kreisen im Tal des Lhasa-Flusses
finanzielle Hilfe. Inzwischen ist das Projekt vollständig in Betrieb
genommen worden; das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF)
hat 3,215 Millionen US-Dollar für 10 Bauprojekte wie
Sanitätsstationen für Frauen und Säuglinge zur Verfügung gestellt;
mit 822 000 US-Dollar unterstützte das UNDP im Jahr 1995
landwirtschaftliche Projekte, den Bau von Wohnhäusern und Schulen
und die Windenergie-Erzeugung sowie die Förderung des Handwerks in
den vier Kreisen Nyalam, Tingri, Dinggye und Gyirong im
Qomolangma-Naturschutzgebiet in Westtibet.
Das kommunale Rehabilitationsprogramm für
behinderte Kinder Nach diesem im Jahr 2001 in Angriff genommenen
Programm sind mit finanzieller Hilfe der Handicap International,
einer internationalen Behindertenorganisation, und unter Anleitung
der Rehabilitationsexperten, die von dieser Organisation entsandt
wurden, 26 Fachkräfte, die behinderten Kindern bei der kommunalen
Rehabilitation helfen, ausgebildet worden. Außerdem sind
Ausbildungskurse für die Familienangehörigen von behinderten Kindern
abgehalten worden. Auf diese Weise können sich behinderte Kinder zu
Hause der Rehabilitationsbehandlung unterziehen. Bisher sind drei
kommunale Rehabilitationszentren in den Gemeinden Ngaqen und Togde
sowie dem Dorf Xingfu errichtet worden. Ferner wurden Pläne
für langfristige Behandlungen und Dienstleistungen für behinderte
Kinder und regelmäßige Bewertungen gemacht.
Prothesen- und
orthopädisches Zentrum Die Regierung des Autonomen Gebiets Tibet hat
Geldmittel für die Einrichtung dieses Zentrums bereitgestellt und
die Handicap International damit beauftragt, verschiedene Anlagen
und Werkstoffe zur Ausbildung der tibetischen Fachkräfte für die
Herstellung von Prothesen zu liefern. Seit der Durchführung dieses
Programms im August 2001 sind 201 Behinderte mit 213 künstlichen
Gliedern und anderen orthopädischen Artikeln ausgerüstet.
Die Kampagne
„Sehvermögen Nr. 1, China-Aktion“ Im Mai 2004 wurde die zweite Phase
der Kampagne „Sehvermögen Nr. 1, China-Aktion“ vom Chinesischen
Behindertenverband und der Internationalen Löwen-Gesellschaft
(Lion’s Club International) kooperativ in Angriff genommen. Nach dem
Programm sollen jährlich medizinische Teams nach Tibet geschickt
werden, um dort 2500 Patienten am Grauen Star zu operieren. Bis zum
Jahr 2007 sollen alle vorhandenen Blinden, die durch den Grauen Star
verursacht wurden, durch Operationen ihr Sehvermögen wiedererlangen.
Gleichzeitig werden 18 Krankenhäusern auf Bezirks- und Kreisebene
geholfen werden, je eine Augenkrankheitsabteilung einzurichten und
40 tibetische medizinische Fachkräfte für Augenkrankheiten
auszubilden, wodurch ein „permanentes medizinisches Team“ in Tibet
hinerlassen wird. Nach dem Programm sollen Kenntnisse über den
Augenschutz und Vorbeugung von Augenkrankheiten verbreitet werden,
damit das öffentliche Bewusstsein in diesem Bereich zu erhöhen.
Aufgrund der ungünstigen natürlichen Faktoren wie der Höhenlage, des
Sauerstoffmangels und der starken Sonneneinstrahlung gehört Tibet
landesweit bzw. weltweit zu den Gebieten, wo der Graue Star mit
hoher Rate Blindheit verursacht. Das Auftreten des Grauen Stars in
Tibet ist etwa 60 Prozentpunkte höher als in den anderen
Landesteilen.
Dienstleistungsorgane für Ausländer
|
Zollamt Lhasa |
Das Zollamt Lhasa ist ein tibetisches Lokalorgan, das vom
Hauptzollamt der Volksrepublik China eingerichtet wurde. Ihm
unterstehen die Zollämter Xigaze, Nyalam, Shiquanhe und
Gyirong, die ihre Vertretungen beim Postamt der Stadt Lhasa
haben. Mit Genehmigung des Hauptzollamts hat das Zollamt
Lhasa Zollstellen in Chengdu, Provinz Sichuan, und Golmud,
Provinz Qinghai, eingerichtet, wo die für Tibet bestimmten
Güter abgefertigt werden.
Das Zollamt Lhasa führt zwei Zollrechte durch: Die
Richtlinien des Zollamts der Volksrepublik China über Ein-
und Ausfuhrzoll und die Methoden des tibetischen Zollamts
der Volksrepublik China über die Erhebung von Einfuhrzoll
und deren Regeln für die Durchführung. Die in Tibet
verkauften Waren werden vom Zollamt Lhasa gemäß der Tabelle
über 21 Steuerposten und nach niedrigen Steuersätzen für das
Autonome Gebiet besteuert. Güter, die nach anderen
Landesteilen abgesetzt werden, sind in Übereinstimmung mit
dem Zolltarif des nationalen Zollamts nachgeholt zu
entrichten. |
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Prüfungsamt für Im- und Exportwaren des Autonomen Gebiets
Tibet |
Das Prüfungsamt hat Zweigstellen in Zham, Chengdu, Provinz
Sichuan, und in Golmud, Provinz Qinghai, eingerichtet, um
Im- und Exportwaren einer technischen Prüfung zu
unterziehen. |
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Organe für Hygienekontrolle über Nahrungsmittel |
Für die Hygienekontrolle über Nahrungsmittel wurden in Tibet
über 80 Organe eingerichtet. Nach dem
Nahrungsmittelhygienegesetz und dem Quarantänegesetz der VR
China müssen seit dem 1. Juni 1992 alle nach Tibet
eingeführten Nahrungsmittel von der dafür zuständigen Stelle
in Lhasa kontrolliert und geprüft werden. Nur Nahrungsmittel
mit einer Genehmigungsurkunde, die von der
Hygienekontrollstelle Lhasa ausgestellt wird, dürfen im
Autonomen Gebiet verkauft werden. |
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Quarantänestelle Lhasa für Tiere und Pflanzen |
Der Quarantänestelle unterstehen Zweigstellen in Zham,
Burang, Gyirong und Rutog, Quarantänestationen sind am
Internationalen Flughafen Konggar und im internationalen
Postamt Lhasa eingerichtet. |
Banken und Versicherungswesen
Im
Autonomen Gebiet Tibet ist ein modernes Finanzsystem entstanden, in
dem die Zentralbank als Führung und die Chinesische
Landwirtschaftsbank und die Chinesische Aufbaubank als Hauptstützen
fungieren und die anderen Finanzinstitutionen auf verschiedenen
Ebenen ihre eigene spezielle Rolle spielen. Im ganzen Gebiet gibt es
rund 700 Finanzinstitutionen auf verschiedenen Ebenen und vier
Versicherungsgesellschaften.
Am 2. Juli 1987 wurde die Tibet-Branche der
Volksversicherungsgesellschaft Chinas offiziell eingeweiht. Da sich
überall in Tibet hohe Berge und gefährliche Straßen befinden und das
Verkehrswesen rückständig ist, nehmen die Kasko- und
Unfallversicherung einen großen Anteil am gesamten
Versicherungsgeschäft in diesem Gebiet ein. Ferner gibt es noch
Unternehmensvermögens-, Gütertransports-, Viehzucht- und
Bergsteigversicherung sowie Sicherheitsversicherung für Mittel- und
Grundschüler.
Im Jahr 2004 belief sich die Summe der
Versicherungsprämien aller Versicherungsgesellschaften auf 140
Millionen Yuan, ein Plus von 40 Prozent im Vergleich zu 2003.
Darunter betrug die Prämiensumme der Eigentumsversicherungen 24
Millionen Yuan, ein Plus von 51,9 Prozent gegenüber 2003; die der
Kranken- und Unfallversicherungen 6,75 Millionen Yuan, ein Plus von
64,6 Prozent gegenüber 2003. Es wurde eine gesamte
Schadenersatzsumme in Höhe von 54,34 Millionen Yuan als
Wiedergutmachung in allen Versicherungsprogrammen gezahlt.
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