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Im Jahre 1959 wurde das gesamte Tibet durch Truppen des
kommunistischen Chinas besetzt. In der Folge der
Besetzung flohen 80'000 Tibeter ins Exil.
Auf Basis von privater Initiative hin bewilligte der
Schweizerische Bundesrat die Aufnahme eines Kontingentes
von insgesamt 1'000
tibetischen
Flüchtlingen in der Schweiz
und dies innerhalb eines Zeitraumes von 20 Jahren. Im Jahre 1963
kamen mit Hilfe des Schweizerischen Roten Kreuzes sowie
auf Initiative von Privatpersonen hin gegründeten "Verein der Tibeter
Heimstätten" die ersten Tibetergruppen in die Schweiz.
Die Älteren unter ihnen fanden ein Auskommen als
Fabrikarbeiter und die Jüngeren eine
Ausbildungsmöglichkeit.
Das Ziel der Tibeter bestand nicht alleine darin,
das persönliche nackte Überleben zu sichern, sondern
auch gesamthaft als Nation. Dazu gehörte
auch
die Rettung und Erhaltung des kulturellen Erbes.
Daher wurde als erster Schritt ein Vertretungs-büro Seiner Heiligkeit in der
Schweiz eröffnet. Zur Etablierung eines demokratischen
Systems fanden zu einem späteren Zeitpunkt Wahlen der
Vertreter der jeweiligen Tibeter Siedlungen für eine Amtszeit von 2 Jahren statt.
Im Jahre 1995 wurden weitere wichtige Schritte zur
Vertiefung dieses Prozesses unternommen, indem das
Amtsjahr auf 3 Jahre
heraufgesetzt und zugleich neu das Regionalparlament
Schweiz (Sane Drötsog) etabliert wurde. Dieses und seine
Satzung sind durch die Tibetische Exilregierung und
durch das Parlament offiziell anerkannt.
Das gesamte Gremium der Volksvertreter besteht aus
gewählten Personen von je 1 – 2 Personen pro Siedlung
und Grösse. Aus ihrer Mitte werden der Präsident sowie
Vizepräsident gewählt. Durch diese Struktur wurde
gewährleistet, dass sämtliche Mitteilungen, Beschlüsse
und Anordnungen der tibetischen Exilregierung zu den
einzelnen Siedlungen und somit zum einzelnen Tibeter
gelangten.
Das Gremium ist verpflichtet in der Festlegung und
Durchführung von Aktivitäten der
Tibetergemeinschaft
im Rahmen der Exilverfassung zu bewegen und arbeitet
ausschliesslich nur mit von der Exilregierung offiziell
anerkannten Organisationen zusammen.
Anlässlich des Verfassungstages und während der Amtszeit
der 12. gewählten Vertreter der
Tibetergemeinschaft
in
der Schweiz und Lichtenstein wurde im Jahr 2002 eine
Homepage in tibetischer Sprache aufgeschaltet. Diese
enthält
Informationen über die Gemeinschaft, ihre Satzung,
Jahresprogramm, Nachrichten über Tibet, die Geschichte
der 14 Dalai Lamas und tibetischen Heiligen in geraffter
Form, Bekanntmachungen über kommende Festivitäten usw.
Um dem
Bedürfnis der vielen jungen, in westlichen Ländern aufgewachsene
Tibeter entgegen zu kommen, die des Lesens der tibetischen Schrift
kaum kundig sind und um die
Tibeter Gemeinschaft
auch westlichen Freunden und Interessenten näher zu
bringen, wurde anlässlich des Verfassungstages im
September 2005 eine deutschsprachige Version der
Homepage offiziell aufgeschaltet. Sie soll
als Plattform für Informationen über Tibet und Austausch zwischen diesen
diversen Gruppen dienen.
Die deutsche Version des
Internetauftrittes
wurde im Juli 2005
Seiner Heiligkeit, Kyapgön Gyalwa Jamphel Ngawang Lobsang Tenzin Gyatso, dem
grossen 14. Dalai Lama, religiöses und
politisches Oberhaupt des gesamten tibetischen Volkes
sowie Träger des Friedensnobelpreises, zum 70.
Geburtstag sowie den unzähligen tapferen als auch
mutigen Männern und Frauen
Tibets, die in vollkommener Selbstlosigkeit
ihr
Leben für die Rechte und Freiheit ihrer Heimat
hingegeben haben, gewidmet.
Möge Seine Heiligkeit lang leben und dem tibetischen
Volk Schutz und Segen sein!
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