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Die Tiere in der Wildnis, die
Vögel
und die Bäume reden nichts
Schlechtes.
Wann werde ich mit ihnen
zusammenleben,
die so angenehm im Umgang sind?
Wann nur werde ich, frei von
Anhaftung
und ohne zurückzublicken, in
Höhlen, leeren Tempeln oder am
Fuße eines Baumes verweilen?
Wann nur werde ich als mein
eigener
Herr und ohne Begehren leben, in
von Natur her weiten Gegenden,
die
niemandem gehören?
Wann nur werde ich selbst dann
furchtlos leben können, wenn ich
meinen Körper nicht verberge,
nichts
als eine Bettelschale und
anderer wenige
Habseligkeiten besitzend und
Kleidung tragend, die von
niemandem
mehr gebraucht wird?
Wann nur werde ich mich auf die
Leichenstätte
begeben, um dort die Skelette
der anderen und meinen eigenen
Körper als Gegenstände des
Verfalls
gleichzusetzen?
Denn eben dieser mein Körper
wird
in gleicher Weise verwesen, so
dass
sich wegen seines Gestanks
selbst die
Schakale nicht in seine Nähe
wagen.
Selbst das Fleisch und die
Knochen,
die natürlich zu diesem Körper
gehören,
fallen auseinander und trennen
sich, obwohl er als eine Einheit
entstanden
ist. Was muss man dann von
den anderen Nahestehenden sagen?
Geboren wird der Mensch allein,
und
allein stirbt er. Kein anderer
übernimmt
einen Anteil seines Leidens.
Was sollen dann die Lieben, die
das
Heilsame behindern?
Wie Reisende auf ihrem Weg sich
eine
Unterkunft nehmen, so nehmen
sich
die auf der Straße der
Existenzen Reisenden
die Unterkunft der Geburt.
Solange man noch nicht von vier
Leichenträgern
aus dem Haus fort getragen
wird, beweint von aller Welt,
sollte
man sich in die Waldeinsamkeit
begeben.
Wenn man sich von Vertrauten und
Feinden befreit hat, verweilt
dieser
Körper allein in der
Abgeschiedenheit;
und wenn man schon vorher wie
tot
betrachtet wird, gibt es
niemanden,
der trauert, wenn man wirklich
stirbt.
Es gibt niemanden, der in der
Nähe
steht und einen mit seinem
Klagen
belästigt; so gibt es keinen,
der einen
von der Erinnerung an den Buddha
und ähnlichem ablenkt.
Deshalb will ich allein in der
lieblichen
Waldeinsamkeit leben, wo ich
wenig
Mühen aufzubringen habe und wo
ich
mich wohl und glücklich fühle
und alle
Ablenkungen zur Ruhe kommen.
Aus dem Tibetischen übersetzt
von Christof Spitz |